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Durchbruch? - "Elektronische Zunge" soll bittere Tabletten schmackhaft machen

Kinder weigern sich oft Medikamente beziehungsweise Tabletten zu schlucken, die vom Arzt verordnet wurden. Damit dieser Umstand beseitigt wird, forschen Wissenschaftler im Medizinbereich seit drei Jahren an einer "elektronischen Zunge". In Wirklichkeit handelt es sich bei der Zunge um einen kleinen Roboter.

Der Roboter misst zuerst die Bitterkeit eines Arzneimittels und wertet diese aus. Anschließend wird der Bittertest an einem Menschen durchgeführt. So kann herausgefunden werden, wie jeder einzelne die Bitterstoffe schmeckt und die Arzneien somit geschmacksfreundlicher gemacht werden können.

"Die elektronische Zunge schmeckt also nicht, sie misst - und zwar objektiv und unbestechlich, im Gegensatz zur menschlichen Zunge", erklärt Jörg Breitkreutz, Professor für Pharmazeutische Technologie, der an der Forschung der Zunge beteiligt ist.


WebReporter: Crushial
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Durchbruch, Tablette, Zunge, Bitterstoff
Quelle: www.rp-online.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.12.2011 20:19 Uhr von madmoe
 
+3 | -2
 
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"Wissenschaftler im Medizinbereich": Eine kurze Info darüber, in welchem Land das entwickelt wird, hätte wohl noch in die News gepasst. Und wird es nur von diesem Land finanziert und weiterentwickelt, oder ist es ein internationales Projekt?
Die Tatsache, dass ein deutschstämmiger Professor mitforscht, ist auch kein eindeutiger Hinweis.

Aber trotzdem eine ungewohnt gute und informative News für diesen WebReporter ;)

PS: Mittlerweile leider auch ungewohnt gut für SN allgemein...
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11.12.2011 20:29 Uhr von Phoenix87
 
+5 | -0
 
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Laut neueren Studien hat bittere Medizin eine: höhere Wirkung als nicht-bittere.
Zurückzuführen sei das auf einen Placebo-Effekt durch die Erwartungshaltung "was bitter schmeckt, muss gesund sein".
(Analog dazu haben dickere Spritzen bessere Auswirkungen als kleine, kein Witz).
Von daher ist die Bitterkeit nicht ganz schlecht. ;-)

Deutlich einfacher wäre es meiner Meinung, Hustensaft einfach mit ner Art Spritze in den Rachen zu geben, das würde die Dosierung auch leichter machen. Bei Pillen könnte man dementsprechend eine Verkapselung vornehmen.

Generell ist das Gerät in Bezug auf diesen Verwendungszweck vielleicht ne nette Spielerei, aber mehr nicht. Außerdem: was bringt es, wenn eine Maschine zwar objektiv misst, die Empfindung aber dennoch subjektiv ist. Viele Menschen mögen bitteren Geschmack (Bitterschokolade, Grüner Tee, ...), und jeder empfindet anders. Schärfe z.B. wird auch von jedem unterschiedlich wahrgenommen (ist zwar kein Geschmack, sondern eine Form von Schmerz, aber als Beispiel trotzdem geeignet denke ich)

[ nachträglich editiert von Phoenix87 ]
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11.12.2011 22:10 Uhr von Sarein
 
+1 | -1
 
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oder einfach mary poppins style: a spoonful of sugar helps the medicine goes down
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12.12.2011 00:18 Uhr von bpd_oliver
 
+5 | -0
 
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Und: wenn die Pillen dann nach Kirsche oder Zitrone schmecken, halten die Kleinen die Dinger für Bonbons, und dann ist das Geschrei der Eltern wieder groß, wenn Klein-Kevin sich mit einer Medikamentenüberdosis vergiftet hat.

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