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Schuldenkrise: Italienisches EZB-Direktoriumsmitglied wirbt für Notenbankpresse

Notenbanker Lorenzo Bini Smaghi, zum Jahresende scheidendes Mitglied im Direktorium der Europäischen Zentralbank, äußerte in einem am Freitag geführten Interview mit der "Financial Times" Unverständnis über "quasi religiös geführte Diskussionen" bezüglich einer quantitativen Lockerung der Euro-Geldmenge.

Mit Blick auf das Vorbild der FED sowie auf zunehmende Liquiditätsengpässe und die Möglichkeit von Deflation im Euroraum erklärte der Italiener: "Ich würde keinen Grund sehen, warum solch ein Instrument, das maßgeschneidert ist für die Besonderheiten der Euro-Zone, nicht verwendet werden sollte."

Laut Analyst Christian Schulz ist es ein Novum, dass sich ein EZB-Mitglied derart offen für die monetäre Staatsfinanzierung ausspricht. Im Falle einer Deflation sei es nicht ausgeschlossen, dass die EZB nach erfolgten Stützungskäufen von Staatsanleihen auch das Tabu der direkten Staatsfinanzierung brechen werde.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Italien, EZB, Schuldenkrise, Deflation
Quelle: de.reuters.com

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.12.2011 11:12 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+12 | -1
 
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Unglaublich, wie tief Deutschland gefallen ist: Vor 12 Jahren hätte sich wohl kaum jemand vorstellen können, dass Lira-Notenbanker einmal tonangebend für die hiesige Geldpolitik werden würden. Damals – ich erinnere mich gut – stand es hierzulande auf der Kippe, ob Italien überhaupt dem Euro wird beitreten sollte. Doch Kohl und Waigel blickten geflissentlich über alles hinweg. Längst wirbt die hiesige sich aus der Export- u. Finanzwirtschaft rekrutierende politische. Klasse für die Notenbankpresse.
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25.12.2011 16:41 Uhr von Peter323
 
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yeah: Blankoscheck für die Politiker :)

Warum sparen, wenn wir das System auch austricksen können und auf Kosten aller so weitermachen können ?

Das wird leider so kommen, weil die Politiker die Wörter sparen und effizienz wenn überhaupt, nur aus dem Fremdwörterbuch kennen...
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25.12.2011 20:46 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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@bertl058 - hier der Beweis: Waigel lügt: A) Zunächst die typische Waigel-Lüge:

Auf die Frage, was Theo Waigel beim Euro anders gemacht hätte, antwortete der Finanzminister bei Beckmann im Oktober 2011:

"1. Erstens hätte ich Griechenland nicht aufgenommen. Ganz sicher nicht. Und zwar das kann ich auch begründen: 1997 wollte der griechische Finanzminister, dass die griechischen Buchstaben auf die Banknoten draufkommen. Und ich habe ihm gesagt, ´ihr seid nicht dabei und ihr werdet nie dabei sein´. Das fand der nicht besonders höflich von mir, aber es war die Wahrheit. Und dann hat er angerufen mal - darauf hat mich Jürgen Stark neulich nochmal hingewiesen – ich hatte das schon fast vergessen, und wollte im EWS – im engeren Band dabei sein. Und ich habe ihm wieder gesagt, das geht nicht, weil ihr die Voraussetzungen dafür nicht bietet.

Hier direkt zum Youtube-Ausschnitt: http://is.gd/...

B) Nun entlarven wir Theo Waigel direkt der Lüge:

Am 16. März 1998 schrieb jedoch die Welt-Online im Artikel "Athen nimmt Kurs auf den Euro" dick im Teaser:
"Waigel begrüßt die Aufnahme der griechischen Drachme in das Europäische Währungssystem"

Im Welt-Online-Text lautet es:
"Waigel begrüßt die Aufnahme der griechischen Drachme in das Europäische Währungssystem" und "Bundesfinanzminister Theo Waigel begrüßte den Beitritt der Drachme zum Wechselkursmechanismus als klares Bekenntnis der griechischen Regierung zu einer konsequenten Stabilitätspolitik".

Siehe: http://www.welt.de/...

Bezeichnent ist, mit welcher Dreistigkeit und Nonchalance die Täter u.a. auch Eichel, ihr Wirken ins Gegenteil verkehren.
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26.12.2011 00:38 Uhr von End-Of-West
 
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Findet es niemand komisch, daß diese Anzugspastiker Geld drucken dürfen aber keiner sonst von daheim aus`?
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26.12.2011 04:34 Uhr von Katerle
 
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@End-Of-West: aus meiner notenpresse käm keine euro-scheine sondern dm-scheine raus ;)
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27.12.2011 00:38 Uhr von CoffeMaker
 
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"Findet es niemand komisch, daß... ...diese Anzugspastiker Geld drucken dürfen aber keiner sonst von daheim aus`? "

Nö, das ist ganz normal.
Die Reichen wollen kein Geld abgeben da sie ihre riesigen Vermögen als rechtmäßig erarbeitet betrachten und man beim Rasieren der Eier der Armen Gefahr läuft das Unruhen ausbrechen muß man eben das Geld drucken. So werden die Reichen noch reicher , naja und die Armen leben eben weiter arm aber gehen wenigstens nicht auf die Strasse.
Sozialität hört bei den meisten auf wenns ans eigene Geld geht.

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