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Das "Casino" ist zurück: Derivate-Volumen steigt auf 708 Billionen Dollar

Das Finanzmarkt-Casino blüht wie nie zuvor. Die Bank for International Settlements (BIS) gab bekannt, dass das Volumen von OTC-Derivaten im ersten Halbjahr 2011 auf rund 708 Billionen Dollar gestiegen ist. Das ist eine Zunahme von 18 Prozent im Vergleich zum Jahresende 2010 und gleichzeitig ein Allzeithoch.

Over-The-Counter-Derivate sind unregulierte außerbörsliche Finanzinstrumente. Den größten Anteil markierten dabei Zins-Derivate mit rund 554 Billionen Dollar. Diese stiegen im Vergleich zum Jahresende 2010 um 19 Prozent. Auf den weiteren Plätzen folgen Devisen-, Rohstoff- und Aktienderivate.

Die G20-Staaten haben bis 2012 vereinbart, OTC-Derivate zu standardisieren und das Clearing über Central Counter Parties zentral zu regulieren. Die effizientere und sicherere Abwicklung von Derivaten könnte für Spekulanten nun viel attraktiver werden als zuvor im bilateralen Geschäft.


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WebReporter: sicness66
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Finanzen, Spekulation, Casino, Instrument, Volumen, Derivat
Quelle: www.querschuesse.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.12.2011 16:05 Uhr von sicness66
 
+18 | -0
 
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Wer hätte wohl wirklich daran geglaubt, dass unsere Elite das Casino zähmen könnte ??? Selbst die durch die Krise bekannt gewordenen CDS stiegen erstmals wieder seit 2008 um 2,5 Billionen Dollar auf 32,4 Billionen Dollar. Solange man die Verluste weiter sozialisieren kann, ist dem Moral Hazard Tür und Tor geöffnet.

Edit: Falls es nur Ansätze von Bedenken der falschen Übersetzung der Billionen vom englischen ins deutsche geben sollte, dem sei gesagt, es geht hier um deutsche Billionen,

[ nachträglich editiert von sicness66 ]
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06.12.2011 16:25 Uhr von sicness66
 
+7 | -0
 
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@ouster: "Die Bank for International Settlements (BIS) gab bekannt"


Sagt doch alles. Aber ich helfe gerne ;)

http://www.bis.org/...
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06.12.2011 16:33 Uhr von sgitte
 
+8 | -1
 
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Wahnsinn: Anstatt man diese OTC-Geschäfte gänzlich abschafft, fördert man sie durch neue Beschlüsse und macht sie risikoärmer. Hauptsache das Volumen leidet nicht. Wem nützt eine effizientere, renditeärmere aber regulierte Massenvernichtungswaffe ?
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06.12.2011 17:40 Uhr von dumm78
 
+7 | -0
 
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sehr schön, stat in laden zu gehen werd ich in zukunft nur noch suppenküche essen und mein geld der bank schenken.
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06.12.2011 21:15 Uhr von Gebirgskraeuter
 
+6 | -0
 
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na, schöne Zahlen wenn man bedenkt:

"Das Welt-Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2007 bei etwa 54.300 Milliarden"
(Datenquelle:United Nations Conference on Trade and Development (UNCTAD): Handbook of Statistics 2008)

Dann leuchtet es natürlich jedem ein das es Derivate, also "Dinge" ohne jeglichen brauchbaren Wert, gibt die 13 Jahren Welt-BIP entsprechen.

Also wer da zweifelt das alles richtig läuft der ist doch echt ein Spinner.

[ nachträglich editiert von Gebirgskraeuter ]
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06.12.2011 23:35 Uhr von SilentPain
 
+1 | -0
 
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es wäre schön wenn die Newsposter von Börsenkram (wollt ...scheiss schreiben)
ein bisschen was erklären für Otto-Normalverbraucher
die nicht mit aber-Milliarden rumspielen wie Kleinkinder im Buddelkasten

...und ohne! dass man für eine News nen kompletten Börsen Crashkurs
machen oder ´zig Wikipedia Artikel studieren muss

700 Billionen Dollar (Schreibfehler?? Amis sagen ja Billion zu Milliarde)

@sicness66: Bitte um Hilfe!
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07.12.2011 06:46 Uhr von Gebirgskraeuter
 
+0 | -0
 
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Silent Pain: "700 Billionen Dollar (Schreibfehler?? Amis sagen ja Billion zu Milliarde)" nein, kein Schreibfehler...steht auch im Autorenkommentar

Mit dem erklären dieser Börsenspielerein tun sich die meisten, zu recht, schwer. Leider ist es mit Derivaten nicht so "leicht" wie mit Aktien. Ich bin ein Mann der Technik, nicht der Wirtschaft. Mir machen komplexe math. Gebilde keine Probleme aber auch mir ist absolut unklar was der "Sinn" hinter den Herleitungen sein soll die man manchmal sieht. Math. korrekt, sicher, aber ich kann auch 10 Seiten Land DGL-Systeme x.-Ordnung lustig hin und her transformieren umstellen, aufteilen, lösen usw. die eigentl. nur theoretisch Sinn ergeben.
Die math. Gleichungen hinter solchen Derivaten, Fonds usw. sehen eigntl. blos schwer aus, sind aber prinzipiell simpel.

Wie gesagt, von Finanzwirtschaftskram versteh ich nix, aber scheinbar die tausenden BWLer die jedes Jahr "produziert" werden genauso wenig ;)

Das Problem ist das die Experten auch so gut wie nie erklären können was wie läuft. Ich erinnere mich, als der Bundestag "beraten" wurde und die vorher verbotenen Hedgefonds erlaubte. Einer DER Experten für Hedgefonds war absolut unfähig diese zu erläutern und stammelte nur einige wirre Sätze. Traurig aber wahr.

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