Nicht mal Lebensmittel kommen durch: Chinesische Polizei riegelt komplette Stadt ab
In der südchinesischen Kleinstadt Wukan in der Provinz Guangdong herrscht Ausnahmezustand: Staatliche Sicherheitskräfte haben den 20.000-Menschen-Ort völlig abgeschirmt, nachdem es dort in der letzten Woche schwere Unruhen gegeben haben soll. Nicht einmal Lebensmittel kommen durch. Auslöser war der Tod eines Mannes in Polizeigewahrsam.
Xue Jinbo verhandelte stellvertretend für die Bevölkerung mit der Regierung. Es ging dabei um Landverkäufe und Entschädigungszahlungen - weit verbreitete Gründe für Proteste in China. Nach seiner Festnahme soll Xue Jinbo zu Tode geprügelt worden sein, die Behörden beharren auf Herzversagen.
Der Aufstand gilt als der größte seit langem. Doch es ist nicht der einzige: 2010 wurden 180.000 Unruhen in ganz China beobachtet. Die Gründe für die Proteste sind oft recht ähnlich: Es geht um Landenteignung und Entschädigungen dafür, Umweltzerstörung, Polizeigewalt oder einbehaltene Löhne.