Forscher: Lachen über "Dinner for one" ist wie Waschzwang
Der seit Jahren populäre Sketch "Dinner for one", der meistens an Silvester im Fernsehen ausgestrahlt wird, erfreut sich noch immer großer Beliebtheit. Allerdings sterben dem Sketch allmählich die Zuschauer weg, sagt der Lachforscher Prof. Rainer Stollmann.
Laut Stollmann ist das Lachen über den Sketch wie "Waschzwang", denn die Menschen würden dabei über etwas anderes lachen, als sie eigentlich denken. Der Professor bemüht dabei Freud und behauptet, die Zuschauer würden bei dem Sketch über ihre eigene Vergangenheit lachen - und zwar das Dritte Reich.
Der Sketch würde die Grenze von Gegenwart und Vergangenheit zeigen. Als der Sketch gedreht wurde, in den sechziger Jahren, habe man in Deutschland die Nazi-Zeit aber noch vehement verdrängt. Durch das Lachen darüber hätten die Deutschen ihre Geschichte ein Stück weit aufgearbeitet.