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EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark gibt Rücktritt aus politischen Gründen zu

Nicht persönliche, sondern politische Gründe sind der Hintergrund für den baldigen Rücktritt von Jürgen Stark aus dem Amt des Chefvolkswirtes der Europäischen Zentralbank. Gegenüber der Wirtschaftswoche zeigte sich der 63-Jährige enttäuscht, wie "sich diese Währungsunion entwickelt hat".

Stark kritisiert in dem Interview, die Politik habe versäumt, auf Warnungen der EZB vor Fehlentwicklungen zu reagieren und rechtzeitig auf nationaler Ebene Reformen einzuleiten. Es sei eine Illusion, die EZB könne diese Fehler nun geldpolitisch korrigieren.

Insbesondere die Hoffnung, die Krise durch Stützungskäufe von Anleihen strauchelnder Staaten zu lösen, berge die Gefahr, die EZB zu überfordern. Seit für Griechenland ein Schuldenschnitt signalisiert worden sei, konzentriere sich Athen nur noch darauf, "Reformen definitiv schleifen zu lassen".


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Rücktritt, Grund, EZB, Eurokrise, Jürgen Stark
Quelle: www.handelsblatt.com
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21.12.2011 16:05 Uhr von ArrowTiger
 
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Die EZB gehört überarbeitet: Gut, daß er geht, der finanzpolitische "Taliban": http://www.nachdenkseiten.de/...

Gerade Stützungskäufe und eine aktive Fiskalpolitik, wie es die meisten anderen Zentralbanken ja auch handhaben, wäre jetzt das Richtige, um die Finanzkrise und deren Spekulanten einzudämmen.

Falls ihm Jörg Asmussen auf den Posten folgt, wird es aber vermutlich noch schlimmer werden. Ausgerechnet ein Vertreter der Finanzwirtschaft als Chefvolkswirt der EZB, ist nicht gerade vertrauenserweckend...

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