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Niederlande: Bischöfe verheimlichten Missbrauchsfälle und deckten bewusst Täter

Die Deetman-Kommission arbeitet im Auftrag der katholischen Kirche in den Niederlanden und soll Missbrauchsfälle innerhalb der Kirche aufdecken. Heute brachte die Kommission einen Bericht heraus. Laut Bericht gab es bis zu 20.000 Missbrauchsopfer zwischen dem Ende des Zweiten Weltkriegs und 1981.

Von den geschätzten 10.000 bis 20.000 Opfern im kirchlichen Pflegesystem wurde etwa die Hälfte der Opfer mehrfach missbraucht. In vielen Fällen hielt der Missbrauch länger als ein Jahr an. Viele Opfer erlitten damals psychische und physische Schäden, worunter sie teils heute noch zu leiden haben.

In einer ersten Reaktion auf den 1.200-seitigen Deetman-Bericht, sagte Bischof Gerard de Korte, dass die Kirchenleitung falsche Entscheidungen getroffen hat, als man den Schutz missbräuchlicher Priester und das Ansehen der Kirche bewusst über das Wohl der Missbrauchs-Opfer stellte.


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WebReporter: Sijamboi
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Kirche, Täter, Niederlande, Missbrauch, Bischöfe
Quelle: www.rnw.nl

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