TSV 1860 München: Die Neonazis unter den Fans werden immer mehr
Mal wieder tritt der Sport beim TSV 1860 München in den Hintergrund: Unter den Fans sollen es immer mehr Neonazis geben. "30 bis 50 Personen, die ganz klar dem rechten Spektrum zuzuordnen sind, stehen regelmäßig im Block 132", so ein Fanbeauftragter. Andere Schätzungen gehen von 100 Personen aus.
Während der Spiele halten sich die Rechtsradikalen zurück, denn sonst droht ihnen Stadionverbot. Danach würden sie aber Sprüche wie "U-Bahn von St. Pauli bis nach Auschwitz" gröhlen. Auch Anhänger der NPD und des verurteilten Rechtsterroristen Martin Wiese wurden im Stadion gesehen. Gelegentlich werden Flugblätter verteilt.
Doch es gibt Widerstand unter den Fans: Nach einem Spiel in Cottbus kam es zu einer Prügelei zwischen Löwen-Ultras und den Neonazis und bereits seit mehreren Jahren gibt es die Vereinigung "Löwenfans gegen Rechts". Sie fordern ein härteres Durchgreifen des Vereins: "So schlimm war es noch nie."