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6,7 Millionen Dollar: Kolumbien baut riesige Rolltreppe in einem Armenviertel

Die kolumbianische Stadt Medellin hat jetzt in einem Armenviertel der Stadt eine riesige Rolltreppe errichten lassen. So soll es den armen Bewohnern der "Comuna 13" erleichtert werden, zu ihrem Viertel zu gelangen.

Das Projekt hat insgesamt stolze 6,7 Millionen Dollar gekostet. Bisher mussten die Bewohner eine steile Treppe nutzen, die rund 35 Minuten Zeit in Anspruch nahm.

Die Stadt, sowie die Anwohner zeigten sich begeistert über die Umsetzung des Projekts. "Es hat sich wirklich als sehr gut erwiesen", sagte Bürgermeister Alsonso Salazar.


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WebReporter: Saftkopp
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Dollar, Kolumbien, Armut, Viertel, Rolltreppe
Quelle: www.krone.at

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20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.12.2011 12:15 Uhr von culturebeat
 
+26 | -19
 
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ich weiss nicht, woher die Minusse kommen: aber das ist ein grossartiges Projekt.

Die Menschen in den Elendsvierteln fühlen sich ernst genommen, ihre Lasten werden gemindert und sie können sich besser integrieren.

Das ist fast so gut wie ein regelmässiger, unkontrollierter Fährverkehr zwischen Europa und Afrika. Aber dafür müsste Europa noch viele Billionen für Sozialprojekte ausgeben.
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27.12.2011 12:19 Uhr von Jacdelad
 
+47 | -7
 
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Hätte man mit 6.7 Millionen Dollar in Kolumbien nicht direkt dem Armenviertel helfen können?
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27.12.2011 12:30 Uhr von Abdul_Tequilla
 
+14 | -3
 
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Ich finde die Idee gut. Alten Menschen ist z.B. nicht zuzumuten, jedes Mal diesen Berg hochzukrackseln, nur um die eigene Wohnung zu erreichen. Das sind Bedingungen, die man fast schon als menschenunwürdig bezeichnen könnte. Die Rolltreppe ist für die Menschen dort ein echter Zugewinn, was die Lebensqualität angeht.

Die Alternative wäre vielleicht ein Bus oder eine Straßenbahn, die alle paar Minuten abfährt, gewesen. Aber ob das billiger wäre, bezweifle ich. In Anbetrcht der vielen Menschen, die diese Rolltreppe nutzen, halte ich 6,7 Millionen Dollar nicht für überzogen.
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27.12.2011 12:37 Uhr von IlIlIlIlIlIlIlIlIlI
 
+10 | -3
 
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Ganz genau, Kaiser! Ich habe hier auch einen Hügel, den ich regelmäßig 20 Minuten hochlatschen muss. Wo zum Geier ist MEINE Rolltreppe? Bin ich weniger wert, nur weil ich nicht arm bin? Ich fühle mich diskriminiert. Staat? Sofort mal ein paar Millionen locker machen, sonst setzt es was.
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27.12.2011 12:43 Uhr von -= exo =-
 
+7 | -0
 
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@ Jacdelad: direkt/indirekt...!?

Ich denke, diese Rolltreppe stellt aus sozialer Sicht die möglicherweise beste Hilfe dar. Man erleichtert den ärmeren Menschen damit, mit anderen Bewohnern in Kontakt zu treten. Hätte man das Geld direkt in diesem Armenviertel investiert, hätte man vielleicht auch einen kleinen Aufschwung erreicht, man hätte die dort lebende Bevölkerung aber quasi weiterhin teilweise abgeschottet (Stichwort "Ghetto").

Jetzt, nachdem dieser wichtige Schritt getan ist, kann man leichter dafür sorgen (direkt oder indirekt), dass die Situation in dem Armenviertel verbessert wird.
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27.12.2011 14:43 Uhr von MacGp
 
+2 | -7
 
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Rolltreppen sind erstens ständig kaputt und wieso man für den Hügel 35min braucht ohne diese Rolltreppe wird auch nicht richtig deutlich.
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27.12.2011 14:51 Uhr von kopish
 
+1 | -4
 
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also ich finde das is nicht die beste idee, man bedenke nur die weiteren Kosten die während der Instandhaltung entstehen, da hätte ich lieber ne neu siedlung oder Arbeitspläte geschaffen, ich mein 6,7 millionen is schon ein gutes kapital !

...die Leute von heutzutage werden immer Fauler.

[ nachträglich editiert von kopish ]
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27.12.2011 15:25 Uhr von blade31
 
+2 | -1
 
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echt gute Sache: Wozu braucht man Strom, Trinkwasser oder Lebensmittel wenn man den Luxus genießen kann, mit einer Rolltreppe zu seiner Wellblech Hütte zu fahren...
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27.12.2011 15:27 Uhr von Bender-1729
 
+3 | -3
 
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Prioritätenverteilung? Wir reden hier von einem Armutsviertel und den Kollegen dort fällt nichts besseres ein als 6,7 Mio.Dollar auszugeben ... für eine Rolltreppe.

Klingt für mich eher so, als würde da in der Stadtverwaltung jemand einen kennen, der einen kennt, der einen kennt, der einen kennt, der Rolltreppen baut.

So wahnsinnig lässt sich diese Aktion jedenfalls nicht mit dem gesunden Menschenverstand vereinbaren. Für 6,7 Mio. Dollar hätte man der Bevölkerung sicher auf eine nützlichere Art helfen können. Zumal es mit den 6,7 Mio. Dollar ja nicht getan ist. Eine Rolltreppe dieser Größe verursacht schließlich auch enorme Unterhaltskosten. (Strom, Wartung, Reparaturen, etc.)
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27.12.2011 17:30 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+4 | -1
 
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Das ist KONKRETE Hilfe und genau das passiert in Medellin nun zunehmend.

Seit einigen Jahren gibt es dort auch Seilbahnen, die die vielen Viertel an den Berghängen endlich mit der Stadt verbinden. Oft sind hier Buslinien aufgrund der Unzugänglichkeit nicht möglich. Hier profitieren die Ärmsten der Armen - sprich die große Masse, darunter Kleinkinder, die im Zentrum Kaffee, Wasser oder BonBons in den Bussen verkaufen.

An der bescheidenen - überirdischen - Metro - mit deutscher Hilfe erbaut - zahlt die Stadt leider noch bis 2060/2070 ab.

Doch Medellin schreitet voran: Wirtschaftswachstum zweistellig, wer jedoch einen guten Beruf hat, lebt zwar mit überall präsenten Sicherheitsdiensten, dann jedoch oft besser als in Deutschland.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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27.12.2011 18:41 Uhr von Loboloco
 
+3 | -0
 
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Der_Kaiser_Von_China: Ich finde es auch nicht gut, dass du keine Ahnung hast.
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27.12.2011 20:58 Uhr von sno0oper
 
+2 | -0
 
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So hoch wie 28 Stockwerke! Die 6 Rolltreppen erreichen mit 384 Metern eine Höhe die dem 28. Stock eines Wohnhauses entsprechen. Daher die 35 Minuten wenn man laufen würde ;) Man sieht auf den Fotos/Videos leider nicht alle Rolltreppen.

Jetzt muss man "nur" noch 6 Minuten (!) Rolltreppe fahren um hoch zu kommen :)

Also eine sehr sinnvolle Aktion, da auch das umsiedeln in dem dicht besiedelten Gebiet wohl nur sehr schwer möglich ist.

Übrigens sind das alles wichtige Infos die in der News fehlen, daher leider ein Minus von mir an den Author.

[ nachträglich editiert von sno0oper ]
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27.12.2011 21:58 Uhr von Kati_Lysator
 
+0 | -0
 
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@ sno0oper
bist du sicher das 28 stockwerke 384 meter hoch sind? also das Capital Market Authority Headquarters ist 385 meter hoch und hat 77 stockwerke wenns fertig ist. ich selbst wohne im 12 stock und bis runter sinds keine 100 meter. eine der beiden zahlen stimmt da also nicht.
oder ist mit der meterzahl die länge gemeint. aber das haut auch irgendwie nicht hin von der zeit her.
bevor man minuse verteilt, sollte man sicher sein, selbst kein mist zu schreibe, gelle.

wenn die so arm dort sind, wie verhindert man, das die die rolltreppe nicht in einzelteilen verkaufen?
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27.12.2011 22:08 Uhr von sno0oper
 
+0 | -0
 
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stimmt, hätte natürlich die quelle angeben sollen.
BBC News: http://www.bbc.co.uk/... Dort im video wird das mit dem "28 stories building" erwähnt.

Kann natürlich sein das auch die BBC sich da verrechnet hat ^^
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28.12.2011 05:34 Uhr von -= exo =-
 
+3 | -0
 
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@ ruckzuckzackzack: Willst oder kannst du nicht verstehen, worin der Sinn dieser Rolltreppe besteht?

Du willst also das Geld direkt in das Armenviertel stecken, ja?
Gut, an sich ja nicht schlecht - aber was nützen einem leicht verbesserte (und wahrscheinlich temporäre) Zustände, wenn das Viertel quasi abgeschottet ist?

Nochmal: diese Rolltreppe ermöglicht den Menschen aus dem Armenviertel den Kontakt mit der "Aussenwelt", sprich Arbeitsplätze, sozialer Austausch!

Oder leichter verständlich: was nützt dir ein Koffer voll Geld in der Wüste? Ein Shuttlebus zur nächsten Oase ist bei weitem sinnvoller...
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28.12.2011 07:12 Uhr von iarutruk
 
+2 | -0
 
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@exo: Oder leichter verständlich: was nützt dir ein Koffer voll Geld in der Wüste? Ein Shuttlebus zur nächsten Oase ist bei weitem sinnvoller...

ich denke am sinnvollsten ist einshuttlebus in dem ich mit einem koffer voll geld zur nächsten osase füren kann.

und genauso ist es ja mit der rolltreppe vollzogen worden. die armen können jetzt auch dorthin wo es was vom großen kuchen gibt.
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28.12.2011 11:59 Uhr von klaus_xyz
 
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und was passiert dann? Die Preise für die Wohnungen, Häuser und Grundstücke an der bequemen Rolltreppe werden steigen. Die wirklich armen können sich das nicht leisten und ziehen um...was wurde erreicht? Das Armenviertel verschwindet. So funktioniert nunmal Marktwirtschaft....was habt ihr denn gedacht?!
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28.12.2011 12:01 Uhr von unomagan
 
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Ich finde: die Idee ansich auch gut. Aber leider wird die Rolltreppe nicht lange halten. Wer kennt die Rolltreppen an Bahnhöfen? Die halten schon nicht lange und werden durch Vandalismus gestört oder gar zerstört... nehmt schon mal abschied von der Treppe...
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28.12.2011 12:11 Uhr von -= exo =-
 
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@ ruckzuckzackzack: Na offenbar bin ich ja viel dümmer als du... aber ich bin ja lernfähig, also bitte erzähle mir, welche Wunderdinge man mit 6,7 Mio. Dollar so vollbringen könnte...

Krankenhäuser? Stahlfabriken? Einkaufszentren?

Wobei... hm... was gefällt mir daran nicht? (Jetzt stelle dir bitte vor, dass ich gaaaaanz angestrengt nachdenke)...

Hui! Ich hab´s!
WOMIT soll das alles denn gebaut werden? Ach ja, mit den vielen, vielen Tonnen Rohstoffen im ARMENviertel!
Und WER soll das alles bewerkstelligen? Na klar, die vielen, vielen hochqualifizierten Facharbeiter im ARMENviertel!

Hihi, ich denke, du hast das Funkchen Sarkasmus in meinen Fragen bemerkt... Wir wissen doch, dass das Material und die Arbeitskräfte von anderswo kommen würden... dann hätten die Armen auch genug zu tun: die vielen Steine über die Treppe schleppen - dann hätte das erste Krankenhaus auch gleich genug Patienten...

Huch... war da jetzt schon wieder Sarkasmus? Nööö, dafür bin ich zu doof... oder strohdumm... such es dir aus.
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28.12.2011 14:37 Uhr von neminem
 
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die rolltreppe hat was! vermutlich ist es zu verwinkelt und steil als dass man mit einem bus da rauf fahren könnte. allerdings hat es auch was von "bleibt ihr schön ruhig unter euch da oben". und man kann echt warten bis der erste defekt auftaucht...

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