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EFSF-Prospekt: Möglichkeit des Euro-Endes wird angedeutet

Der neue Prospekt-Entwurf für den überarbeiteten europäischen Rettungsschirm, den EFSF, enthält nach Informationen der "Financial Times" eine konkrete Warnung für Investoren, dass die Gemeinschaftswährung möglicherweise auseinanderbrechen bzw. kurz vor dem Aus stehen könnte.

Dieses Signal sei nicht ausformuliert, jedoch für Investoren unmissverständlich und von großer Tragweite. Angeblich debattieren zur Zeit Politiker über die EFSF-Formulierung, während britische Juristen und Banker behaupten, diesen Passus in der Endversion gelesen zu haben.

Die Warnung vor einem möglichen Euro-Zusammenbruch durch den EFSF übersteige in ihrer Dimension noch die Andeutungen Angela Merkels und Nicolas Sarkozys über einen möglichen Euro-Ausstieg Griechenlands.


WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik / Europa
Schlagworte: Euro, Zusammenbruch, EFSF, Prospekt, Möglichkeit
Quelle: www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de
Meinung des Autors zum Thema:
 
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Konkret geht es um den am Ende der insgesamt vier Seiten umfassenden Risiko-Auflistung um folgenden Satz:
"[R]isiken ausgehend von einem Referenzstaates, der das Nutzen des Euros als gesetzliche Währung beendet, oder das Ende des Euros als gesetzliche Währung."
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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.12.2011 16:28 Uhr von Baron-Muenchhausen
Hier nochmal die Original-Nachricht, da in der abgeänderten SN-Version bei Kernaussage 2+3 gar nicht mehr klar wird, wer was überhaupt sagt (die haben das einfach gestrichen ;-)):

--------------
EFSF-Prospekt: Möglichkeit des Euro-Endes wird angedeutet

Der neue Prospekt-Entwurf für den überarbeiteten europäischen Rettungsschirm EFSF enthält nach Informationen der Financial Times (FT) eine konkrete Warnung für Investoren, dass die Gemeinschaftswährung möglicherweise auseinanderbrechen bzw. enden kann.

Dieses Signal, so die FT, sei nicht ausformuliert, jedoch für Investoren unmissverständlich und von großer Tragweite. Angeblich debatieren zur Zeit Politiker über die EFSF-Formulierung, während britische Juristen und Banker behaupten, dieses Passus in der Endversion gelesen zu haben.

Die Warnung vor einem möglichen Euro-Zusammenbruch durch den EFSF, so die Online-Präsenz der "Deutsche Mittelstandsnachrichten", übersteige in ihrer Dimension noch die Andeutungen Angela Merkels und Nicolas Sarkozys über einen möglichen Euro-Ausstieg Griechenlands.
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[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
Kommentar ansehen Was wird dann aus der Schweiz?   
 
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16.12.2011 16:39 Uhr von culturebeat
Der Franken ist derzeit an den Euro gekoppelt (1 Euro >= 1,20 CHF).

Eigentlich sollte man dann doch auf der Stelle sämtliche flüssigen Devisen, die man hat, in die Neue Deutsche Mark oder den Nord-Euro umtauschen, bevor der Markt mit Franken überschwemmt wird und die Inflation zuschlägt.
Oder irre ich mich?
Kommentar ansehen Zu Risiken und Nebenwirkungen   
 
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16.12.2011 16:55 Uhr von Ich_denke_erst
fragen Sie ihren Bänker.
Natürlich gibt es das Risiko das die Eurozone auseinanderbricht. Es gibt auch das Risiko das die USA Pleite gehen. So eine Warnung muss in jedem Prospekt stehen.
Sonst kommen nachher wieder die Verlierer und klagen das sie nicht auf die Risiken hingewiesen wurden. Daraus aber gleich wieder eine Jubelarie auf ein freies Deutschland oder die Rückkehr zur DM zu machen ist realitätsfern.
Kommentar ansehen Eine Woche   
 
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16.12.2011 17:20 Uhr von bertl058
"Diese Warnung ist mehr als nur Rhetorik: Die australische Finanzmarktaufsicht hat die Banken des Landes angewiesen, sich unverzüglich auf die Folgen eines Euro-Crashs vorzubereiten. Der Zeitraum: eine Woche. "

http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/...
Kommentar ansehen @bertl058   
 
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16.12.2011 17:25 Uhr von Baron-Muenchhausen
Jep, die haben das sicher von ZeroHedge (oft so bei den Mittelstandsnachrichten). Hier kurz die Übersetzung aus den USA:

Australiens Banken wird eine Woche Zeit gegeben, sich auf die europäische Kernschmelze vorzubereiten

Obgleich uns zuvor umfangreiche Horror-Geschichten über Banken erzählt wurden, die sich für den Fall eines Scheitern des Euro-Gipfels auf den Weltuntergang vorbereiten sollen (der letzte und größte fand am letzten Freitag statt und war unter anderem dafür vorgesehen den Krebs zu heilen), und sie soweit gingen, dass man über Vorbereitungen der Wiedereinführung der Drachme auf einer irgendwann festgelegten Basis lesen konnte, verschwanden sämtliche Weltuntergangs-Spekulationen, als der Gipfel vorbei war (und es klar war, dass das Medien-Getue nicht zum Korrigieren der bereits gemachten Fehler beitragen würde und es am besten wäre, die Bedrohung der „Wirklichkeit“ aus der öffentlichen Wahrnehmung ganz verschwinden zu lassen), auf einen Schlag – schließlich mahnen nun Leute, dass die Dinge noch schlimmer als je zuvor stehen. Bis heute.

Laut „Australien Finance Review“ (link – Account erforderlich), wurde Banken in Australien und Neuseeland durch die Aufsichtsbehörden eine Woche Zeit gegeben, einen Stresstest durchzuführen, um zu testen, wie sie mit einer Steigerung der Arbeitlosigkeit, Verfall von Eigentumspreisen – ausgelöst durch die EU-Schuldenkrise – zurechtkommen. Kurzum mit einer Europäischen „Kernschmelze“. Und da wir leider keinen direkten Zugriff zu dem Artikel haben, überlassen wir es „Bloomberg First Word“, uns den Artikel näher zu beschreiben:

Die Australische Regulierungs- und Aufsichtsbehörde gibt ein Worse-Case-Szenarium von 12% Arbeitslosigkeit, 30% Verfall der Hauspreise, 40% Absturz bei Gewerbe-Liegenschaften vor, so AFR

Die Banken sollen diese Abschreibungen annehmen, darüberhinaus sind mildernde Maßnahmen nicht verfügbar; ein späterer Stresstest könnte vielleicht solche Schritt erlauben, so AFR.

Australische Banken haben Verlustrisiken von 87,2 Milliarden Euro gegenüber Europa in ihren Büchern stehen bzw. 2,7% ihres Vermögens, mit 74,6 Milliarden Euro vorwiegend gegenüber Kreditinstituten in Frankreich, Deutschland, Niederlande – so AFR, die RBA-Statistiken zitierend.

Warum ist das so bemerkenswert? Weil anders als zuvor, als Medienberichte wirklich Propaganda-Tricks waren, um europäische Politiker zur Zusammenarbeit zu bringen (was sich nun als unmögliche Aufgabe erwies), und nichts als rethorische Mittel waren – diese Zeit ist um, die Warnung ist real. Und – noch wichtiger – wir erhalten ein Gefühl der Dringlichkeit, die Verbindlichkeit einer einwöchigen Frist: Daraus ergibt sich die Frage, ob es wirklich so schlecht steht – und hat Europa wirklich ein wenig über eine Woche für globale Banken Zeit, um sich auf den unvermeidlichen Ausfall vorzubereiten?

Zu guter Letzt, wie lange dauert es, bis unsere eigenen besonnenen Oberhäupter entscheiden, dass es vielleicht Zeit wäre den für nächstes Jahre anstehenden Stresstest vorzuziehen – nur für den Fall, dass das „Undenkbare“ doch geschieht, und US-Banken am Ende in Panik in verfallen, während der Rest der Welt schon für das Worst-Case-Szenarium vorbereitet ist?

Wir sind zuversichtlich, dass Tim Geithner bezüglch all dieser offenen Fragen baldmöglichst auf uns zurückkommen wird.

Quelle: ZeroHedge (http://is.gd/...)

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
Kommentar ansehen Für mich klingt das so,   
 
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16.12.2011 18:48 Uhr von globi123
als ob man einfach mal so ins Blaue hinein feststellen will, welche Bank als nächstes von dem Verbrecherkartell Ratingfratze abgewürgt, pardon herabgewürdigt wird!

Sollte doch jedem Klar sein, dass eine Währungsreform bei der fortschreitenden Globalisierung zum Crash des Weltfinanzsystems führt und reihenweise die Institute umkippen!
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16.12.2011 21:06 Uhr von Mecando
"...während britische Juristen und Banker behaupten, diesen Passus in der Endversion gelesen zu haben. "
Schutzbehauptung.
Das britische Pfund steht dank dem aktuellen Kurs der Regierung selber vor einer Talfahrt.
Ein noch instabilerer Euro, evtl. sogar stürzender, wäre für das britische Pfund zwar auch nicht gut, aber immer noch besser als eine Isolierung bei gerettetem Euro.
Kommentar ansehen @Mecando   
 
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16.12.2011 21:40 Uhr von globi123
Ich bezweifle, dass die Engländer sich post mortem eine Schutzbehauptung herbeizaubern wollten, sondern das macht eher den Eindruck einer Verzweiflungstat! Sie suchen händeringend nach einer Erklärung, wie sie sich so dermaßen in der EU irren konnten. Ich bewzeifle, dass der Premier oder auch nur ein Vertreter aus dem Unterhaus sich überhaupt hätte vorstellen können, dass die EU sich mal geschlossen gegen das alte Empire stellen könnte.

Die Londoner Finanz-City ist nicht das Zentrum der Galaxis .. wer hätte das gedacht?

Vielleicht haben Sie ja jetzt erst erkannt, was für ein Fehler es war, ihre produzierende Wirtschaft zu zerstören und nur auf die Finanzwirtschaft zu setzen! Egal ob die EU gerettet wird oder untergeht - England wird Jahrzehnte brauchen, um auch nur ansatzweise wieder über eine funktionierende Schwerindustrie und Co zu verfügen!

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