08.12.11 20:20 Uhr
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Niederlage für Griechenland im Streit um Mazedonien

Im jahrelangen Streit um den Staatsnamen von Mazedonien hat Griechenland eine Niederlage vor dem Internationalen Gerichtshof erlitten. Die Regierung in Athen habe nicht das Recht gehabt, wegen dieses Streits den NATO-Beitritt seines Nachbarlandes 2008 zu blockieren, urteilte das UN-Gericht.

Diese Haltung verstoße aber gegen ein Abkommen beider Länder, sagte der Vorsitzende Richter Hisashi Owada: "Mit 15 Stimmen zu einer Gegenstimme hat das Gericht entschieden, dass Griechenland mit seinem Veto gegen Mazedoniens geplanten NATO-Beitritt das Abkommen von 1995, Artikel 11, gebrochen hat."

Der Vorsitzende der ultranationalistischen und religiös orientierten "Völkischen Orthodoxen Gesamtbewegung" (LAOS), Giorgos Karatzaferis, hatte gedroht, die griechische Regierung zu verlassen, sollte Athen seinen Widerstand gegen Skopjes Namensansprüche aufgeben.


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WebReporter: MAKEDONISMUS
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Streit, Griechenland, Niederlage, Mazedonien
Quelle: www.faz.net

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