22.12.11 21:17 Uhr
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US-Untersuchungen widersprechen Pakistans Darstellung des Grenzkonflikts

Untersuchungen des Pentagons haben ergeben, dass der Angriff auf einen pakistanischen Militärposten Ende November offenbar der Selbstverteidigung diente.

Die USA räumten eine Teilschuld an dem Vorfall ein, bei welchem 24 pakistanische Soldaten starben. Der Vorfall an sich war eine klassische Verwechslung, beide Seiten dachten, dass sie unter feindlichem Feuer standen.

Ob diese Untersuchung das inzwischen frostige Verhältnis der USA zu Pakistan verbessern kann, ist fraglich.


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WebReporter: Campl3r
Rubrik:   Politik
Schlagworte: USA, Pakistan, Beschuss, Darstellung, Selbstschutz
Quelle: www.n-tv.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.12.2011 21:17 Uhr von Campl3r
 
+4 | -2
 
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Es ist schlimm, wenn befreundete Armeen, die im gleichen Kampf kämpfen, nicht einmal in der Lage sind sich gegenseitig zu koordinieren oder auszuweisen. Und die Moral von der Geschichte: Krieg ist schlimm
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22.12.2011 21:25 Uhr von CoffeMaker
 
+5 | -0
 
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Das kommt davon wenn man erst schießt und dann guckt.
Man kann schließlich nicht einfach irgendwo reinhalten nur weil man Bewegungen gesehen hat. Das ist in Stellungskriegen vielleicht angesagt aber nicht in Bewegungskriegen ohne festen Frontverlauf. Da ist Aufklärung das wichtigste Faktum.
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22.12.2011 21:26 Uhr von Pils28
 
+2 | -1
 
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Das Ergebnis wundert mich, normal räumen die sich: nicht einmal eine Teilschuld ein. Denke nicht, dass sich Pakistan noch viel länger so behandel lässt.
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22.12.2011 23:07 Uhr von ElChefo
 
+1 | -2
 
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Pils: Tja, dann wird es wohl bald zum Krieg zwischen Pakistan und Afghanistan kommen.

...weil...

...wer ist verantwortlich für die Zielauswahl und -zuweisung bei der Anforderung von CAS? Richtig, der FAC.

...wer war in diesem Falle der FAC? Richtig, ein ANA-Soldat.
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22.12.2011 23:17 Uhr von usambara
 
+2 | -0
 
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veraltete/falsche Karten in Kampfhubschraubern?
Normalerweise werden zur schnellen Unterstützung Kampfflugzeuge geschickt.
Es war wohl eher eine Kommando-Aktion mit Unterstützung von Kampfhubschraubern, die die Grenze mal wieder überschritten haben. Dabei wurden sie von den Pakistanern behindert und folgerichtig beschossen. Die Standard-Antwort für die US-Armee ist ja bekannt.
wie hier:
http://www.nachrichten.de/...

[ nachträglich editiert von usambara ]
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22.12.2011 23:58 Uhr von ElChefo
 
+0 | -2
 
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usambara was hat das mit alten oder neuen Karten zu tun?

Wenn der FAC am Boden sagt, das seine Gruppe, sein Zug oder in was auch immer für einer Formation er sich befindet, beschossen wird, dann meldet er das mit eigener Position und derjenigen, von der aus er beschossen wird. Unterstützung wird dann in der Regel durch einen Disponenten in der TOC zugewiesen, je nachdem, was gerade an Kapazitäten in der Nähe und verfügbar ist. Man kann halt nicht immer Fast Air haben.

Wenn dann der CAS an den FAC übergeben wird und die beiden direkt kommunizieren, liegt es an Art und Qualität der Einweisung durch den FAC, was und mit welchem Effekt der Unterstützer trifft.
Was die Kampfkraft, Moral, Fähigkeiten und Ausbildung der ANA angeht, dürfte mittlerweile genug berichtet worden sein, als das klar ist, wie es zu solchen - nennen wir es mal so - Fehlern kommen kann. Wenn du natürlich mehr da reinlesen willst, okay, aber das muss nicht mit den Fakten übereinstimmen. Die ANA ist maximal zu eigenständigen Operationen auf Kompanieebene befähigt, alles, was darüber hinausgeht muss ihnen entweder mühselig eingetrichtert werden (was sie selten genug zulassen, sie sind zu stolz, ihre Defizite zuzugeben und auszubessern) oder direkt vor Ort durch Berater ausgeglichen werden (...was aber aufgrund von gewissen Unzulänglichkeiten in der Verlässlichkeit immer weniger gemacht wird).
Daher kommt auch der Euphemismus, die ANA sei mittlerweile sogar auf Brigadeebene autark. Absolut übertriebener nonsense.
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23.12.2011 12:23 Uhr von usambara
 
+1 | -0
 
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@ElChefo: veraltete/falsche Karten...das war ein Argument aus
Washington.
120 afghanische und amerikanische Soldaten aus Sondereinheiten kann man wohl kaum als normale Patrouille bezeichnen und dass sich Special Forces versehentlich auf die andere Seite der Grenze verirren, ist auch nicht die erste Annahme, die einem dazu einfällt.
Von pakistanischer Seite wird das Argument vorgebracht, dass die Grenzsoldaten auf diesen Trupp gefeuert hätten, weil sie davon ausgingen, es seien Talibankämpfer, eine entsprechende "Talibanwarnung" bzw. Information hätte es zuvor auch gegeben. Von amerikanischer Seite heißt es, dass der Trupp unter Feuer geraten sei - und zwar zuerst -, weswegen die Luftunterstützung angefordert wurde. Bevor aus der Luft geschossen wurde (aus Apache-Hubschraubern und einer AC-130) hätten nach Angaben der USA Kampfflugzeuge gewarnt: "low-level, high-speed passes by F-15E fighter jets". So müsste doch eigentlich für die pakistanischen Grenztruppen klar gewesen sein, dass es sich um keine Talibankämpfer handelt, mit denen sie sich Feuergefechte liefern. Eine Antwort darauf haben pakistanische Vertreter bislang nicht gegeben.

[ nachträglich editiert von usambara ]
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24.12.2011 02:23 Uhr von ElChefo
 
+1 | -1
 
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usambara: "120 afghanische und amerikanische Soldaten aus Sondereinheiten kann man wohl kaum als normale Patrouille bezeichnen"

Natürlich kann man das. Es kommt immer auf Missionsprofil und auch die Reichweite einer solchen Operation an. Gerade, wenn es Operationen mit "joint" Kräften sind, also ISAF und ANA, kommt es zu grösseren Zahlen der Kontingente, da die Afghanen "on-the-job" trainiert werden. Daran gemessen verbleiben vielleicht 40-50 ausländische Soldaten als Patrouillenlkräfte, 10 als Verbinder, 50 als Trainees und weitere 10 als Unterstützer und Ausbilder. Nur mal so als Beispiel. Das summiert sich recht flott nach oben, gerade, wenn man mit einkalkuliert, wie hoch die Personalfluktuation bei den Afghanen bei einem TIC ist.

Auch sollte man deutlich die Bedeutung von "Sondereinheiten" differenzieren. Aufklärer sind beispielsweise "spezialisierte Kräfte", genauso wie Nachschieber und Verbindungstrupps und EloKas. Dann kommen noch "Spezialkräfte", etwa KSK-Trupps oder halt SEALs, Ranger, Delta, Gebirgsjäger... der Begriff ist militärisch deutlich genauer zu ergründen als es die Medien tun. Nicht jede "Sondereinheit", die mal in Berichten auftaucht, ist gleich ein Trupp schwarz-vermummter Rambos wie in den Filmen.

"Von pakistanischer Seite wird das Argument vorgebracht, (...)"

Nimm da mal als Beispiel den Irak. Da wurde beispielsweise ein einzelner Challenger 2 der Briten abgeschossen. Von einem eigenen Challenger.
Es kam sogar zu Friendly Fire Vorfällen unter Amerikanern, Briten und auch Polen. Sowas kommt halt vor, ist tragisch, keine Frage, führt aber bei weitem nicht zu solchen (diplomatischen) Zwischenfällen.

"So müsste doch eigentlich für die pakistanischen Grenztruppen klar gewesen sein, dass es sich um keine Talibankämpfer handelt, mit denen sie sich Feuergefechte liefern. Eine Antwort darauf haben pakistanische Vertreter bislang nicht gegeben."

...und genau darauf läuft es hinaus.
Trotzdem wird wieder mal Amerika verteufelt, auch von pakistanischer Seite. Entzieht sich vollkommen dem Verständnis.

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