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Gesundheit: Arthrose nicht direkt operieren

Wenn ein Patient unter Arthrose leidet, sollte man zunächst versuchen, die Beschwerden mit Physiotherapie zu lindern. Dazu rät der Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten. Eine Operation sollte nicht zu früh in Erwägung gezogen werden.

Durch gezielte Übungen könne man nicht nur Schmerzen lindern. Der Knorpelstoffwechsel könne ebenfalls angeregt werden und auch die Beweglichkeit der Gelenke könne stark verbessert werden. Einige häufig bei Arthrose angewendete Operationen zeigten keinerlei Erfolg.

Die Ergebnisse stammen aus dem diesjährigen Heilmittelreport der Barmer Krankenkasse. Bei Arthrose handelt es sich um eine Gelenkerkrankung, die sich durch den Rückgang des Gelenkknorpels und verringerter Gelenkflüssigkeit auszeichne. Ältere Menschen seien besonders betroffen.


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WebReporter: micluvsds
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Gesundheit, Heilung, Arthrose, Physiotherapie
Quelle: www.schwaebische.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.12.2011 19:02 Uhr von 338LM
 
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@Separis: aha, bei einem ein Knorpelschaden 4. Grades mit Osteophyten, Gelenkserguss und starken Schmerzen im Knie, Valgusgonarthrose und Fehlstellung in Hüfte und und USD ist eine TEP natürlich total überflüssig ?
Damit kann man nicht die Beinachse wiederherstellen, nicht die Fehlhaltung korrigieren, nicht die Schmerzen beim Gehen behandeln ?

In den meisten asiatischen Ländern fehlen halt die 15.000 € die eine Knie TEP kostet, du vergleichst hier Äpfel mit Birnen.

Schön dass du Physiotherapeut bist, dann bleib aber auch dabei. Operationsentscheidungen werden glücklicherweise von den Chirurgen mit den Patienten getroffen und ich kenne wirklich viele, wirklich sehr sehr viele Patienten mit Knie/Schulter/Hüft-TEP, denen damit ein ganz erhebliches Maß an Lebensqualität wiedergegeben wurde.

Du hast offensichtlich keine Ahnung aber dann halt dich auch mit solchen Behauptungen zurück.

Herr Physiotherapeut ^^
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12.12.2011 23:48 Uhr von 338LM
 
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@Separis: bitte belege die Behauptung "die meisten TEPs sind nicht nötig"

Ich halte das für ausgemachten Schwachsinn und ich habe sicher mehr als zweihundert Knie, Schulter und Hüftteps assistiert sowie die Patienten prä- und postop betreut.

Die Standzeit von TEPs überschreitet auch 20 Jahre (wenn der Patient dann noch lebt). Ein Wechsel ist zumeist nicht notwendig und wenn doch, so kann, gerade bei älteren Leuten der Wechsel ein Problem sein, da stimme ich zu.

Gelenkknorpel kann sich nur bis zu einem bestimmten Grad regenerieren, wie das mit bradytrophem Geweben numal ist. Auch Asianten altern, auch deren Mesenchym degeneriert, und erzähl mir nicht, es sei gesund am Tag 12 h in gebückter Haltung im Reisfeld zu stehen. Ich habe in Kambodscha, Vietnam und Laos viele alte Leute mit gravierenden Knochen-/Gelenkserkrankungen gesehen.

Falsch! Die Entscheidung zur OP trifft der Patient nicht alleine (denn er operiert sich auch nicht selbst), es ist eine Entscheidung des Operateurs MIT dem Patienten (wie ich übrigens geschrieben habe).
Deinen Beißreflex kannst du dir also sparen und stattdessen den Abschnitt in meinen vorherigen Post nochmal genau durchlesen.

Operiert werden Patienten auch nicht nach Röntgenbefunde, sondern nach klinischer Symptomatik.
D.h. selbst wenn der Gelenkspalt völlig aufgehoben ist und Ergüsse bestehen, kommen einige Patienten damit noch gut klar während andere fast in Ohnmacht fallen, wenn sie auftreten.

Bei den TEPs wird die Achsenfehlstellung miteinbezogen und durch die Gelenkstellung angeglichen.
Eine Valgusgonarthose lässt sich SEHR WOHL chirurgisch korrigieren.

Natürlich ist eine TEP nur ein schlechter Ersatz für ein echtes Gelenk, denn es ist eine Prothese.

Darum geht es aber nicht, denn das ist kein Eingriff aus Jux und Dollerei, die Patienten haben so einen hohen Leidensdruck, dass sie sich diesen großen Eingriffen und der anschließenden Reha unterziehen.
Das ist dann keine Gonarthrose im Anfangsstadium mehr, dass ist dann schon der Zustand, in dem der Patient kaum noch gehen kann vor Schmerzen und dann gibt es bis lang noch keine sinnvolle Alternative zur TEP.

Aber vielleicht kannst du ja durch Handauflegen hyalinen Knorpel da wachsen lassen, wo nur noch Verdichtungszonen sind ?

Physiotherapeuten haben mit Sicherheit eine Daseinsberechtigung.
Allerdings sind Physiotherapeuten auch keine Chirurgen für Orthopädie/Unfallchirurgie und sollten hinsichtlich ihrer Kommentare zu einem operativen Gebiet vielleicht doch etwas weniger selbstsicher auftreten.

[ nachträglich editiert von 338LM ]
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13.12.2011 15:53 Uhr von 338LM
 
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