16.12.11 20:34 Uhr
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Menschenrechtsverletzung mit Foltertod in Hamburg nicht verfolgt

Die vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte rechtsgültige Einstufung, die Verabreichung von Brechmitteln sei Folter, hat in der Bundesrepublik im Jahre 2006 zur Aufhebung dieser, von der Polizei gängigen Methode geführt, strafrechtliche und politische Konsequenzen blieben jedoch bisher aus.

Polizei, Gerichtsmediziner, Staatsanwälte und Hamburgs regierender Oberbürgermeister Olaf Scholz, der den Einsatz von Brechmitteln in Hamburg durchsetzte, sind als Verantwortliche für den Foltertod eines der Opfer bis heute nicht bestraft worden.

Die Staatsanwaltschaft sprach wegen einer Herzerkrankung des Opfers von einem "schicksalhaften" Vorfall. Ein Antrag der Eltern des Opfers auf ein Erzwingungsverfahren, wurde anschließend ebenfalls von der Staatsanwaltschaft abgelehnt, ohne Anhörung.


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WebReporter: Zitronenpresse
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Hamburg, Verletzung, Menschenrecht, Europäischer Gerichtshof, Todesfolge
Quelle: www.hintergrund.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.12.2011 20:34 Uhr von Zitronenpresse
 
+6 | -4
 
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Erinnert etwas an Brazil, da konnte der arme Folterer ja nichts von Puttles Herzschwäche ahnen, da sie ja nicht in Tuttles Akte stand!...

Mit Verbrechern, die sich in der Politik eingenistet haben, wird man so schnell leider nicht fertig.
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16.12.2011 20:40 Uhr von BoscoBender
 
+2 | -12
 
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16.12.2011 20:46 Uhr von culturebeat
 
+3 | -4
 
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es kommt auf die Umstände an: Hatte der Mann Drogenkugeln im Bauch an denen er sich ohne das Brechmittel hätte vergiften können?
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16.12.2011 20:46 Uhr von Zitronenpresse
 
+15 | -1
 
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@BoscoBender: Bravo - sehr gelehrig!

Wie alt sind wir denn heute?
13?
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16.12.2011 20:49 Uhr von Zitronenpresse
 
+4 | -1
 
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@culturebeat: In dem Fall ist die Verabreichung von Brechmitteln obsolet, da sich Frage, ob er Drogen im Bauch hat von selber klärt...
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16.12.2011 20:51 Uhr von culturebeat
 
+4 | -4
 
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@Zitronenpresse unterlassene Hilfeleistung: Wenn sich der Untersuchungshäftling daran vergiftet, ist der Polizist dran!

Viele Drogendealer verschlucken die Beweismittel, wenn sie erwischt werden. Der Stoff ist zu teuer um ihn einfach weg zu werfen.


Auswirkungen von Drogen:
http://www.blick.ch/...
krass!

[ nachträglich editiert von culturebeat ]
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16.12.2011 20:54 Uhr von netzantichrist
 
+8 | -1
 
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@zitronenpresse mit dem verhalten wird er auch keine 14 mehr..
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16.12.2011 21:01 Uhr von Bokaj
 
+3 | -1
 
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@culturebeat: Himmel, was für ein brutales grausames Zeug.

Solche Bilder müssen doch Angst machen, überhaupt noch irgendein Heroin zu spritzen.
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16.12.2011 21:07 Uhr von culturebeat
 
+5 | -2
 
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@Bokaj ja, schön wärs: Das ist mit Abstand das Schlimmste, was ich bisher diesbezüglich gesehen habe. Dennoch geht der Drogenhandel weiter.

Das Geschäft muss deshalb mit allen rechtlichen Mitteln und sämtlchen zur Verfügung stehen polizeilichen Massnahmen (inkl. Brechmittel) bekämpft werden.
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16.12.2011 23:23 Uhr von Zitronenpresse
 
+1 | -1
 
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@culturebeat: Dazu müsste mehr vorliegen als die bloße Vermutung, basierend auf vorherigen Aktionen anderer Dealer.

Ansonsten haben wir schnell vorauseilende Folter aufgrund theoretischer Gebilde.

Wird der Täter jedoch durchgehen beobachtet, liegt ja keine Vermutung mehr vor. Verschluckt er etwas, ist es ergo keine Folter mehr, sondern Nothilfe.

Alles klar geregelt!

Zu Deinem zweiten Betrag: Es hat sich längst gezeigt, dass derartige Mittel nix bringen.
In Portugal wurden Drogen legalisiert. Mit dem Effekt, dass die Zahl der Drogenabhängigen sinkt, zum einen, weil sich diese Leute helfen lassen, da sie ja jetzt nichts kriminelles mehr tun, zum anderen gibt es keine Beschaffungskriminalität mehr. Das wiederum führte zu erheblich weniger Neueinsteigern.

Das ist keine Theorie, sondern angewandte Drogenpolitik mit erkennbaren positiven Folgen.


[ nachträglich editiert von Zitronenpresse ]
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16.12.2011 23:42 Uhr von Zitronenpresse
 
+1 | -1
 
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Noch was für interessierte: hatte ich ganz vergessen, sehr informative Beschallung zum Thema:

http://alternativlos.org/...

Nur zu empfehlen, vor allem an culturebeat ;)
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17.12.2011 03:53 Uhr von iarutruk
 
+1 | -1
 
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bei berechtigtem grund, bewiesen durch röntgenaufnahmen, und der gefahr, dass so ein beutel im magen aufgeht und nach ärztlicher untersuchung über den gesundheitszustand des verdächtigen, sehe ich die verabreichung von brechmitteln keine folter.

wenn all meine punkte, die ich aufgeführt habe, eingehalten wurden, ist das a. zum wohle des verdächtigen und b. zur aufklärung einer straftat und verhütung, dass rauschgift unter die menschen kommt.
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17.12.2011 12:07 Uhr von Hawkeye1976
 
+2 | -0
 
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@iarutruk: Die Gefahr, dass diese Beutel beim Übergeben durch die übermäßigen Kontraktionen platzen ist wesentlich höher, als wenn das Zeug auf normalem Wege ausgeschieden wird.

Die Frage ist doch: Besteht eine besondere Dringlichkeit? In meinen Augen nicht, da alles den Körper früher oder später auf natürlichem Wege verlässt.

Wenn doch eine besondere Dringlichkeit besteht, dann hat eine solche Aktion im Krankenhaus unter ärztlicher Aufsicht stattzufinden. Und das auch nur in besonderen Ausnahmefällen.
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19.12.2011 20:29 Uhr von Zitronenpresse
 
+1 | -0
 
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In einem solchen Fall: empfehle ich Magen auspumpen.
- Keine Kontaktionen
- Bei Beschädigung des Beutels, immer noch eine geringe Gefahr
- keine Folter

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