Bundesbank warnt vor Euro-Rettung via IWF: Deutschlands Risiko steigt erheblich
Die Bundesbank warnt vor wachsenden Risiken für Deutschland infolge der jüngsten EU-Beschlüsse zur Eurorettung. Um PIIGS-Staaten mit weiteren Milliardenkrediten via IWF stützten zu können, hatten die EU-Regierungschefs beschlossen, die IWF-Kasse mit 200 Milliarden Euro ihrer Notenbanken aufzufüllen.
Berlin erwartet aus diesem Grund die Verfügungsstellung von 45 Milliarden Euro durch die Bundesbank. Doch die Notenbanker fürchten, Rom und Madrid könnten schon bald um Rettungsmilliarden anfragen. Da der IWF vorrangigen Gläubigerschutz genießt, würden Kreditrisiken auf verbleibende Gläubiger abgewälzt.
Für nachrangige Kredite aus dem EFSF und insbesondere Deutschland ergäbe sich ein erheblich größeres Ausfallrisiko. Schon die Ankündigung von IWF-Hilfen, so die Bundesbank, zöge steigende Marktnervosität und Druck zu weiteren Hilfsmaßnahmen mit der Folge steigender Risiken für die Bundesbürger nach sich.