Eurokrise: Neue EZB-Milliardenspritze versagt
Die neueste Aktion der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Stabilisierung der Eurokrisenländer (ShortNews berichtete) scheint zu verpuffen. Der dreijährige 489-Milliarden-Tender zur Refinanzierung der Banken zeigt keine Wirkung. In Asien macht sich die Sorge einer europäischen Kreditklemme breit.
Seit Mittwoch besteht für die Banken die Möglichkeit, Kredite von nur einem Prozent Zins zu erwerben. Diese sollen im Idealfall in die Anleihen angeschlagener Staaten wie Italien oder Spanien fließen, um die Zinsen zu senken. Doch stattdessen steigen diese seit Mittwoch oder bleiben stabil.
"Die Refinanzierungsrisiken für die Euro-Staaten gibt es auch nach dem EZB-Tender noch", sagt ein Experte der Royal Bank of Scotland. Im Februar 2012 will die EZB den Banken wiederum Geld für drei Jahre leihen. Man hofft, dadurch weiter den Druck von den Krisenländern und der Eurozone zu verringern.