Israel: Regierung trägt selbst Schuld an der Geschlechtertrennung
Am Wochenende prangerte der israelische Ministerpräsident Netanjahu bei einer Kabinettssitzung die Geschlechtertrennung durch ultra-orthodoxe Juden in öffentlichen Bussen an. Auch die Oppositionsführerin, Tzipi Livni, lobte Frau Tanya Rosenblit und verurteilte die Zustände im israelischen Nahverkehr.
Zurzeit empört sich in Israel ein Großteil der Politiker und die Hälfte der Bevölkerung über das Phänomen der Geschlechtertrennung, obwohl es schon eine langjährige Praxis in Israel war. Auch ist bekannt, dass Frauen immer mehr aus dem öffentlichen Raum gedrängt werden.
Dabei hat das israelische Transportministerium diese "streng koscheren" Buslinien erst durch neue Gesetzgebungen möglich gemacht. Und durch eine fehlende direkte Definition des Gesetztes wird dies nun von den Ultra-Orthodoxen zur Geschlechtertrennung ausgenutzt.