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Wirtschaftswissenschaftler nennt Weihnachten eine "Orgie der Wertvernichtung"

Laut dem amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler Joel Waldfogel ist Weihnachten eine pure "Orgie der Wertvernichtung".

Der Professor für Angewandte Wirtschaftswissenschaften an der University of Minnesota betreibt seit Jahren "Weihnachtsforschung" und stellte fest, dass die meisten Beschenkten nichts mit ihren Präsenten anfangen können.

Das Ganze käme volkswirtschaftlich gesehen einem Wohlfahrtsverlust gleich, im Prinzip könne man das Geld gleich anzünden. Sein Fazit: "Gäbe es irgendein Regierungsprogramm, durch das auf diese Art Geld verschleudert würde, dann wären alle stinksauer."


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Wirtschaft, Weihnachten, Wissenschaftler, Wert, Orgie
Quelle: www.sueddeutsche.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.12.2011 12:28 Uhr von artefaktum
 
+13 | -12
 
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Der Mann sollte mal den Kopf aus seinem Elefenbeinturm stecken und frische Luft dran lassen. Gerade bei Ökonomen gibt es genug weltfremde Fachidioten.
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20.12.2011 12:53 Uhr von Intolerant
 
+28 | -1
 
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Soviel Werte: die auf dem Finanzmarkt vrnichtet werden kannst du in einem Menschenleben eh nicht als Geschenke verbraten...
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20.12.2011 12:57 Uhr von Freggle82
 
+5 | -1
 
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Das Fazit ist genial! Die Regierungen (zumindestens die Europäischen) werfen das ganze Jahr über Geld zum Fenster hinaus.
Ob es denen etwas bringt, an die sie es geben ist m.M. höchst fraglich. Auf jeden Fall vernichten diese das Geld anstatt daraus etwas zu machen.
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20.12.2011 13:01 Uhr von buluci
 
+10 | -0
 
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Weihnachten=Massenwahn: Genauso isses. Dieses zwanghafte Verhalten sorgt ja noch in anderer Hinsicht für Ungemach, nämlich der allen schlechthin bekannte "Weihnachtsstreß" in Familie und draußen vor der Tür.
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20.12.2011 13:32 Uhr von Abdul_Tequilla
 
+6 | -1
 
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Weihnachten ist für viele Branchen das, was WSV und SSV für die Bekleidungsindustrie ist: Ein Verramschen von Dingen, die die Lager - und somit den Platz für Neues - blockieren.

Ein Bsp.: MediaMarkt oder Saturn haben veraltete Technik in ihren Regalen, die sie z.Zt. unter Zurhilfenahme gigantisch angelegter Werbekampagnen auf den Markt werfen. Man vergleiche einfach mal, welche BluRay-Player in den Bestenlisten ganz oben stehen - und welche Ränge jene BluRay-Player belegen, die in den Kaufhausregalen zu finden sind.

Eine Kampagne von MediaMarkt finde ich ganz gut: Sie "garantiert", dass der Preis nach Weihnachten nicht fallen wird. Das muss er auch nicht, denn die veralteten Produkte, die jetzt unter die Leute gebracht werden, werden nach Weihnachten gar nicht mehr in den Regalen zu finden sein. So einfach ist das.

Weihnachten ist demnach keine "Orgie der Wertvernichtung" - sondern eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit.

[ nachträglich editiert von Abdul_Tequilla ]
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20.12.2011 13:40 Uhr von artefaktum
 
+6 | -0
 
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@Abdul_Tequilla: Du hast recht. Unser Wirtschaftssystem ist ja gerade darauf angewiesen, dass sich Menschen viel mehr kaufen als sie eigentlich wirklich(!) brauchen. Die ganze Werbung will uns ständig einreden, was wir angeblich alles brauchen, um glücklich zu werden (was ja im Grunde gar nicht stimmt.) Der unkritische Konsument, der sich deutlich mehr anschafft als er braucht und diese Sachen dann auch ständig neu kauft, ist ideal.

"Eine Kampagne von MediaMarkt finde ich ganz gut: Sie "garantiert", dass der Preis nach Weihnachten nicht fallen wird."

Der Trick ist da meines Wissens nach etwas anders. Dieses Angebot gilt nämlich nur bis zum 6. oder 7. im Januar. Also gerade mal zwei Wochen nach Weihnachten.
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20.12.2011 18:00 Uhr von ThomasHambrecht
 
+3 | -0
 
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So was gibts bei uns nicht meine Freundin weiss was sie will und lässt mich ihr Geschenk im Internet bestellen. Das kann dann auch mal 4 Wochen vorher sein. Und schon 2 Monate vor ihrem Geburtstag sagt sie was sie zu dem Tag will. Das mag nicht romatisch sein - aber für mich als dummen Mann sehr einfach.
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20.12.2011 21:23 Uhr von aquilax
 
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