Fondsmanager Martin Siegel: Euro-Bürger werden in eine Inflationsunion gezwungen
Nach Überzeugung von Fondsmanager Martin Siegel werden die Länder der Eurozone binnen zwei Jahren in eine Fiskalunion mit gemeinsamen Haushalt gezwungen, in der eine Schuldenlösung über Gelddrucken statt Haushaltssanierung Realität sein könnte. Der Weg werde von Verfassungsbruch, Irreführung und Schwindel begleitet sein.
Längst hätten sich Politiker und Notenbanken auf Inflation geeinigt, so Siegel. Die Behauptung, eine Geldmengenausweitung allein führe nicht zu Inflation oder Preisanstiegen und könne durch schwache Wachstumsraten gedämpft werden, sei "dummes Zeug". Auch im Deutschland der 1920er Jahre habe es kein Wachstum gegeben.
Der Prozess der Geldentwertung setze sich mit steigendem Misstrauen immer schneller und unkontrollierbar in Gang. Leidtragende würden Arbeitnehmer, Sparer und Rentner sein und Versicherungsleistungen dahinschmelzen. Gewinner hingegen wären Investmentbanken, die Gelder zu extrem niedrigen Zinsen erhalten.