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Nordrhein-Westfalen: Kassenpatienten müssen länger auf einen Arzttermin warten

Eine von den Grünen-Abgeordneten Bärbel Höhn und Maria Klein-Schmeink durchgeführte Umfrage ergab, dass Kassenpatienten in Nordrhein-Westfalen im Schnitt 23 Tage auf einen Termin bei einem Facharzt warten müssen.

Bei privatversicherten Patienten beträgt die Wartezeit durchschnittlich nur sieben Tage.

"Das ist nicht fair, dass es solche Unterschiede gibt. Wenn Ärzte für einen Privatpatienten mehr als das doppelte an Honorar bekommen, gibt es einen systematischen Anreiz, diese auch zu bevorzugen.", sagte Bärbel Höhn.


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WebReporter: Saftkopp
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Nordrhein-Westfalen, Vorteil, Wartezeit, Kassenpatient, Privatpatient
Quelle: www.derwesten.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.12.2011 11:35 Uhr von w0rkaholic
 
+17 | -3
 
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@wok! Dir ist aber klar, dass viele Leute diese Sonderbehandlung überhaupt nicht bezahlen können?

Die meisten sind ja nicht privat versichert, weil die Versorgung besser ist, sondern weil es zusätzlich auch noch günstiger ist. Man zahlt weniger für mehr Leistung, weil man ja ohnehin mehr Geld als der Durchschnitt hat. Dafür wird man dann auch noch eher behandelt, zahlt keine Praxisgebühr und ist bei jedem Arzt ein gern gesehener Kunde - ist schon ein tolles System!
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27.12.2011 11:42 Uhr von culturebeat
 
+3 | -7
 
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7 Tage??? Wenn ich ins Billiglohnland Deutschland zum Arzt fahre, muss ich kaum so lange warten. Versucht mal, beharrlich zu fragen, ob nicht doch ein früherer Termin frei ist.
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27.12.2011 12:02 Uhr von mcSteph
 
+8 | -0
 
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DAS ist ja mal eine News: Das konnte ja keiner ahnen, dass man als Patient zweiter Klasse länger warten muss, als als Privatpatient.
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27.12.2011 12:43 Uhr von ritmanx
 
+5 | -5
 
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@wok! Du weltfremdes Kind, auf welcher Basis arugmentierst du hier? Wie schon hier erwähnt kann es nicht sein das wir eine 2 Klassengesellschaft haben in der Medizin. Das ist doch alles geschissel mit den Pauschalbeträgen. Jeder Arzt der eine funktionierende Praxis hat verdient auch ordentlich. Punkt Ende Aus! Wer nix verdient sollte sich über seine Berufung als Arzt gedanken machen oder Umziehen.
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27.12.2011 13:08 Uhr von craschboy
 
+3 | -3
 
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@workaholic: Blödsinn. Man kann sich auch alles schön rechnen:
Ein AN mit 3000 € brutto zahlt nur für die Krankenversicherung 3000*15,5%= 465 € / 2 (AN/AG)= 232,50€
Diesen Betrag habe ich als 30-jähriger als Einstiegsprämie gezahlt und liege jetzt bei 384 € und das, obwohl ich die Versicherung noch nie in Anspruch genommen habe.
Die privat Versicherten habe grad mit Prämienerhöhungen von bis zu 40% zu kämpfen.

Kann WOK nur recht geben. Und jeder Neidhammel hier, der Arzt wäre, würde es genauso machen.
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27.12.2011 13:14 Uhr von craschboy
 
+4 | -0
 
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@ritmanx: Und Du hast genauso wenig Ahnung. Natürlich gibt es die Pauschalbeträge pro Quartal hingegen ein privat Vers. jeden Arztbesuch zahlt. Wen wird also der Arzt bevorzugen?
Mit einer einzigen Behandlung sind die 31 € bereits futsch inkl. Medikamente.
Und wenn der Doc ganz viel Pech hat, bekommt er nach 2-3 Jahren eine Aufforderung zu erklären, warum er das Budget überschritten hat. Kann er es nicht plausibel erklären, haftet er mit seinem Privatvermögen.
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27.12.2011 13:34 Uhr von w0rkaholic
 
+0 | -2
 
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@craschboy: Kein Schwein zwingt Dich, Dich privat zu versichern, Du hättest ja auch in der gesetzlichen bleiben können.

Du hast die Wahl - Andere nicht! Darüber noch zu jammern, ja auch noch Argumente mit schwachsinnigen Zahlen zu bringen, das ist "Blödsinn"!

Mit Deinen eigenen Zahlen hast Du doch gezeigt, dass die private günstiger ist!

Kosten für die gesetzliche laut Deinem Beispiel: 465 EUR und für Deine private 384 EUR. Du bist billiger in der privaten! Das Du Deine Versicherung voll zahlst hat doch mit der Krankenkasse selbst nix zu tun, sondern liegt am Anteil des Arbeitgebers, wenn Du selbständig bist, gibts natürlich keinen Arbeitgeberanteil - diesen Anteil würde es aber in der gesetzlichen Kasse auch nicht geben als Selbständiger.
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27.12.2011 15:06 Uhr von craschboy
 
+2 | -1
 
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@Workaholic: 1. jammere ich nicht sondern stelle fest.
2. hatte ich keine Wahl, da ich, wie Du bereits selber festgestellt hast, die Kosten als Selbständiger alleine tragen muss, dafür aber auch noch 50% der Beiträge der AN trage.
Wo bleibt da die Gerechtigkeit?
Nachgewiesen ist außerdem, dass privat Versicherte deutlich weniger Leistungen in Anspruch nehmen. 6 Wochen Lohnfortzahlung für lau gibt es bei Privaten nicht. Ach doch, muss man nur horrende Beiträge bezahlen. Ein AG zahlt für diesen Luxus für seine AN auch noch eine zusätzliche Versicherung namens U1.

"Du bist billiger in der privaten!"

AHA, war ich in Mathe wohl grad Kreide holen. 384 € ist also billiger als 232,50. Im Beispiel werden nunmal nur 232,50 vom Lohn abgezogen, da den anderen Teil der AG zahlt.

"wenn Du selbständig bist, gibts natürlich keinen Arbeitgeberanteil "

Selbstverständlich, darum ist man auch so gerne AG.
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27.12.2011 15:24 Uhr von w0rkaholic
 
+0 | -2
 
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@craschboy: Was hat denn jetzt der Arbeitgeberanteil mit den Gesamtkosten der Krankenversicherung zu tun? Wenn Du gesetzlich versichert bist, aber selbständig (was ja problemlos möglich ist) dann zahlst Du doch den "Arbeitgeberanteil" ebenfalls selbst. Also kostet Dich die private Krankenkasse in diesem Fall 384 und die gesetzliche 465 - der Arbeitgeberanteil fällt ja in beiden Fällen weg.

Du könntest ja auch sagen, wenn Dir Dein Arbeitgeber (sofern vorhanden) die Hälfte der privaten Versicherung bezahlt, dann wäre diese wieder billiger.

Meiner Meinung nach, darf man es nicht so rechnen wie Du, denn der Arbeitgeber kann ja nicht einmal mit in die Kosten gerechnet werden und einmal nicht.

Falls Du selbständig bist, dann bist Du wirklich billiger in der privaten, denn die gesetzliche würde Dich ja gemäß Deinem Beispiel 465 kosten.

Wenn Du Arbeitnehmer bist und Dein Arbeitgeber die Hälfte zur gesetzlichen zahlen würde, dann frage ich mich, weshalb hast Du gewechselt? Und der Großteil der Arbeitnehmer hat doch diese Wahl überhaupt nicht, mit welchem Recht machst Du diesen Leuten einen Vorwurf?

[...]Blödsinn. Man kann sich auch alles schön rechnen:[...]liege jetzt bei 384 € und das, obwohl ich die Versicherung noch nie in Anspruch genommen habe.[...]Die privat Versicherten habe grad mit Prämienerhöhungen von bis zu 40% zu kämpfen.[...]Und jeder Neidhammel hier, [...]

Für mich ist das gejammert und vorwurfsvoll.

[ nachträglich editiert von w0rkaholic ]
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27.12.2011 16:08 Uhr von 338LM
 
+2 | -0
 
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@ritmanx: du weltfremdes Kind ^^

Frag mal einen Kinderarzt oder Allgemeinmediziner (für Kassenpatienten) mit eigener Praxis was die im Monat verdienen. Da kommen dir die Tränen, die arbeiten sich nämlich dan *rsch ab und verdienen ein absolut lächerliches Gehalt. In Deutschland sind nämlich offenbar die meisten Leuten inklusive der Regierung der Ansicht, Ärzten müsse Behandlung der Kranken schon Lohn genug sein.
Was meinst du warum fast 50% der Studienabgänger Humanmedizin später nicht als Arzt praktizieren.....weil es sich finanziell nicht lohnt, die Arbeitszeiten schlichtweg unvereinbar sind mit Privatleben und Familie und man dafür auch noch permanent der Bumann in der Presse ist.

Warum gehen denn doppelt so viele Ärzte in Ruhestand wie nachkommen ? Warum geht denn heute keiner mehr freiwillig aufs Land ? Warum verlassen Mediziner in Scharen Deutschland und werden durch Kollegen aus Russland, Kasachstan und anderen Osteuropäischen Ländern ersetzt. Wohl kaum weils ihnen hier so gut geht.
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27.12.2011 19:15 Uhr von Copykill*
 
+1 | -0
 
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Warum dann nicht mehr Fachärzte: Also wenn ich 23 Tage auf einen Termin warten muss,
der meist nur 10-30 min dauert.
Heißt es doch nichts anderes, als das diese Fachärzte
einen Arsch voll arbeit haben und bis zu 23 Tage voll ausgelastet sind.

Soll sich unser Staat um die Anwerbung von Fachärzten kümmern.
Denn anscheinend ist ja der Bedarf da.

Ich hatte mal einen Kreuzbandriss / Meniskusriss / Knorpelschaden, und konnte das Knie auch nicht mehr beugen, also Arbeitsunfähig.
Mein Arzt mir eine Überweisung zum Radiologen gegeben, bei dem ich dann 5 Wochen später einen Termin zur Kernspin bekommen sollte.
Und erst nach ca. 20 telefonaten und dann doch nur durch Beziehungen in einem 70Km entfernten Krankenhaus 3 Tage später eine bekommen. 6 Tage später OP usw.
Hätte ich nicht hartnäckig nach einem Termin gesucht, wäre ich fast 5 Wochen länger Arbeitsunfähig gewesen.
Und das kostet dann wieder nur Geld.
Sowohl mich, als der Krankenkasse, meinen Arbeitgeber, und auch dem Staat.

Also wäre es für alle besser, da eine Lösung zu finden
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28.12.2011 00:28 Uhr von craschboy
 
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@Workaholic: Deine Rechnung kannst Du gern dem Milchmädchen geben.
Für mich zählt, was am Monatsende auf dem Konto ist.
Nehmen wir nochmal das Beispiel mit den 3000 € brutto.
Einem AN werden davon 232,50 € für die KV abgezogen, den Rest zahlt der AG. Netto haben ich dann abzüglich RV, AV, PV und Steuern 2767,50 €. Als Selbständiger habe ich aber nur 3000 - 384 = 2616 €.
Den AG-Anteil kannst Du ja nunmal nicht als Nettolohnbestandteil zurechnen.
Was noch nicht berücksichtigt wurde: Kostenfreie Mitversicherung von Kindern und Partnern, sofern nicht selbst versichert. Gibts nur in der GKV und spart 100e € monatlich.
Ist natürlich total gerecht.
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28.12.2011 08:59 Uhr von Daenerys
 
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Schuld sind die Kassen: Jammert nicht über die Ärzte. Wenn Ihr Euer heissgeliebtes Auto in die Werkstatt bringt kostet Euch das sicherlich mehr als 31 € und da ist niemand am werkeln der 12 Semester Medizin studiert hat. Daß ein Arzt lieber die behandelt, welche ihn angemessen bezahlten muss jedem einleuchten. Wenn Eure Autowerkstatt nur nen Pauschalbetrag bekommen würde, dürfte man da sicherlich 6 Monate auf nen Termin beim Lehrling warten - der Meister würde nur noch das Luxusvehikel des Selbstzahlers streicheln.

Diejenigen, die privat versichert sind haben sich das meistens nicht ausgesucht. Natürlich sind die nicht traurig über die daraus entstehenden Vorteile. Das wäre keiner von uns.

Aber kuckt mal wem z.B. in Frankfurt die dicksten Bürotürme gehören. Den Banken, Krankenkassen und Versicherungen. Ein Schelm wer böses dabei denkt.

[ nachträglich editiert von Daenerys ]
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28.12.2011 08:59 Uhr von Daenerys
 
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Doppelpost: ---sorry


[ nachträglich editiert von Daenerys ]
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28.12.2011 14:51 Uhr von kxell2001
 
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Das erschreckende dabei ist, dass viele überhaupt nicht merken wie gut eigentlich die deutsche Gesundheitsversorgung ist. Im Vergleich zum Rest der Welt, sollten wir überhaupt froh sein dass jeder eine Krankenversicherung hat die (a) die Mindestversorgung bietet (b) und das Preis-Leistungsverhältnis mehr als gut ist. Der Großteil der Weltbevölkerung beneiden uns deswegen, aber wir haben nichts besseres zu tun als ständig zu meckern.

Und zum Punkt Privatpatient: Wenn man sich die desaströse Lage unserer Ärzte betrachtet, ist es nur logisch dass man die Patienten, an denen man mehr verdienen kann, bevorzugt. Kein Wunder warum immer mehr qualifiziertes Arztpersonal lieber ins Ausland geht, denn hier wird die Berufsgruppe "Arzt" verteufelt. Dann ist es natürlich nicht verwunderlich, dass jedes Krankenhaus in Deutschland händeringend um Ärzte buhlt.

Für unser geliebtes Auto geben wir natürlich gerne mal mehr aus, aber für unsere Gesundeheit...... welch eine Ironie.

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