12.12.11 20:18 Uhr
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Schweiz: Konsumenten kaufen für Unsummen in Eurozone ein

Die Schweizer geben in billigen Nachbarländern wie Deutschland, die den Euro als Zahlungsmittel haben, mehr Geld aus denn je. Der günstige Wechselkurs lässt 2011 zum Rekordjahr für Importe aus dem billigen Euro-Raum werden.

2010 kauften 7,95 Millionen Mal Schweizer in Deutschland ein und ließen sich die Mehrwertsteuer vom Zoll erstatten. Besonders stark profitiert in diesem Jahr Südbaden in Deutschland mit einer Milliarde Euro Umsatz von diesem Einkaufsboom.

Nicht nur grenznahe Schweizer fahren zum Einkaufen ins billige Deutschland. Für Zentralschweizer ist es mittlerweile ebenfalls attraktiv, ihr Geld im Euro-Raum auszugeben. Auch der Umsatz von ausländischen Versandhäusern stieg binnen eines Jahres um 28 Prozent.


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WebReporter: culturebeat
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Schweiz, Import, Eurozone, Ware
Quelle: www.tagesschau.sf.tv

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.12.2011 20:18 Uhr von culturebeat
 
+5 | -10
 
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Ich finde es lustig, dass man als Schweizer in Deutschland viel weniger zahlen muss als die Einheimischen, weil man die Mehrwertsteuer zurück bekommt.

Es macht wahnsinnig Spass, bei den Nachbarn auf der anderen Seite der Grenze einzukaufen und die freuen sich über unseren wertvollen Franken.

Das könnt ihr euch so vorstellen wie früher vor dem Euro, als die Deutschen noch Schnäppchen in Polen machen konnten.
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12.12.2011 20:23 Uhr von culturebeat
 
+4 | -2
 
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steuerliche Vorteile der Schweizer: 1. so kann man sich die 19% Mehrwertsteuer zurück holen:
http://www.finanzfrage.net/...

2. bei einem ortsüblichen Einstiegsgehalt von 80.000 CHF (64.000 Euro) für Ingenieure bleibt einem Alleinstehenden in der Schweiz nach Steuern, Sozialabgaben und Krankenversicherung jeden Monat knapp 5.000 CHF (4.000 Euro) Netto übrig. Nicht brutto.

Davon kann man auf der anderen Seite der Grenze viel einkaufen.
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12.12.2011 21:00 Uhr von blz
 
+6 | -6
 
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Diese Mwst: Erstattung gehört sofort abgeschafft.
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12.12.2011 21:07 Uhr von culturebeat
 
+2 | -12
 
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12.12.2011 21:07 Uhr von Perisecor
 
+16 | -3
 
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@ culturebeat: "(4.000 Euro) Netto übrig" "Davon kann man auf der anderen Seite der Grenze viel einkaufen. "

Oder sich eine 1-Zimmer-Wohnung mit Schimmelbefall, ohne Heizung und WC, in halbwegs stadtnaher Lage in der Schweiz mieten :)
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12.12.2011 21:17 Uhr von culturebeat
 
+3 | -5
 
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@Perisecor das ist falsch! Eine halbwegs zentrale 2-Zimmer-Wohnung mit 55 m2 in der Hauptstadt Bern kostet etwa 1010 CHF im Monat.

Weingartstrasse 31
3014 Bern

"Die Liegenschaft befindet sich im beliebten Breitenrainquartier, an ruhiger und kinderfreundlicher Lage. Das Stadtzentrum ist mit dem Bus oder Tram in wenigen Minuten zu erreichen. Einkaufsmöglichkeiten sind ebenfalls in der Nähe."

Dann bleibt dir noch 4000 CHF zum Leben. Das sind 3200 Euro.

[ nachträglich editiert von culturebeat ]
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12.12.2011 21:34 Uhr von Perisecor
 
+12 | -3
 
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@ culturebeat: Klar, aber welcher Ingenieur will schon in 55m² leben?

Die von dir genannte Wohnung war außerdem befristet mietbar, deshalb wahrscheinlich auch so günstig. Vergleichbare Wohnungen gehen locker bis 2,500CHF

http://www.home.ch/...

Klar, wenn man mit sowas http://www.home.ch/... (man beachte das Bad!) zufrieden ist, dann kommt man schon relativ günstig weg.


Vielleicht liegt´s auch an mir, ich bin zwar kein Ingenieur und verdiene mehr als 80k Brutto, aber ich finde 170m² für meine Freundin und mich durchaus angemessen - natürlich inkl. Doppelgarage, eigenem Garten, Terrasse (sowie Balkone oben), Hausmeisterservice etc.


Was stimmt ist, dass man in der Schweiz mehr Gehalt bekommt und u.U. mehr am Monatsende übrig hat. Was nicht stimmt ist, dass jeder in der Schweiz wie ein König leben kann - die Leute fahren ja nicht einfach so hunderte Kilometer, um in Deutschland einzukaufen. Sondern weil sie dadurch entsprechend viel Geld sparen können oder dieses Geld sogar sparen müssen.
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12.12.2011 21:54 Uhr von culturebeat
 
+2 | -8
 
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@Perisecor: Das Minus kommt nicht von mir sondern bestimmt von jemandem, der wohl auch gerne ein Bad mit Wanne hätte aber sich in Deutschland keine solche Wohnung leisten kann und deshalb beleidigt ist.

Das Foto scheint auch verzerrt oder gibt es so schmale Klobrillen?

3,5 Zimmer auf 66 m^2 sind auch in Ordnung und man ist ruckzuck in Downtown. 1200 CHF dafür ist wirklich günstig.

Ich möchte auch niemanden, der nicht hochqualifiziert ist, zum Umzug in die Schweiz ermuntern. In Deutschland so genannte "Fachkräfte" sind hier nicht unbedingt willkommen und verdienen auch nicht genug.
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12.12.2011 21:57 Uhr von Bud_Bundyy
 
+7 | -0
 
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@ culturebeat: Ja und der Auslandskonsum ist ja auch der Grund wieso die Einheimige Wirtschaft in der Schweiz wie bekloppt brummt ;)
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12.12.2011 22:01 Uhr von culturebeat
 
+4 | -7
 
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@Bud_Bundyy nein: Der Grund dafür ist die ausserordentlich hohe Schweizer Qualität.

Alles, was aus der Schweiz kommt, aber leider nicht alles, was in die Schweiz kommt, ist gut.
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12.12.2011 22:42 Uhr von blz
 
+7 | -0
 
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@culturebeat: Du bist wirklich ein witziger Kerl

Deswegen werden auch wie bekloppt in Deutschland Fachkräfte angeworden. Lehrer, Ingenieure usw.
Natürlich ist es nicht schlecht, wenn man Uhren und Messer machen kann, aber auch um die Deutsche Wirtschaft mache ich mir keine Sorgen.
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13.12.2011 07:11 Uhr von jpanse
 
+3 | -0
 
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Also: Ich zahle 1740 SFR.

95m² 2,5 Zimmer, mit Terasse und Parkplatz. Mit der S-Bahn 10 Minuten bis zum Züri HB.

Es gibt so Wohnungen da will man nicht einziehen...dazu gehören 3,5 Zimmer auf 45m² mit 2m² Balkon in so einem Punkthochhaus in Altstätten....

und noch was....die meisten "schweizer" die in DL einkaufen sind naja, sagen wir mal nicht unbedingt Eidgenossen...
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13.12.2011 07:12 Uhr von salisanra
 
+1 | -1
 
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naja: der euro war auch schon tiefer das niedrigste bei unter 1,10 franken. Man muss ja nicht unbedingt in zürich wohnen. Ich wohne auf ein kleinen Dorf im Aargau zahle für eine 4,5 zimmer wohnung mit 2 Bädern und Küche mit alles drinn und nebenkosten und garage 1640 Franken miete. Bin mit den Auto in 10 min Im kanton Zürich. da kann ich umsteigen auf S bahn und bin nochmal30 min Später in Zürich innenstadt. oder mit auto in 45 min in basel oder in 1 std in luzern oder bern.
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13.12.2011 10:05 Uhr von verni
 
+3 | -0
 
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Soso: also ich wohne in der Nähe von Zürich, nicht in der Stadt, bezahle für 100qm 2650 CHF, Familien-Einkaufen (normales) geht nicht unter 150-200 CHF wenn Fleisch dabei ist. Reperatur fürs Auto mal? Das haut heftig böse rein, selbst der kleinste Mist. Friseur gefällig? 50-60 CHF fürn Männer Haarschnitt im Durchschnitt. So... da wurde noch keine Versicherung, keine AHV (Vorsorge), Kein Bahnticket, keine Steuern, soziale Abgaben...und und und bezahlt. also wer meitn dass das alles Gold ist was da glänzt, der irrt gewaltig!
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13.12.2011 17:44 Uhr von culturebeat
 
+0 | -0
 
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@verni: Der Türke am Albisriederplatz (Relax 34) ist deutlich günstiger. Die aktuellen Preise weiss ich aber nicht auswendig. War aber 20-30 glaube ich.
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15.12.2011 15:19 Uhr von Schwertträger
 
+2 | -0
 
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Im Großen und Ganzen hat culturebeat schon Recht: Nur mit Bern als Beispiel hat er sich natürlich einen Wohnort ausgesucht, der relativ günstig ist, weil die Stadt auf Grund ihrer Lage nicht so sehr begehrt ist.
In einer Diskussion, wo es um den Einkauf in Deutschland geht, denkt man bei Stadt logischerweise in erster Linie an Basel oder Zürich. Und dort ist für besagtes Geld nichts zu bekommen.

Und einen Punkt habe ich noch, in dem er falsch liegt: Er sagte "alles, was aus der Schweiz kommt ist gut, aber nicht alles, was in die Schweiz kommt, ist gut". Das ist ein wenig idealistisch. Aber gut, sei ihm gegönnt. :-)


Aber wie gesagt, mit dem Rest liegt er schon richtig. Als Schweizer wäre man kurzfristig doof, wenn man nicht in Deutschland einkaufen würde. Langfristig richtet man damit aber natürlich Schaden im Inland an, dass muss einem klar sein.

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