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Paradoxe Psyche: Teures Geschenk wird durch billiges Zusatzgeschenk entwertet

Psychologen von der Virginia Tech und der University of Michigan haben in einer Studie ein psychologisches Paradoxon herausgefunden, wonach Menschen ein teures Geschenk weniger wertschätzen, wenn sie dazu noch ein billiges bekommen.

So führt die Geschenkkombination - teurer MP3-Player und kleiner Gutschein zum Download - dazu, dass der teure Player abgewertet wird. Doch nicht nur bei Geschenken, sondern auch in der Werbung und in der Justiz greift dieses Prinzip.

Anwälte sollten demnach niemals wichtige Argumente mit weniger wichtigen mischen, denn so würden vor dem Gericht die wichtigen untergehen bzw. sogar abgewertet werden.


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Wissenschaft, Geschenk, Psychologie, Psyche, Abwertung
Quelle: www.spiegel.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.12.2011 13:40 Uhr von zkfjukr
 
+42 | -4
 
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Das: ist mal was interessantes: TOP!
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14.12.2011 14:09 Uhr von Floppy77
 
+20 | -2
 
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Dann einfach einen Gutschein für den: Download schenken und danach zum Aufwerten den MP3-Player.

Die besten Geschenke sind immer selbstgebastelt, da steckt am meisten Liebe drin.
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14.12.2011 14:09 Uhr von saber_
 
+4 | -1
 
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also meine paradoxe psyche entwertet meistens auch das teurere geschenk... aber nur deswegen weil ich mich ueber das "billige" einfach mehr freu...

auf die teuren kann ich meistens verzichten...

[ nachträglich editiert von saber_ ]
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14.12.2011 16:26 Uhr von mrsminou
 
+2 | -0
 
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lol: und was wenn der mp 3 player 30,- und der musicdownload-gutschein 60,- gekostet hat? ^^
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14.12.2011 16:47 Uhr von Mordo
 
+4 | -1
 
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@ cortexiphan: "So habe ich das immer bisher bei meinen Freunden gesehen, aber zur Kirche geht keiner von denen."

===

Volker Pispers hat mal sehr schön den Unterschied zwischen Sektenmitgliedern und Kirchgängern umschrieben (sinngemäß): "Sektenmitglieder glauben jeden Quatsch. Kirchgänger sagen 1x pro Woche, dass sie den ganzen Quatsch glauben."

Ich kenne allerdings auch nur wenige Menschen, die Kirchen jenseits von Hochzeiten und Beerdigungen betreten.
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14.12.2011 16:52 Uhr von Senfgeist
 
+2 | -4
 
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Frau? Naja, auch wenn jetzt viele auf Minus klicken, aber vielleicht erklärt es sich ja dadurch: Wenn in der STEINZEIT ein Kerl ne tolle Frau entdeckt, die wirklich klasse aussieht, voll sein Typ ist, alles stimmt und auf einmal: Oh... sie hat ein Kind! Schwupps, ist der Kerl weg, weil sie nen Kind von nem anderen Typen hat. Und auf einmal ist die "teure, tolle Frau" entwertet. Nur mal so als Denkansatz :-)
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14.12.2011 17:02 Uhr von unomagan
 
+0 | -1
 
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Nein: das ist Gier, man will einfach NOCH mehr Geschenke die teuer sind. Ganz normal also.
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14.12.2011 21:46 Uhr von Schwertträger
 
+1 | -1
 
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Bei manchen Kommentaren fragt man sich echt, ob die Leute nur die Überschrift gelesen haben und bereits zu faul waren, selbst eine kurze Shortnews zuende zu lesen.(Stichwort "Gier" und "verwöhnt").



@ H311dr1v0r:
Ja, populistisch ist der Pispes schon, .... aber manchmal auch lustig. Vor allem weiss ich nicht, wo der politisch eigentlich steht. Der schiesst kreuz und quer.
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15.12.2011 00:30 Uhr von Odysseus999
 
+2 | -1
 
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Naja: der Typ heisst mit Vornamen Volk-Er ;)
Oft ist der Name Programm^^
Jedenfalls solange, bis man dahintersteigt

Zu der News:
Nicht das teure Geschenk wird entwertet,
sondern nur das Gefühl der Freude.

Ist aber so oder so ein interessanter kleiner Bericht, wie ich finde, denn sicherlich spielt auch die Folge der Geschenkvergabe eine große Rolle.

Zuerst das kleine und billige Geschenk
und dann das große Geschenk -> doppelte Freude ohne Trübung

Ich frage mich manchmal, wieviel Geld solche Wissenschaftler und Psychologen für ihre Studien und Untersuchungen bekommen^^

Ich würde der Welt auch alle Ergebnisse von aufgestellten Theorien und Hypothesen OHNE jegliche praktische Untersuchung unterbreiten. dann geht alles viel schneller
Denn in der Schule habe ich mich auch immer gefragt, was das denn alles werden soll. Seltsame Spezies^^
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15.12.2011 08:38 Uhr von JesusSchmidt
 
+1 | -1
 
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die meldung ist käse. wahrscheinlich stimmt sie nur bei arschlöchern.

der wert eines geschenkes hat ja nix mit dem monetären gegenwert zu tun. geld hab ich selber - kaufen kann ich alleine.

viel wichtiger ist, von wem das gechenk kommt und was er sich dabei gedacht hat.

die meldung ist reine phantasie.
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15.12.2011 09:49 Uhr von Bibabuzzelmann
 
+0 | -1
 
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Hm...find ich nicht ^^: Wenn mir jemand ein Auto schenkt und ein CD-Radio dazu, dann find ich das Auto nicht weniger schlecht lol

Naja, vieleicht kommts dabei auch auf den Preis der jeweiligen Geschenke selbst an.....können ja Beide trotzdem gut sein, auch wenn das 2. etwas billiger ist :)

Auto und ein paar Socken würden mir aber auch nix ausmachen, stell ich gerade fest lol

Kommt echt auf die Geschenke an, somit ist diese Studie QUATSCH ^^

@Jesus
Da haste natürlich auch wieder Recht, die schönsten Geschenke mach ich mir meistens selbst...darauf sollte man net so achten, wenns von andern kommt.
Allerdings zeigen sie auch, wie sehr man einen kennt, wenn man immer nur "Müll" bekommt, dann liegt das vermutlich daran, dass der Schenker einen nicht wirklich kennt....unabhängig vom Preis der Geschenke, das kann dann schon etwas enttäuschend wirken.....vermutlich schenken deswegen so viele Menschen lieber Geld ^^

[ nachträglich editiert von Bibabuzzelmann ]
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15.12.2011 14:43 Uhr von Schwertträger
 
+1 | -0
 
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@JesusSchmidt: Und noch einer, der die Studie nicht verstanden hat.

Da der Mechanismus auch bei anderen Gelegenheiten greift, die mit Geschenken oder Geldwert nichts zu tun haben, scheint er gültig zu sein.
Meine Güte, immer diese Leute, die nicht fähig sind, sich mal wirklich kritisch selber zu beobachten!

Das Ergebnis der Studie ist korrekt, Gerade bei dem Argumentationsbeispiel vor Gericht leuchtet das völlig ein.
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15.12.2011 18:32 Uhr von Schwertträger
 
+1 | -0
 
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@Hi Pansy: Danke für Deine Ehrlichkeit und Offenheit (auch ehrlich).

Du hast schon Recht mit dem Argumentationsaufbau, wo zuerst die negativen und dann zum Schluss (weil, wie Du ebenfalls richtig sagst, das Zuletztgenannte am besten im Gedächtnis bleibt) die positiven Punkte kommen.
Da scheint es aber so zu sein, dass zu viele positive Punkte dann dem gesamtbild schaden. Weniger ist also mehr (da dieser Spruch schon sehr alt ist, wurde die Beobachtung also im Grunde schon viel früher gemacht. Die Studie hat es nur ausführlicher belegt).
Und wenn es mehrere Punkte gibt, muss man sehr darauf achten, die dramaturgisch gut aufeinander aufzubauen.

Ich habe die Studie noch nicht im Einzelnen gelesen, würde aber vermuten, dass wenn man das billige Geschenk vor dem teuren/ aus sonstigem Grund wertvollen geschenk überreicht, dass teure/wertvolle nicht entwertet wird.
Dann allerdings das günstige, dass praktisch dann nur Steigbügelhalter für das große Geschenk war. Somit hätte man sich das billige eigentlich auch sparen können.


Das Prinzip lässt sich allerdings auch auf alltägliche Begegnungs-Psychologie übertragen, auf Kontakt mit Menschen usw.

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