Graz: Förderung von Knoblauch-Anbau für Roma in Slowakei und Kroatien umstritten
Ein Förderprojekt für die im österreichischen Bundesland Steiermark lebenden und oftmals dort bettelnden Roma rief bei Tausenden Bürger Proteste hervor. Die Unterstützung seitens Graz und Steiermark mit 24.000 Euro für das "Bioknoblauch Romanes"-Projekt betrieb die VP-Gemeinderätin Sissi Potzinger.
Ein im Konzeptpapier störender Begriff einer "Familienarbeit" zum Knoblauchanbau in den "Heimatländern" der Roma, Slowakei und Kroatien, stieß auf Missverständnisse. Ob es dabei um Kinderarbeit ginge, wies die Gemeinderätin ab. Es seien Onkel, Tante und andere Verwandte gemeint.
Der Forscher an der Uni Graz Stefan Benedik wendete hierbei ein, dass der Begriff "Bioknoblauch Romanes" eine Neuauflage des früher auf der Speisekarte stehende Gericht "Zigeunerschnitzel" sei. Presseleute hatten im Oktober Knoblauch-Probepflanzungen in der Slowakei mit der Politikerin miterlebt.