Reaktorkatastrophe in Fukushima - Zwischenbericht belastet Betreiber schwer
Die japanische Regierung hat einen Zwischenbericht zur Katastrophe beim Kernkraftwerk in Fukushima veröffentlicht. Demnach werden dem Betreiber Tepco und den Behörden Versäumnisse vorgeworfen. Beide hätten die Gefahr eines Tsunamis unterschätzt und beim Krisenmanagement versagt.
Die unabhängige Kommission veröffentlichte jedoch keineswegs Überraschendes. Jedoch sind die Aussagen der Kommission exakt das Gegenteil von den Untersuchungen durch den Kraftwerksbetreiber Tepco. Letzterer hatte sich von jeder Verantwortung für die Katastrophe losgesagt.
Das Dokument der Kommission umfasst insgesamt 500 Seiten. Unter anderem wurden darin noch die Kommunikation zwischen Tepco und den Behörden angeprangert. Eine Befragung von handelnden Personen ergab, dass Tepco keine Evakuierungsanweisung herausgegeben hatte.