17.12.11 12:55 Uhr
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Wettbewerbsvorteile machen Deutschland zum größten Verlierer der Eurokrise

Hohe Exportüberschüsse machen Deutschland zum Verursacher und großen Verlierer der Eurokrise, so das "Handelsblatt". Dauerhafte Leistungsbilanzüberschüsse in einer Währungsunion würden letztlich in hohem Verlustrisiko mit der Folge von Forderungsverzicht, Schuldenschnitt oder Notenpresse enden.

Grund sei, dass weniger wettbewerbsfähige Eurostaaten mit Leistungsbilanzdefiziten unmöglich ewig Abnehmerländer auf Pump sein können. In einer gemeinsamen Währungszone würden zwangsläufig Transferunion und Umschuldung an die Stelle von Währungsabwertung und Drucken von Banknoten treten.

Angela Merkel unterliege dem fatalen Irrtum, das deutsche Überschussmodell auf die gesamte Eurozone übertragen zu wollen. Vielmehr sei eine Stärkung der deutschen Binnennachfrage durch bessere Entlohnung der Beschäftigten, Steuerkorrekturen und Flexibilisierung des Dienstleistungssektors dringend notwendig.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Export, Eurokrise, Verlierer
Quelle: www.handelsblatt.com

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.12.2011 12:55 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+20 | -4
 
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Nebeneffekt der Eurokrise ist die Katharsis. Das bedeutet Säuberung, Reinigung, Befreiung. Sie kann das sowohl im geistig seelischen Bereich erwirken als auch im körperlichen. Zu einer Katharsis kommt man durch Einsicht. Einsicht gewinnt man durch Klarheit, durch Erleben des Konfliktes in seinem Ursprung und dem Erkennen/Akzeptieren von Zusammenhängen. Erst dann kann man los lassen!

Unternehmensprofite vs. Arbeitseinkommen bis Finanzkrise-I: http://www.jjahnke.net/...



[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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17.12.2011 13:06 Uhr von Jolly.Roger
 
+24 | -0
 
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Das alte Thema: Anstatt die Binnennachfrage zu stärken und die eigenen Bürger zu mehr Konsum anzuregen, ihnen schlicht mehr Geld zum Leben zu lassen, verkauft man die produzierten Waren in Länder, die diese mit geliehenem Geld bezahlen.....oder eben auch nicht.

Allerdings hat man beim Export eben meistens viele Abnehmer, die selten alle gleichzeitig in der Krise stecken. Deswegen haben sich viele in der 2008er Krise ja China und Osteuropa zugewandt.

Zweites Allerdings: Der Binnenmarkt ist meisens stabiler...Auf dem Weltmarkt braucht nur einer zu husten oder ne Zahl falsch einzutippen und schon ist Land unter.....

Die Schuldzuweisung ist aber auch etwas arg einfach. Schuld soll der sein, der die Waren anbietet und nicht der, der sich immer mehr verschuldet ohne selber etwas konkurrenzfähiges zu produzieren? Wieviele Kreditblasen sind schon geplatz bzw. werden noch platzen?

Der große Irrtum war, dass man glaubte, verschiedenste Volkswirtschaften zu einer Zusammenfassen zu können, und dass die produktiven die Füße still halten und auf ewig die schwächeren mitziehen.
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17.12.2011 13:09 Uhr von artefaktum
 
+18 | -1
 
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Wow! Ist diese Erkenntnis, dass eine Wirtschaftspolitik die auf Teufel komm raus nur den Export befeuert, nicht nur gut ist? Und dann noch die Forderung nach nach einer Stärkung der Binnenkonjunktur, was auch höhere Löhne bedeuten würde! Und das alles im Handelsblatt? Es geschehen noch Zeichen und Wunder.
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17.12.2011 13:28 Uhr von shadow#
 
+8 | -0
 
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@Jolly.Roger: Der beste Ansatz den Binnenmarkt zu killen, ist das was hier gerade abläuft.

Die "Eurokrise" ist zwar real, aber trotzdem zu einem guten Teil herbeigeredet. Mit Nachrichten vom Weltuntergang, den täglichen tendenziösen Meldungen hier und dem hanebüchenen Geschrei der Apostel der Apokalypse, die sich darauf freuen dass der einfache Arbeiter seine Ersparnisse verliert.
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17.12.2011 13:39 Uhr von LuckyBull
 
+5 | -1
 
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Bei einem Kauf eines Audi in England wird die Ungerechtigkeit besonders deutlich.

Wenn man sich als Deutscher ein solches Premium-Auto bei einem Händler in England kauft, ist eine 30-prozentige Einsparung gegenüber dem Kauf in "DE" garantiert.

Und das macht eine Menge "Kohle" aus, bei einem A5 beispielsweise mit 50.000 Euro Kosten. (15.000)
Was soll man dazu noch viel sagen...
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17.12.2011 13:46 Uhr von Ich_denke_erst
 
+7 | -9
 
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@LuckyBull: Und wenn ich mir einen A5 in England kaufe - was mache ich dann mit dem Lenkrad auf der rechten Seite in Deutschland?
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17.12.2011 14:00 Uhr von hofn4rr
 
+3 | -5
 
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die exporte in den eu-raum: waren vor einführung des euros höher.

die typischen schuldenländer konnten vorher ihre eigene währung abwerten, und somit ihre schulden unter kontrolle halten.

würden wir unsere wettbewerbsfähigkeit einbüßen, würde das alle eu-länder runterziehen.

aber genau das möchte man anscheinend erreichen mit der transferunion.

deutschland übernimmt sich mit den garantien und den maßlosen transferleistungen.

schon seit längerer zeit leidet unsere wirtschaft durch den transfer in strukturschwache gegenden. geld das eigentlich dringend hier in investitionen fließen sollte, um "wettbewerbsfähig" bleiben zu können.
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17.12.2011 14:18 Uhr von sicness66
 
+5 | -1
 
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Was ist da los? So ein Artikel im Handelsblatt ?!? Aber vielleicht kommt jetzt die Götterdämmerung...

[ nachträglich editiert von sicness66 ]
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17.12.2011 14:34 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+9 | -2
 
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@sicness66: Jep, Flassbeck und Lafontaine - kurzum die Volksdemagogen und Populisten schlechthin - lassen grüßen ;-)

Und das "Schlimme": Diese Links-Parolen werden langsam in Blättern wie Handelsblatt, FTD, Zeit, Spiegel & Co. hoffähig ;-)

Man muss sich wohl nach etlichen Jahren der systematischen Hirnwäsche und neoliberalen Endloskassetten daran gewöhnen: Wer höhere Löhne fordert, schädigt nicht die Volkswirtschaft und dem Euro - sondern er dient der Erhaltung des Wohlstands sowie der Gemeinschaftswährung ! Es wird dauern, bis sich das setzt.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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17.12.2011 15:28 Uhr von irykinguri
 
+3 | -2
 
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richtig: genau das ist das problem aber die leute sind zu dumm um es zu kapieren oder es umzusetzen. wie kann man in einer union sein und immer nur plus auf kosten anderer erwarten. komisch das es jetzt aufgedeckt wird aber keinen interessiert es. wie wikileaks.menschen sind asozial und scheissen auf andere oder wie kann man immer alles schön reden....

wikileaks ist ein gutes beispiel das sich nichst ändern wird
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18.12.2011 09:38 Uhr von Maoam2010
 
+0 | -2
 
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Immer wir..

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