Euro-Krise kann auch 2012 weitergehen - Banken wappnen sich für Notfall
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ließ verlauten, dass 2012 die Euro-Krise zu Ende sei. Die Banken treffen dagegen schon Vorsorge. Konkret heißt das, sie schließen eine Rückkehr zu nationalen Währungen nicht mehr aus. Chefvolkswirt Thomas Mayer (Deutsche Bank) macht dies von Italien abhängig.
Auch Griechenland sei gerade im Hinblick auf die im Mai 2012 anstehenden Neuwahlen weiter ein großes Risiko. Es müsse nur die neue Regierung die Sparreformen nicht mittragen. Das "Wall Street Journal" erfuhr, dass zwei internationale Großbanken bereits IT-Systeme für Währungsumstellungen aufbauten.
Die Banken forderten für die IT-Einrichtung von der Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication (Swift) Unterstützung an. Swift weigerte sich jedoch, mit der Begründung, dass es das Vertrauen in den Euro noch mehr untergrabe, wenn das herauskommt.