Dauerhafter Kindesmissbrauch hinterlässt bleibende Beeinträchtigungen im Gehirn
Anhand von Langzeitstudien konnte man nun feststellen, dass körperliche sowie seelische Misshandlungen im Kindesalter lebenslange, physische Spuren im Gehirn hinterlassen. Ein deutlicher Rückgang der grauen Gehirnmasse ist, je nach Misshandlung in den dafür zuständigen Arealen festzustellen.
Je heftiger und langwieriger der Missbrauch, um so stärker der Rückgang der grauen Gehirnmasse. So führt körperliche Züchtigung zu einer erheblichen Schädigung der Inselrinde, die für Empathie und Selbstwahrnehmung zuständig ist. Daraus folgt dann oft eine dissoziative Identitätsstörung.
Auch besteht scheinbar ein Unterschied zwischen Jungen und Mädchen. Bei Mädchen werden die Gehirnareale gestört, die für Depressionen verantwortlich sind, bei Jungen die Zentren, die man mit Drogenmissbrauch und Impulskontrolle in Verbindung bringt.