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Erkrath: Lokführer hält den Zug falsch an - Sehbehinderter stürzt ins Gleisbett

Die Wuppertaler Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt gegen einen Lokführer wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Vorgeworfen wird ihm, den Zug im Bahnhof so angehalten zu haben, dass der letzte Waggon noch nicht am Bahnsteig stand. Einem sehbehinderten Mann wurde dies zum Verhängnis.

Er wollte aussteigen und stürzte stattdessen ins Gleisbett. Der Mann wurde bei dem Unglück leicht verletzt.


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WebReporter: spencinator78
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Zug, Lokführer, Gleisbett, Sehbehinderter
Quelle: www.express.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.12.2011 09:28 Uhr von saber_
 
+38 | -10
 
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fehler passieren jedem menschen... aber dann direkt wegen fahrlässiger körperverletzung ermitteln...

tut mir leid, aber ich hab schon so einige sehbehinderte menschen im alltag beobachtet, und ausnahmslos keiner hat jemals einen schritt ins ungewisse gewagt...


vor allem der eintritt und der austritt aus einem schienenfahrzeug wird stets von vermehrtem ertasten der umgebung begleitet...


aber wie darf man sich nun die szene vorstellen?! die sehbehinderte person trat bis an die kante (angenommen der zug hat nicht diese uebersteilen treppen, sondern die flache einstiegskante) und dann lief er einfach weiter?

tut mir leid... aber wenn der zug korrekt zum stehen gekommen waere und vor der tuer eine mutter mit kinderwagen gestanden waer, dann waer die sehbehinderte person ja knallhart aufs kind gefallen?!

stock raus und umgebung abtasten....

aber hauptsache gegen den lokfuehrer wegen fahrlaessiger koerperverletzung ermitteln weil eine andere person wohl selber einen fehler begangen hat, der seinen eigenen fehler nur potenziert hat...
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14.12.2011 09:38 Uhr von Noquest
 
+8 | -30
 
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14.12.2011 10:02 Uhr von volpe
 
+14 | -5
 
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Wieso hat kein anderer Fahrgast die Situation bemerkt und den Mann aufgehalten? Werden die jetzt auch alle (falls denn jemand im Abteil war) angeklagt wegen unterlassener Hilfeleistung o.ä.?
Total überzogen. Fehler passieren halt. Das sollte Ärger vom Arbeitgeber geben, aber nicht direkt eine Anzeige.
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14.12.2011 10:30 Uhr von sagnet23
 
+11 | -0
 
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@ volpe: Verwechsle nicht Anzeige mit Ermittlungen. Bei Körperverletzung MUSS die Staatsanwaltschaft ermitteln, ohne dass via Anzeige um eine Ermittlung gebeten wird.
Und die Körperverletzung gleich wer die Schuld dafür trägt, muss nun mal Untersucht werden, und es wäre sicherlich schlimmer wenn die Bahn das intern regeln dürfte....
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14.12.2011 10:44 Uhr von Xaardas
 
+8 | -4
 
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jaja so ist das in Deutschland. Ich sehe das ähnlich wie saber_ möchte aber noch dazusagen, dass der Lokführer, der einer ehrlichen geregelten Arbeit nachgeht, mit diesem Eintrag in seiner Personalakte schon am Rande des Existenzverlustes stehen könnte.

Und ich spinne das ganze mal etwas übertrieben weiter (wer das nicht möchte, darf gerne den satirischen Teil überspringen und zum ende des Absatzes gehen):

An diesem offensichtlichen Unfall wird gleich Knallhart ermittelt, damit der faule unnütze Arbeiter ja sieht, dass er gefälligst fehlerfrei wie eine Maschine zu funktionieren hat. Also Exempel statuieren, hart verurteilen, dann überlegen sich vllt. gleich alle Arbeiter, was ihnen Blüht, wenn sie sich nicht aufs äußerste Anstrengen bei ihrer Arbeit....zumal es ja mindestens 8 Milliarden weitere Menschen nur darauf warten GENAU seinen job zu machen obwohl wir ja eigentlcih fast vollbeschäftigt sein sollten oder? Außerdem und sowieso haben ja nunmal alle Menschen in Deutschland mit Extremstrafen zu rechnen, allen voran die Gewaltverbrecher. Ist doch letztens erst wieder ein fast Mörder (mal so like: "U-bahn Schläger hat Besoffen einfach mal Bock jemanden Sterben zu sehen") und vorher schon massiv auffällig gewordener mit satten 10 hieben auf die Finger mit dem Rohrstock, 6 knallharten Schlägen auf den Hintern und einem Lolli für dannach schon fast ZU extrem bestraft worden.


/ENDE

nun aber ernsthaft zum Thema:
Ich muss gestehen, dass dieser Fehler schon nicht passieren und durchaus Konsequenzen haben sollte, ist glaube ich klar, zumal in erster Linie geklärt werden müsste, warum der Zug so ungünstig gestoppt wurde und warum keiner dem Sehbehinderten geholfen hat.

Ehrlich gesagt, würde ich nichtmal ausschließen, dass es dem Lokführer einfach an konzentration wegen überarbeitung mangelte. Aber naja alles reine Spekulation, ich für meinen Teil hoffe, dass der Lokführer nicht allzusehr bestraft wird (zumal wir in Deutschland echt andere Sorgen haben sollten als einen solch alltäglichen Unfall der dann die Gerichte nur unnötig mehr belastet....selbst mit verfolgungspflicht seitens Staatsanwalt)

[ nachträglich editiert von Xaardas ]
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14.12.2011 10:46 Uhr von ChickenCowboy
 
+7 | -3
 
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@sagnet23: Wenigstens einer der mal denkt. Außerdem hat es versicherungstechnische Gründe. Schließlich muss die Schuldfrage belastbar geklärt sein, damit überhaupt jemand dem verunfallten Fahrgast die Arztkosten blecht. So ist das nunmal.

Außerdem ist Bahnfahren nicht einfach nur ein Job, wie jeder andere. Der Fahrer hat nicht umsonst einen Personenbeförderungsschein und eine extra Fahrschule absolviert. Wenn einer ausm Taxi fällt kommt auch nicht der blöde Spruch "Fehler passieren". So ein hirnloses Gefasel.
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14.12.2011 11:02 Uhr von Feuerfaenger
 
+11 | -0
 
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Ich muss dank starker Sehbehinderung täglich die S-Bahn zwischen Düsseldorf und Mönchengladbach nehmen. Da ich auch immer im letzten Wagen im Fahrradabteil sitze kenne ich das Problem aus eigener Erfahrung. Es ist zwar sehr, sehr selten, aber es kommt bei bestimmten Haltestellen vor, dass die letzte Tür knapp vor dem Bahnsteig ist. Als Sehbehinderter verlässt man sich einfach darauf, dass der Bahnsteig dort ist wo man ihn bei den letzten 2000 Ausstiegen auch gefunden hat.
Die meisten schwer sehbehinderten Leute sind meist ohne Stock unterwegs, einem Blinden passiert so etwas in der Regel nicht. Die steigen dann eher mal, wie ich es in Hagen erlebt habe, auf der falschen Seite im Bahnhof aus.

Auf jeden Fall ist das eine sehr unglückliche Verkettung von Umständen uns sollte keine Folgen für den Zugführer haben. Soweit ich weiß, ist eine Strafrechtliche Verurteilung gleichbedeutend mit dem Verlust der Fahrerlaubnis für Personenzüge. Das halte ich für zu hart.
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14.12.2011 11:08 Uhr von saber_
 
+6 | -4
 
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@ChickenCowboy: also wenn ich aus dem taxi aussteig und direkt am bordstein haengenbleib und stuerz ist der taxifahrer schuld?

heutzutage versucht alles und jeder saemtliche schuld jemand anderem in die schuhe zu schieben...

vor paar jahren war ich grade dabei auf dem gehweg vorm haus schnee zu raeumen. ist ein wenig abschuessig. laeuft also ein etwas aelterer herr an mir vorbei und faellt hin und rastet foermlich aus und droht mir mit einer anzeige.

erstmal auf sich selber schauen ob man fehhler gemacht hat oder nicht....
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14.12.2011 11:24 Uhr von TieAss
 
+5 | -3
 
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@Saber: So ein Bullshit! Kuck dir mal die hahnebüchenen Klagen in Amiland an! Die verklagen alles und jeden und das zu aberwitzigen Streitwerten... Ami und aufstehen, dass ich nicht lache!
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14.12.2011 11:36 Uhr von TieAss
 
+2 | -0
 
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@Saber: Muss mich entschuldigen, du warst nicht gemeint!
@Wok! - Ich meine dich!
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14.12.2011 11:49 Uhr von EvilMoe523
 
+3 | -2
 
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@ wok! Aber du schließt doch auch auf das ganze Volk...


Bist du so dermaßen bekloppt oder tust du nur so? :D
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14.12.2011 12:08 Uhr von jackyX2007
 
+0 | -1
 
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krass: ta wieso ist er dann nit nch ein stück weiter gefahren oder warum hat ihm kein anderer fargast bescheid gesagt
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14.12.2011 13:47 Uhr von Feuerfaenger
 
+3 | -0
 
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@ jackyX2007: Weil man nicht jedem seine Sehbehinderung ansieht und es noch keine Kennzeichnungspflicht für Sehschwache gibt. Viele achten auch nur drauf das sie selbst möglichst schnell aus dem Zug kommen und dann steht man schnell allein vor der Tür ins Leere .
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14.12.2011 16:04 Uhr von CTGF
 
+1 | -0
 
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Mit einem Blindenhund oder Blindenstock wäre ihm das nicht passiert!
Wenn der Mann soooo schlecht sehen konnte, daß er nicht beim aussteigen sieht, das vor ihm kein Bahnsteig ist, sollte er doch wohl Hilfsmittel oder eine Begleitung bei sich haben.
Ich finde, er ist selbst Schuld!

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