Köln: Abwehrzentrum gegen rechte Gewalt nimmt Arbeit auf
Jahrelang konnten Neonazis in Deutschland rassistische Morde verüben, ohne dass sie von den deutschen Ermittlungsbehörden entdeckt wurden. Darauf hat Innenminister Hans-Peter Friedrich reagiert und am heutigen Freitag in Köln ein sogenanntes "Abwehrzentrum gegen Rechtsextremismus" eröffnet.
Fast 150 Beamte sollen dort arbeiten. Jeweils 50 Personen stellen das Bundeskriminalamt und der Verfassungsschutz. Auch aus anderen Ermittlungsbehörden aus Bund und Länder kommt Personal: Vom Bundesnachrichtendienst, der Bundespolizei, der Bundesanwaltschaft oder dem militärischen Abschirmdienst.
Zuerst solle sich das Abwehrzentrum um die Aufklärung der Taten rund um die Zwickauer Terrorzelle kümmern, so Innenminister Friedrich. Verfassungsschutzpräsident Heinz Fromm betonte aber, der Kampf gegen rechte Gewalt sei eine Daueraufgabe.