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07.12.11 12:28 Uhr
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Forscher räumt mit Mythos auf: Präsidentenamt verkürzt Lebenserwartung nicht

Ein Bildervergleich von US-Präsident Barack Obama bei Amtsantritt und heute, zeigt einen stark ergrauten Mann, mit vielen Falten im Gesicht. Schon lange hält sich die These, dass ein solch wichtiges politisches Amt, jeden Tag die Lebenserwartung um zwei Tage verkürzt.

Der Wissenschaftler Jay Olshansky von der University of Illinois in Chicago hat nun mit diesem Mythos aufgeräumt und in einer demografischen Studie nachgewiesen, dass an der These nichts haltbares ist. Er verglich dazu das Sterbealter von Präsidenten mit dem der "normalen" Bevölkerung.

Würde die These stimmen, dass Präsidenten wegen zu viel Stress früher sterben würden, dann würden sie durchschnittlich nur 68,1 Jahre alt. Aber sie wurden in der Tat 73,0 Jahre alt, ähnlich wie die normale Bevölkerung, die 73,3 Jahre alt wurde.


WebReporter: mozzer
Rubrik:   Wissenschaft / Geist
Schlagworte: Präsident, Forscher, Barack Obama, Mythos, Lebenserwartung
Quelle: www.sueddeutsche.de
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07.12.2011 15:00 Uhr von Noseman
(Ironie)

Jeder Normalsterbliche hätte das auch geschafft; dazu ist es ja nur nötig, aus den bekannten Daten der Präsidenten das mittel zu bilden und mit der durchschnittsbevölkerung zu vergleichen.

Aber leider ist dieses Vorgehen methodisch völlig falsch, also unwissenschaftlich. Denn es geht ja nicht um die Frage, ob Präsidenten länger leben, sondern ob das Amt an sich das Leben verkürzt.

Diese Frage kann man so leicht nicht beantworten, denn Präsidenten rekrutieren sich ja eben nicht aus dem Pool der Durchschnittsmenschen, sondern aus einer sozialen Elite.

Ami-Präsidenten, die in neiner Blockhütte geboren wurden gab es seit James Garfield (*1831) nicht mehr!

Man müsste also schon Präsidenten mit Menschen vergleichbaren sozialen Status und finanziellem Hintergrund vergleichen. Also mit sozial abgesicherten Gutverdienern wie Richtern, Ärzten, Anwälten etc.

Gerade die fehlende Krankenversicherung unterer Schichten in den USA senkt den Schnitt nämlich deutlich nach unten.

Wenn schon in Großbritannien die Differenz zwischen arm und reich rund zehn Jahre beträgt (Michael Marmot, UCL) dürften es in den Staaten wohl eher 15 Jahre sein...

Und bei meistens 8 Jahren Amtszeit passt die Faustformel "pro Jahr im Amt = 2 Jahre kürzeres Leben" somit dann recht exakt zu den Daten.

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