Deutschland exportierte 2010 so viele Kriegswaffen wie seit 1997 nicht mehr
Die Einnahmen Deutschlands aus Kriegswaffenexporten sind im vergangenen Jahr auf einen Rekordwert gestiegen. Insgesamt erhielt Deutschland Einnahmen in Höhe von 2,1 Milliarden Euro. Das bedeutet einen Anstieg von 60 Prozent im Vergleich zum Jahr 2009.
Seit dem Jahre 1997 sind nicht mehr so viele Kriegswaffen aus Deutschland ausgeführt worden. 77 Prozent der Lieferungen erfolgten an NATO- oder NATO-Partnerstaaten. An Entwicklungsländer wurden insgesamt Waffen im Wert von 108 Millionen Euro verkauft.
Das Bundeswirtschaftsministerium erklärte, dass die hohen Einnahmen einem "Sondereffekt" geschuldet seien. Allein 50 Prozent der Einnahmen stammen aus dem Verkauf von drei Kriegsschiffen an Portugal und Griechenland.