07.12.11 12:06 Uhr
 223
 

Werden Reitpferde bald die ersten besteuerten "Sportgeräte" Deutschlands?

Einige Kommunen lassen sich auch einiges einfallen, wie sie endlich ihre fast leeren Kassen wieder auffüllen können. Nun wird erwogen, Reitpferde im Jahr mit 750 Euro zu besteuern.

Damit würden die Tiere als einzige "Sportgeräte" in Deutschland besteuert werden, was Reiter empört: "Reitsport wird zum Bonzenhobby" und "Pferde sind keine Goldesel" lauten die Aussagen.

Bisher konnte sich der SPD-Plan nicht durchsetzen, in der Kommune Langenselbold wurde knapp dagegen gestimmt. Pferdesportliebhaber finden dies gut, denn "eine Reitpferdesteuer wäre als Luxussteuer nicht haltbar".


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: mozzer
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Steuer, Protest, Pferd, Reitsport
Quelle: www.sueddeutsche.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Pro Asyl beklagt Kurswechsel der CDU in Flüchtlingspolitik
Frankreich: Front National fordert, Einwandererkinder sollen für Schule zahlen
Donald Trump lässt sich von Leonardo DiCaprio den Klimawandel erklären

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
07.12.2011 12:20 Uhr von Dennis112
 
+5 | -1
 
ANZEIGEN
Naja: Hunde sind ja auch besteuert und wenn sie irgendwo hinkacken und der Halter es nicht weg macht gibt es Strafen.
Wenn man allerdings sieht auf wievielen Wegen kiloschwere Pferdeäpfelhaufen liegen finde ich es schon fair dass Pferde auch besteuert werden. Allerdings sind 750€ pro Jahr schon heftig.
Kommentar ansehen
07.12.2011 13:08 Uhr von rubberduck09
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
Pferde _sind_ Bonzensportgeräte: Von einem normalen Gehalt nebst passender Arbeitszeiten läßt sich nunmal kein Pferd versorgen.

@Dennis112: Grad die Pferdehaufen sind schon eine ordentliche Rutschpartie fürs Mopped wert. 750 Euro ist ned viel wenn man bedenkt, wie viel Arbeit das macht, die einzusammeln. Die Halter machens ja meist nicht und wenn bleibt der Schmierfilm auf der Straße. Wirklich _saubermachen_ hab ich noch _nie_ einen Pferdehalter gesehen.
Kommentar ansehen
07.12.2011 13:59 Uhr von Jlaebbischer
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
Wie viele Pferde scheissen die Städte zu und wie viele Hunde tun dies?

Überlegt das mal...
Kommentar ansehen
07.12.2011 14:18 Uhr von rubberduck09
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Vorredner: Mehr Hunde scheißen rum, aber idr. eher ins Gebüsch/Gras, sehr selten direkt aufn Gehweg, wenn Gras auffindbar.

Pferde hingegen kacken wo sie grade stehen und gehen.
Und das in nicht unerheblichen Mengen. _BEIDE_ hinterlassen was, was wieder weg muß, weil a) eklich und b) stellenweise auch sehr gefährlich.
Kommentar ansehen
07.12.2011 18:33 Uhr von Zephram
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
@rubberduck: Wenn du glaubst das von den 750 eur jemand loszieht und pferdeäppel einsammelt, glaubst bestimmt auch die wahlversprechen der CDUSPDFDPGRÜNE ^^

Das ist einer der vielen neuen (es wird klein angefangen) Steuern und ist dafür da die Forderungen der Bankster zu bedienen...

jm2p Zeph
Kommentar ansehen
07.12.2011 21:50 Uhr von Jlaebbischer
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Zeph hat den nagel auf den Kopf getroffen. Diese Abgabe soll einzig dazu dienen, die Löcher in den Kommunalkassen zu stopfen.

Und da ich aus der Pferdebranche komme, weiss ich auch, dass 80% der Reiter diese Abgabe nicht mal eben so stemmen können. Die meisten opfern nämlich praktisch alles, um sich ein Pferd halten zu können. Kein Urlaub, sich nur ganz selten mal was gönnen und so weiter.

Viele wissen ja schon kaum, wo sie die teilweise heftigen Preiserhöhungen aufgrund der sehr schlechten Futter/ und Einstreuernten hernehmen sollen.

Und um noch mal auf den Vergleich mit den Hunden zurückzukommen.
Meines Wissens wurde die Hundesteuer eingerichtet, um die Bewohner der Ortschaften, dazu zu bringen, die Hundehaufen wegzuräumen.
Nur kommt eigendlich nur sehr selten mal ein Reiter mit seinem Pferd in die Stadt. Wir Reiter versuchen nämlich, so weit es möglich ist, asphaltierte Strassen zu vermeiden.

Falls die Pferdesteuer kommt, wird es im Endeffekt passieren, das ganze Industriezweige den Großteil der Kunden verlieren.

Vom Sattler über die Futtermittelhersteller bis zum Hersteller von Pferdetransportern.

Die einzigen, die kurzzeitig Gewinn machen könnten, wären die Metzger/ Abdecker.

Der Pferdemarkt ist nämlich jetzt schon fast Tot, so dass sich das züchten finanziell kaum noch lohnt. Wenn nun auf einen Schlag unzählige Privatpferde auf den Markt geworfen werden, gehen die Preise nicht nur in den Keller, sondern fallen noch viel tiefer.

Ergo, das was die Kommunen an Steuern versuchen einzunehmen, verlieren sie doppelt, wenn dann ein von Reitern abhängiger Betrieb nach dem anderen Dicht macht oder sich einen neuen Standort sucht.

Im übrigen gibt es bereits so eine Art "Steuermarke" für Pferde. In verschiedenen Regionen, unter anderem NRW, müssen Reiter sich eine Plakette kaufen, die bei jedem verlassen des Hofes Sichtbar am Pferd anzubringen ist. Damit lässt sich jeder Reiter, bzw. das Pferd zuordnen. Und das Geld für diese Plakette wird zweckgebunden eingesetzt. Zum instandhalten der Reitwege und zum ausbessern von Schäden, die durch Reiter entstanden sind, die aber keinem bestimmten Übeltäter zugeordnet werden können.

Refresh |<-- <-   1-6/6   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2016 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

USA: Astronaut John Glenn ist tot
Pro Asyl beklagt Kurswechsel der CDU in Flüchtlingspolitik
Jeder zehnte Arbeitnehmer hat nur einen befristeten Job


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?