22.12.11 15:36 Uhr
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Frankreich/Türkei: Armeniergesetz verabschiedet (Update)

Trotz heftigen Widerstandes der Türkei hat die Französische Nationalversammlung einstimmig für den Gesetzentwurf gestimmt, der die Leugnung des Genozids an den Armeniern unter Strafe stellt.

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass bei einer Leugnung bis zu ein Jahr Haft und 45.000 Euro fällig werden. Die Türkische Regierung hatte im Vorfeld Widerstand geleistet und Frankreich, bei einer Erlassung des Gesetzes, mit Sanktionen gedroht (ShortNews berichtete).

Nach dem Votum in der Nationalversammlung muss allerdings noch der Senat darüber abstimmen, bis das Gesetz rechtskräftig ist.


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WebReporter: Acun87
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Türkei, Frankreich, Gesetz, Völkermord, Armenier, Leugnung, Verabschiedung
Quelle: www.stern.de

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20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.12.2011 15:36 Uhr von Acun87
 
+8 | -10
 
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Ich stehe dieser ganzen Geschichte sehr wage gegenüber. Darauf eingehen möchte ich nicht.

Sarkozy hat also nach 3 Jahren sein Versprechen an die Armenier eingelöst scheint mir. Wenigstens hat er bei seiner Stimmenjagd nach Wahlstimmen wenigstens sein Wort gehalten. Politiker machen das generell ungern.
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22.12.2011 15:38 Uhr von Rechthaberei
 
+6 | -8
 
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Es fehlen aber weiterhin die 650.000 toten Aramäer: die parallel zu den 1,1 Millionen Armeniern ausgerottet wurden. Die Armenier haben immerhin auch 400.000 Türken abgeschlachtet, die Aramäer hatten keine Türken getötet.

http://christenfrei.blogspot.com/...


[ nachträglich editiert von Rechthaberei ]
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22.12.2011 15:39 Uhr von culturebeat
 
+4 | -14
 
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22.12.2011 15:59 Uhr von Canay77
 
+7 | -17
 
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22.12.2011 16:12 Uhr von Rechthaberei
 
+9 | -4
 
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@Canay: In Namibia wurden die Herero und Nama ausgerottet und es ist das auch als ein Völkermord anzusehen.
Deutschland würde deswegen niemals seinen Botschafter abziehen, wenn zum Beispiel Algerien oder ein anderes Land die Leugnung unter Strafe stellen würde.


[ nachträglich editiert von Rechthaberei ]
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22.12.2011 16:17 Uhr von Konstantin.G
 
+6 | -12
 
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Rofl: ausgerehnet Frankreich. Das Land in der ein Gesetzesvorwurf eingereicht wurde, um die Kolonialzeit und die Massaker durch Franzosen, in den koloniesierten Ländern, in Unterrichtsbüchern in Schulen schönzureden.

Tja, was tun Politiker nicht alles für Stimmen
..xD
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22.12.2011 16:18 Uhr von Canay77
 
+2 | -11
 
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@Rechthaberei: Ja, ja du hast recht

"...Diese Schädel waren seinerzeit nach Deutschland verbracht worden und konnten so nicht beerdigt werden. Mitglieder der namibischen Delegation beklagten sowohl vor wie während des Besuches eine weitgehende Ignoranz durch die Bundesregierung.[46] Während der Übergabefeierlichkeiten der Totenschädel kam es zu einem Eklat, als die einzige anwesende offizielle Vertreterin der Bundesregierung, Staatsministerin Cornelia Pieper, vorzeitig die Veranstaltung verließ und den namibischen Minister so brüskierte"

"Demgegenüber erklärte die Bundesregierung auf eine kleine Anfrage: "Zwischen der deutschen und namibischen Regierung bestand während des Besuchs der Herero- und Nama-Abgeordneten in Berlin, die 20 Totenschädel aus Berlin heimholte, Einigkeit in der Frage, dass Reparationsforderungen nicht Thema dieser Reise sein würden."
Wenn die namibier auf Geld gepocht hätten, hätte deutschland den Völkermord nicht anerkannt, da bin ich mir sicher!!

[ nachträglich editiert von Canay77 ]
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22.12.2011 16:21 Uhr von Montrey
 
+10 | -3
 
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Ja gott sei: Dank kann man die Armeniern nicht den Deutschen unterjubeln.
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22.12.2011 16:40 Uhr von Rechthaberei
 
+6 | -3
 
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@Globi: Das nächste mal liest und informierst du dich besser mal vorher als "Nichtwissender":

http://christenfrei.blogspot.com/...


[ nachträglich editiert von Rechthaberei ]
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22.12.2011 16:59 Uhr von UntoTheLocust
 
+7 | -2
 
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Kindergarten: Im Grunde ein gutes Zeichen, das Frankreich hier setzt.

Die Leugnung von Völkermord, wo auch immer, von wem auch immer, sollte grundsätzlich *überall* unter Strafe stehen. So wie eben auch hier in Deutschland vollkommen zu Recht (!!!) die Leugnung des Holocaust unter Strafe steht.

Das Abziehen der türkischen Botschafter aus Frankreich ist einfach nur kindisches Verhalten, salopp gesagt "beleidgte Leberwürst´".
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22.12.2011 17:07 Uhr von GeneralDistater
 
+10 | -4
 
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gnihihihi

jetzt haben die türkis wieder was zum heulen..
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22.12.2011 17:33 Uhr von tutnix
 
+3 | -3
 
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liebe franzosen, macht es doch gleich richtig: anstatt generell das leugnen von geschichtlichen fakten strafbar zu machen, wird hier kinkerlitzchen betrieben.

[ nachträglich editiert von tutnix ]
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22.12.2011 17:44 Uhr von ArrowTiger
 
+2 | -1
 
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@UntoTheLocust: -- "Im Grunde ein gutes Zeichen, das Frankreich hier setzt."

Ich kenne die Hintergründe nicht, frage mich daher allerdings, warum Frankreich ein solches Gesetz verabschiedet? Wenn die Türkei ein solches Gesetz verabschieden würde - analog zu unseren Gesetzen bzgl. Holocaustleugnung - könnte ich das ja noch nachvollziehen. Aber was hat Frankreich mit dem Völkermord von Türken an Armeniern zu tun?

-- "Die Leugnung von Völkermord, wo auch immer, von wem auch immer, sollte grundsätzlich *überall* unter Strafe stehen. So wie eben auch hier in Deutschland vollkommen zu Recht (!!!) die Leugnung des Holocaust unter Strafe steht."

Na ja, man kann jeden Blödsinn unter Strafe stellen. Wenn ich als Einzelner einen im wesentlichen belegten Völkermord leugne, gebe ich mich doch höchstens der Lächerlichkeit preis. Was an einer persönlichen Idiotie da jetzt so sehr straffähig sein soll, daß einem gleich bis zu einem Jahr Haft und 45.000€ Strafe ins Haus stehen, will sich mir nicht erschließen. Das Ganze riecht eher nach einer politischen Aktion von Sarkozy (der im übrigen auch alles andere als ein Ehrenmann ist!).

Anders mag man das natürlich sehen, wenn eine solche Leugnung politische Ziele verfolgt und/oder von Institutionen ausgeht. Aber als Einzelstimme?
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22.12.2011 19:00 Uhr von XFlipX
 
+3 | -1
 
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"was tun Politiker nicht alles für Stimmen"..LOL: Wie wahr....LOL

Sultan Erdo wollte Anfang 2010, um den starken Mann an der Heimatfront spielen zu können im Streit mit Schweden (gleiche Problematik), 100.000 "illegale" Armenier des Landers verweisen.

"Erdogan droht Armeniern mit Massen-Abschiebung"

http://www.focus.de/...

XFlipX
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22.12.2011 21:46 Uhr von UntoTheLocust
 
+1 | -1
 
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@Arrow Tiger: Mit etwas Spitzfindigkeit könnte man aus der Formulierung deines Beitrags herauslesen, dass du den Genozid an den Armeniern sowie den Holocaust und ähnliches als "Blödsinn" bezeichnest.

Aber so sind wir ja nicht, gell? ;-)


Klar geht es Sarkozy um die Stimmen. Ein gutes Zeichen ist es trotzdem!
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23.12.2011 11:16 Uhr von ariyas
 
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waren denn die Parlementaria???
45 Abgeordnete stimmen ab, davon 38 pro 6 contra und einer hälts sich raus. In den Medien steht: Zustimmung mit gewaltiger Mehrheit;)))))

Der kleiner Feigling geht seit Tagen net ans Telefon.

So langsam bekommen alle schiss von der Türkei. Er hat es wenigstens gemerkt.
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23.12.2011 18:09 Uhr von ArrowTiger
 
+1 | -0
 
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@UntoTheLocust: -- "Mit etwas Spitzfindigkeit könnte man aus der Formulierung deines Beitrags herauslesen, dass du den Genozid an den Armeniern sowie den Holocaust und ähnliches als "Blödsinn" bezeichnest."

Oha! Dazu wäre allerdings ein schon groteskes Maß an Spitzfindigkeit nötig! ;-) Wie kommst du denn darauf?

Mich stört nur, daß es bei solchen Themen immer an Maßhaltigkeit oder Gleichmut zu mangeln scheint. Ob ein verwirrter Geist eine Tatsache leugnet oder nicht, ist doch im Grunde völlig egal. oder?
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25.12.2011 23:58 Uhr von nostre2008
 
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der Französische Industrieminister ähhh Armenische: Werdegang Devedjian (Armenier und Franz. Politiker)

Nach dem Abitur studierte Patrick Devedjian Jura und Politikwissenschaft und wurde Mitglied einer rechtsextremen Gruppe, um der Kapitulation des Christentums in Europa vor dem Islam entgegenzuwirken.

1970 wird Devedjian Anwalt, außerdem leitet er die philosophisch-politische Zeitschrift Contrepoint. Er arbeitet zusammen mit dem liberalen Denker Raymond Aron und wandelt sich in seinen politischen Einstellungen.

1971 tritt er in die gaullistische Partei ein. 1976 beginnt Chirac die Zusammenarbeit mit Devedjian. Gleichzeitig zeigt der Sympathien für die terroristische armenische Organisation Asala, deren Rechtsanwalt in Frankreich er war. Asala wollte mit Anschlägen auf den damals weitgehend aus dem Gedächtnis der Welt verschwundenen Völkermord der Türken an den Armeniern aufmerksam machen.

Der Unterschied zwischen Breivik und dem Franzosen? letzteres missbraucht seine Macht...
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26.12.2011 17:16 Uhr von jamara
 
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@rechthaberei du machst deinem nickname alle ehre
die türkei sagt wenigstens nicht zu allem ja und amin wie manch andere länder
http://www.youtube.com/...
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26.12.2011 18:06 Uhr von nostre2008
 
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Rechtsruck: In Europa wundert sich doch niemand mehr wenn Nazis in der Regierung sitzen oder Parteien mit 30% gewählt werden. Warum sollte es also auch irgend jemanden Interessieren was so ein Patrick Devedjian treibt...

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