CSU gegen BR: Parteizeitung wirft TV-Sender einseitige Berichterstattung vor
Der "Bayernkurier", die Parteizeitung der CSU, hat den Bayerischen Rundfunk (BR) angegriffen: "Rot-Grün sei massiv überrepräsentiert", heißt es unter anderem in einem Artikel. Besonders brisant sind die Anschuldigungen vor dem Hintergrund, dass der BR jahrzehntelang als "Haus und Hof"-Sender der CSU galt.
Der "Bayerkurier" spricht von verschiedenen Bereichen im TV und Rundfunk, die gefärbt sein sollen. In der Vergangenheit war das Bild ein anderes: Der BR hatte sich immer wieder auf die Seite der CSU gestellt und zum Beispiel nach dem GAU in Tschernobyl 1986 eine unliebsame Kabarettsendung ausgeblendet.
Die Parteiführung ist von der Offensive der Zeitung nicht begeistert. Generalsekretär Alexander Dobrindt will sich die Redaktion vorknüpfen und sie "zu einem Gespräch bitten". Ministerpräsident Hort Seehofer soll den BR-Intendanten Ulrich Wilhelm angerufen haben, um sich zu distanzieren.