Jean Baptiste Lamarck: Charles Darwins Rivale hatte doch nicht ganz unrecht
Wissenschaftler haben den ersten direkten Hinweis darauf gefunden, dass sich erworbene Fähigkeiten auf die Nachkommen übertragen können, ohne dass die DNA in den Prozess involviert ist. Dies entspricht mehr oder weniger Lamarcks Evolutionshypothese, die bereits vor der Theorie Darwins erschien.
In der Studie untersuchten Forscher Rundwürmer, die einem Virus ausgesetzt wurden. Dabei konnte man beobachten, dass Immunitäten vererblich waren, obwohl diese nicht durch Änderungen der DNA gebildet wurden. Zur Bekämpfung der Viren setzten die Rundwürmer nämlich auf RNA-Interferenz.
Bei diesem Prozess werden mRNA-Moleküle zerstört, die ein bestimmtes Gen codieren. Das Gen wird also nicht exprimiert, bleibt aber im Genom erhalten. Wichtig für diesen Prozess sind andere RNA-Moleküle, welche, wie sich im Experiment zeigte, von Generation zu Generation weitergegeben werden können.