Genforscher identifizieren Risikogene für Neurodermitis
Neurodermitis ist einer der häufigsten chronischen Krankheiten in Europa. Wissenschaftler am Helmholtz-Zentrum haben nun insgesamt 50.000 Patientendaten aus zwölf Ländern, 10.000 litten unter Neurodermitis, in einer internationalen Studie verglichen. Dabei identifizierten sie drei Risikogene.
Zwei sind für die Aufrechterhaltung der "natürlichen Hautbarriere" verantwortlich, das Dritte greift in die Immunregulation ein und ist auch bei Asthma und Allergien beteiligt.
Die Forschergruppe um Joachim Heinrich erhofft sich durch die Erkenntnisse neue Ansätze zur Vorbeugung und Behandlung. Nach derzeitigen Schätzungen leiden rund fünf Prozent der Erwachsenen, aber rund ein Fünftel aller Kinder, unter der Hauterkrankung.