Forscher räumt mit Mythos auf: Präsidentenamt verkürzt Lebenserwartung nicht
Ein Bildervergleich von US-Präsident Barack Obama bei Amtsantritt und heute, zeigt einen stark ergrauten Mann, mit vielen Falten im Gesicht. Schon lange hält sich die These, dass ein solch wichtiges politisches Amt, jeden Tag die Lebenserwartung um zwei Tage verkürzt.
Der Wissenschaftler Jay Olshansky von der University of Illinois in Chicago hat nun mit diesem Mythos aufgeräumt und in einer demografischen Studie nachgewiesen, dass an der These nichts haltbares ist. Er verglich dazu das Sterbealter von Präsidenten mit dem der "normalen" Bevölkerung.
Würde die These stimmen, dass Präsidenten wegen zu viel Stress früher sterben würden, dann würden sie durchschnittlich nur 68,1 Jahre alt. Aber sie wurden in der Tat 73,0 Jahre alt, ähnlich wie die normale Bevölkerung, die 73,3 Jahre alt wurde.