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22.12.11 07:26 Uhr
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Handelsblatt: EZB-Dreijahrestender gleicht Staatsfinanzierung via Druckerpresse

Über ein Sonderrefinanzierungsgeschäft gewährte die EZB am Dienstag Banken in der Eurozone extrem billige Zentralbankkredite mit dreijähriger Laufzeit. Die Banken saugten daraufhin mit fast einer halben Billionen Euro doppelt so viel EZB-Geld, wie ursprünglich erwartet (ShortNews berichtete). Die Methode hat Kalkül, so das Handelsblatt, da Steuerzahler haften.

Diese "beispiellose" Aktion diene nur vordergründig der Liquiditätsbereitsstellung. Tatsächlich werde hier per Notenbankpresse in großem Stil Geld in Schuldenhaushalte gepumpt, indem Geschäftsbanken unbegrenzt EZB-Gelder zum Aufkauf maroder Staatsanleihen zur Verfügung gestellt werden.

Mit den günstigen Krediten könnten nicht nur Interbankenkredite abgelöst, sondern auch Anleihen hoch verschuldeter Staaten - auf Risiko der Steuerzahler - aufgekauft werden. Denn es sei davon auszugehen, so das Wirtschaftsblatt, dass aufgrund beständig sinkender Standards für hinterlegte Wertpapiere genau diese wieder von der EZB als Sicherheiten akzeptiert werden könnten.


WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik / Europa
Schlagworte: Sicherheit, Bank, Kredit, EZB, Anleihe, Handelsblatt
Quelle: www.handelsblatt.com
Meinung des Autors zum Thema:
 
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2012 besteht alleine bei Italien, Spanien und Frankreich ein Refinanzierungsbedarf in Höhe von 700 Milliarden Euro. Draghi platziert aus diesem Grund einen weiteren Dreijahrestender für den 28. Februar 2012 - just dann, wenn zahlreiche der "tickenden Zeitbomben" fällig werden.
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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen Gerade noch rechtzeitig   
 
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22.12.2011 09:11 Uhr von bertl058
Wegen der Zeitbomben:

http://zigorimedia.wordpress.com/...

(Die hatten gar keine andere Wahl)
Kommentar ansehen Inflation   
 
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22.12.2011 10:02 Uhr von inabauer
Inflation auf Umwegen...

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