22.12.11 19:54 Uhr
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Selbstgespräche sind laut Bundesgerichtshof kein Beweis mehr vor Gericht

Das Abhören von Selbstgesprächen von mutmaßlichen Verbrechern ist verboten. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden. Selbstgespräche seien Teil des "absolut geschützten Kernbereich der Persönlichkeit", so das Gericht in der Urteilsbegründung.

Der Grundsatz, dass "die Gedanken frei" seien gelte demnach nicht nur für das gedachte Wort sondern auch für Selbstgepräche. Verboten sind Aufzeichnungen von "Äußerungen ohne kommunikativen Bezug" die an einem nicht öffentlichen Ort getätigt werden.

Eine Folge des Urteils ist das Wiederaufrollen des Falls "Mord ohne Leiche". In einem Urteil hatte das Landgericht Köln ein Trio wegen Mordes verurteilt. Indiz war ein Selbstgespräch von einem Verdächtigen im Auto. Nun muss neu verhandelt werden.


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gericht, Beweis, Bundesgerichtshof, Selbstgespräch
Quelle: www.tagesschau.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.12.2011 19:54 Uhr von Borgir
 
+0 | -1
 
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Fragt sich jetzt wo genau der kommunikative Bezug aufhört oder anfängt. Das ist wieder so eine Auslegungssache und hat somit nichts mit einem klaren Urteil zu tun.
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22.12.2011 20:37 Uhr von architeutes
 
+5 | -0
 
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Großhirn an Kleinhirn weist Du schon das neueste ? Nein , jetzt labere mich nicht mehr voll ,ich will fernsehnnnnnn .


[ nachträglich editiert von architeutes ]
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23.12.2011 23:02 Uhr von WiKaBot
 
+1 | -0
 
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Ich riech den Braten schon …: … Meinungsfreiheit ist eines unserer höchsten und heiligen Güter (auch die selbstgesprächige). Sieht mir alles sehr nach einer dramatischen Verschärfung derselben aus. Der Kampf darum ist bitter und wird teilweise sogar schon mit Pfefferspray geführt oder mit noch härteren Bandagen angegangen … mit Video-Doku …

http://qpress.de/...

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