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Ratingagentur Moody´s stuft Belgien in der Kreditwürdigkeit herab

Die US-Ratingagentur Moody´s hat Belgien in seiner Kreditwürdigkeit heruntergestuft. Das Land habe einen relativ hohen Schuldenstand. Das Rating wurde von Aa1 auf Aa3 herabgesetzt. Die Regierung des Landes nahm bisher keine Stellung zur Herabstufung durch Moody´s.

Die Agentur Fitch hatte zuvor bereits mehreren anderen europäischen Ländern mit einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit gedroht. Unter anderem waren damit Frankreich, Italien und Spanien ins Visir von Fitch geraten.

Allerdings wurde für Frankreich bereits das Spitzenranking von AAA bestätigt. Allerdings sei der Ausblick für das Land nicht mehr stabil sondern negativ. Das Urteil für unter anderem Zypern, Slowenien oder Irland fiel schlechter aus: Es droht innerhalb von drei Monaten eine Herabstufung.


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Belgien, Ratingagentur, Moody´s, Kreditwürdigkeit
Quelle: www.tagesschau.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.12.2011 15:52 Uhr von Borgir
 
+5 | -2
 
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Da wird von den US-Agenturen vollkommen Willkürlich herabgestuft oder gedroht während die USA nicht besser dastehen. Vielleicht sollten sich die US-Agenturen einfach mal aus Europa raushalten. Ich frage mich ohnehin, wieso die so viel Macht haben. Dass da gemauschelt wird ist doch vorprogrammiert.
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17.12.2011 16:04 Uhr von Katzee
 
+5 | -1
 
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Nicht nachvollziehbar: Nach monatelangen Streiterein hat Belgien endlich wieder eine Regierung, die noch dazu ein Sparvolumen von 10 Mrd Euro, für ein so kleines Land ein Riesenpaket, aufgestellt hat. Und jetzt wird das Land herabgestuft? So etwas nenne ich Willkür der übelsten Sorte. Es wird Zeit, dass dieser Ami-Ratingmist endlich verboten wird. Diese Agenturen machen Politk und verschärfen Krisen in nicht mehr hinnehmbarer Art und Weise.
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19.12.2011 13:05 Uhr von ArrowTiger
 
+1 | -0
 
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@Katzee: -- "Und jetzt wird das Land herabgestuft? So etwas nenne ich Willkür der übelsten Sorte. Es wird Zeit, dass dieser Ami-Ratingmist endlich verboten wird."

Ich bezweifle, daß sich die Bewertungen der Ratingagenturen nicht im Einklang mit der beabsichtigten Politik befinden. Eher sieht mir das Ganze sehr nach einem gezielten Programm im Sinne der von Naomi Klein beschriebenen neoliberalen "Schockstrategie" aus. Die von dir richtig erkannte Krisenverschärfung durch solche Maßnahmen ist nach diesem "Programm" also genau so gewünscht.

Dafür spricht auch, daß Merkel sich konsequent weigert, den Eurobonds zuzustimmen, die zumindest der Spekulation sofort das Wasser abgraben würden - was schon mal sehr viel zur Entspannung der Lage beitragen dürfte.

Sehr interessant und lesenswert hierzu ist folgende Analyse: "Schockstrategie für Europa
Die Kanzlerin ist keine „Getriebene“ der Finanzmärkte – sie folgt ihrem Kalkül: per Eskalation der Krise ganz Europa eine Politik der Entsolidarisierung aufzuzwingen", zu finden unter http://www.freitag.de/...

Den Verdacht hege ich ja schon länger, da mir diese koordinierten Maßnahmen sehr aus dem südamerikanischen Raum bekannt vorkommen. Die sind damit allerdings zum großen Teil schon wieder durch und haben die NeoCons einfach rausgeschmissen, sowie ein eigenes Wirtschaftbündnis ohne IWF & Co gegründet. Seither geht es in diesen Ländern wieder bergauf - und zwar deutlich gerechter für alle. (Bekanntes Beispiel derzeit wären z.B. Chile und Brasilien.)

[ nachträglich editiert von ArrowTiger ]

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