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Neue Verordnung beschneidet Rabatte von ausländischen Internetapotheken

Die "Berliner Zeitung" hat einen Bericht veröffentlicht der besagte, dass das Gesundheitsministerium an einer Klarstellung der Arzneimittelpreis-Verordnung für Internetapotheken arbeitet. Dies wurde bereits von einem Sprecher des Gesundheitsministers bestätigt.

Bisher war es so, dass Internetapotheken aus dem Ausland, wie die Kette Doc Morris, deutschen Kunden Rabatte einräumten, was zu Nachteilen für deutsche Onlineapotheken führte. Dies soll nun aber mit der neuen Verordnung beendet werden.

Die Zeitung berichtete weiter, dass dann für die ausländischen Apotheken nur noch kleinere Boni oder Zugaben im Wert von höchstens einem Euro erlaubt wären. Mit der Verordnung wird auch einem Urteil des Bundesverfassungsgericht nachgekommen.


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Internet, Apotheke, Verordnung, Gesundheitsministerium
Quelle: www.tagesschau.de

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11.12.2011 09:27 Uhr von frederichards
 
+18 | -0
 
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Das sind keine Rabatte: Die Medikamente kosten im Ausland weniger, weil die nicht so eine schönes Ausnutz-Krankenversicherungssystem haben wie wir, wo sich die Pharmazie nach belieben vollsaugen kann.

Klar muss dieser Zweig der Medikamentenbeschaffung unterhalb der Monopolpreise verhindert werden.

Und btw BUNDESGERICHTSHOF ist nicht das BUNDESVERFASSUNGSGERICHT! -

Sowieso sehr fraglich warum ein Einzelurteil des Bundesgerichtshofs Grundlage einer Gesetzesvorlage sein kann. Da müssten allgemeingültige Aussagen getroffen worden sein - was ich sehr bezweifel.

Also wieder nur Abzocke zusammen mit der geplanten Erhöhung der Arztbenutzungskosten (Praxisgebühr)!!!
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11.12.2011 10:18 Uhr von Aggronaut
 
+14 | -0
 
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Globalisierung: für alle, nur nicht für die Bürger.
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11.12.2011 11:05 Uhr von artefaktum
 
+10 | -0
 
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Wieso kann ein deutsches Ministerium Anbietern aus dem Ausland ihre Preisgestaltung vorschreiben?

Alle reden immer über "freie" Märkte, falls das zum Vorteil des Verbrauchers sein könnte, soll es dann aber nicht gelten?

Mit welcher Begründung kann man Unternehmen im Ausland die Preise vorschreiben, wenn sie günstiger sind als deutsche Anbieter?
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11.12.2011 14:55 Uhr von no_trespassing
 
+1 | -0
 
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Kein Wunder: Die FDP muss ja noch zusehen, dass sie ihre Lobby bedient, bevor 2013 Schicht ist.

Wie schon angesprochen wurde, freie Märkte gibt es nicht. Der Bürger darf bezahlen. Versucht mal, mehr als einen Tank plus 1 Kanister Sprit von Polen mitzunehmen.

Bei den Medikamenten ist es ja so, dass die im Ausland viel billiger sind. Der deutsche Pharmamarkt ist einer der margenstärksten überhaupt. Als die AOK zentral mit Rabatten einkaufen wollte, um so ihre Kosten zu drücken, hat man ihr das auch untersagt.

Die Wahrheit ist: Deutsche Apotheken verkaufen billiger die Re-Importe, die ebenfalls mal nicht-deutschen Staatsboden gesehen haben. Um dieses Zusatzgeschäft haben die deutschen Apotheken Angst, weil man billiger das Zeug gleich aus dem Ausland zusenden kann.
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11.12.2011 15:02 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+2 | -0
 
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FDP von wegen liberal: Die FDP gewährt Bestandsschutz und Wohlstandswahrung/steigerung für Apother und Ärzte, während das Restvolk unter sinkenden Reallöhnen ächszt - Liberalismus scheint nur außerhalb der Kliente zu geltenl. Das ist die traurige Wahrheit der FDP. Geht es um Ärzte und Apotheker, scheint jeder Wettbewerb von Anfang unerwünscht.

Gerade erst hat Bahr die Ausgaben-Deckelung für (Land)ärzte aufgehoben, ermöglicht ihnen sogar das Aufkaufen von freiwerdenden Ärztesitzen lästiger Konkurrenz etc... - nun also auch der Rückwärtsgang bei der den Apotheken.

FDP-Politiker Hasso Mansfeld brachte es vor wenigen Wochen auf den Punkt:

Zur Erinnerung: http://www.shortnews.de/...

"Hasso Mansfeld (FDP) glaubt, seine Partei laufe an der Hundeleine der Ärztelobby"

Die FDP hänge "wie die Junkie an der Nadel" am Gängelband der Ärzte- und Apothekerkammern, kritisiert FDP-Kommunalpolitiker und Unternehmensberater Hasso Mansfeld den Kurs seiner Partei in Hinblick auf desaströse Umfrageergebnisse und das Ausscheiden aus immer mehr Landtagen.

Die Partei sei mittlerweile "okkupiert" von Apothekern, Ärzten und Verbandsfunktionären. Wenn es der FDP nicht gelinge, sich aus dem Würgegriff von Lobbyarbeit, "Apparatschiks" und "mittelalterlichen Zünfte- und Ständewesen" loszulösen, werde man den liberalen Ansprüchen nicht gerecht.

Durch Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr, welcher Ärzten für das Wahljahr 2013 deutliche Einkommensverbesserungen in Aussicht gestellt habe, komme die enge Verflechtung mit Kammer- und Verbandsleuten besonders deutlich zum Ausdruck. Philipp Rösler und Christian Lindner pflegten ebenfalls "falschen Umgang".

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]

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