27.12.11 16:09 Uhr
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Ägypten: Folteropfer erreicht gerichtliches Verbot gegen Jungfrauentests

Samira Ibrahim musste unter Gejohle der anwesenden Soldaten ertragen, wie sie in einem ägyptischen Militärgefängnis dem sogenannten Jungfrauentest unterzogen wurde. Dabei filmten die Männer mit ihren Handys die erniedrigende Prozedur. Es glich einer Vergewaltigung, so die 25-Jährige. Später reichte sie Klage ein.

Nun gab ihr das Verwaltungsgericht in Kairo recht. Unter Jubel von einigen Hundert Menschenrechtsaktivisten verkündete der Vorsitzende Aly Fekry am 27. Dezember ein Verbot für Jungfrauentest, die Amnesty International als Folter anprangert, in den Gefängnissen des Militärs.

Auf dem steinigem Weg zum Urteil demonstrierte die junge Frau zunächst im März gegen den ägyptischen Militärrat, wurde am neunten März gemeinsam mit anderen Aktivisten inhaftiert. Doch Ibrahim ließ sich nicht einschüchtern, sprach in Talkshows über ihr Schicksal und klagte sich durch die Instanzen.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Test, Klage, Verbot, Ägypten, Militär, Jungfrau
Quelle: www.spiegel.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.12.2011 16:19 Uhr von SNnewsreader
 
+5 | -2
 
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@Benjaminix: Wenn das Datum der Meldung stimmt, dann ist das OK.

Aber die Meldung kann man als Muslim gar nicht oft genug lesen, gell? Manche lernen es nie.
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27.12.2011 16:19 Uhr von syndikatM
 
+3 | -7
 
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naja: ohne kameras wäre das ne übliche musterung
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27.12.2011 16:39 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+3 | -1
 
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@Benjaminix: Das Gerichtsurteil stammt von heute - sprich 27.12. - da gibt es nicht viel aufzuwärmen.

Man sollte - wie Du selbst schon richtig sagst - die Quelle einsehen und nicht SN-News als "Referenz" heranziehen. Der Spiegel-Titel ist in der Tat etwas irreleitend.

Die von Dir angesprochene News vom 3.12. ist mir durchaus bekannt, enthält aber inhaltlich im wesentlichen nichts weiter als ein Spiegel-Bericht über den Kampf der Frau. Auch wenn der Titel "Junge Ägypterin erzwang Verbot des ´Jungfrauentest´" lautete, beruhte dieses "Verbot" infolge des Protestes, mutiger Öffentlichkeitsarbeit und Klage der Frau alleine auf ein nicht verbindliches Zugeständnis des Chefs des ägyptischen Militärgeheimdiensts, Abdel Fattah al-Sisi gegenüber Amnesty International.

In der Quelle heißt es:
"Im Juni dann sagte der Chef des ägyptischen Militärgeheimdiensts, Abdel Fattah al-Sisi, Amnesty International zu, die Jungferntests an Gefangenen einzustellen: ein kleiner Sieg für Samira, zumindest auf dem Papier. Denn ob Frauen in Haft seitdem tatsächlich in Ruhe gelassen werden, ist unklar."

Dies hat sich seit heute geändert - nun ist es GERICHTLICH verboten.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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28.12.2011 01:45 Uhr von iarutruk
 
+1 | -0
 
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die ganze diskussion öb die news doppelt ist oder nicht, wäre nicht entstanden wenn der autor hier ein zusatzt (update) mit angegeben hätte.

zum thema: ich glaube, dass diese test trotzdem noch weiter durchgeführt werden. aber nun können die gepeinigten wenigstens gerichtlich vorgehen.

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