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05.12.11 21:12 Uhr
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Afghanistan: Plünderer und Vergewaltiger im Dienste der USA

In Afghanistan kämpfen mehrere Milizen im Auftrag der USA und ohne staatlicher Kontrolle gegen die aufständische Taliban. Einige der Milizen haben nun einen heftigen Streit zwischen den NATO-Partnerländern ausgelöst, weil ihnen schwere Straftaten vorgeworfen werden.

So gibt es vom schwedischen Militär den Vorwurf, dass viele Kämpfer der Milizen vergewaltigen, plündern und morden. Beobachter der Isaf kamen zum Schluss, dass die Kämpfer "wahrscheinlich mehr Menschenrechtsverletzungen begehen als reguläre Polizeieinheiten, da sie weder ausgebildet noch kontrolliert werden."

Trotzdem baut das US-Militär auf diese Kampfgruppen zur Bekämpfung der Taliban. Auch in der Bevölkerung wächst dadurch aber das Misstrauen gegenüber den Milizen und der auftraggebenden Isaf. Zudem befürchtet das schwedische Militär, dass die Taliban so weiteren Zulauf unter den Afghanen findet.


WebReporter: benjaminx
Rubrik:   Politik / Ausland
Schlagworte: USA, Afghanistan, Vergewaltiger, Miliz, Plünderer
Quelle: www.spiegel.de
Meinung des Autors zum Thema:
 
+26 | -4
 
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Krieg ist eh schon ein grausames Geschäft, aber er wird umso grausamer wenn man Gesetzlose dafür engagiert. Die schlimmen Einzelheiten der Straftaten aus der Quelle habe ich weggelassen.
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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.12.2011 21:55 Uhr von ElChefo
...gut geschrieben, die News.

Leider ist das kein neues Problem, sondern eines, das schon lange vorherrscht. Man versucht halt einerseits das Mandat und damit den Auftrag zu erfüllen, ist aber andererseits an die Gegebenheiten des Landes, das tief aufgespalten ist, gebunden. Im Endeffekt eine Wahl zwischen Pest und Cholera, an der man sich egal wie man es anstellt, nur die Finger verbrennen kann.
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+13 | -7
 
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05.12.2011 22:07 Uhr von usambara
der "Awakening Militias" im Irak. Dort hat die USA eine sunnitische Miliz mit 100.000 Mann aufgestellt, um
sunnitische und schiitische islamistische Milizen in Schach zu halten. Da die USA nun gegen Ende des Jahres abziehen, werden auch die Lohnzahlungen ausbleiben.
Die schiitische Regierung hat angekündigt diese Miliz zu entwaffnen. Die Folgen könnten ein neuer Bürgerkrieg zwischen Sunniten und Schiiten sein.
Übertragen auf Afghanistan heißt das: Die US-Milizen in Nordafghanistan (rekrutiert aus Usbeken, Tadschiken, Hazara) werden wieder gegen die Mehrheit der Paschtunen kämpfen, aus denen sich die Taliban hpts. rekrutieren.
Das wäre genau der Stand vor 9/11 2001.
Kommentar ansehen usambara   
 
+9 | -8
 
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05.12.2011 22:12 Uhr von ElChefo
Du weisst, das das Quark ist.

Die Milizen kamen zustande als der erste russische Soldat seinen Fuß auf afghanischen Boden setzte. Und schon weit vorher, als noch gegen Briten im Durchmarsch gekämpft wurde.

Das nun auch noch den Amis zuzuschieben ist der blanke Hohn an der Realität.

Der Stand von vor 911 war der, das die Taliban die Rest-Mujahedeen mitsamt ihrer Familien abschlachten, wo immer sie sie antreffen. Ausser in der Region Feyzabad, wo das Spiel genau andersrum funktionierte.

[ nachträglich editiert von ElChefo ]
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+7 | -5
 
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05.12.2011 22:18 Uhr von usambara
die einzige nicht!-islamistische Miliz Afghanistans war damals die von General Dostum.
Nun gibt es wohl ein Dutzend mit 100 -1000 Kämpfern nicht bezahlt von den alten Warlords sondern direkt aus $-Säcken, die von GIs vor Ort verteilt werden.

[ nachträglich editiert von usambara ]
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+4 | -4
 
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05.12.2011 22:23 Uhr von ElChefo
Dostums Armee mit einer Miliz zu vergleichen ist ein wenig... untertrieben. Die zerschlagenen Reste sind nun der Kader ebenjener Warlord-Grüppchen (...denke mal an General Razak oder den mittlerweile toten Daud Daud).
...und weisst du was? Es ist immer noch besser, wenn sie vom Westen bezahlt werden und so halbwegs im Zaum gehalten werden.
Kannst du dir ungefähr vorstellen, was die Folge wäre, hätten sie kein geregeltes Einkommen und müssten für sich selbst sorgen? DANN wäre die Hütte am brennen, aber eben unlöschbar. Sorum bleibt wenigstens der Schein einer Kontrolle durch die lokalen Machthaber.

[ nachträglich editiert von ElChefo ]
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+5 | -4
 
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05.12.2011 22:31 Uhr von usambara
und was passiert nach dem Abzug, wer spielt den Geldboten?
Wie lange der Bürgermeister von Kabul nach dem Abzug der Besatzer überlebt, hat man bei Nadschibullah gesehen.
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+1 | -2
 
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05.12.2011 22:35 Uhr von ElChefo
"und was passiert nach dem Abzug, wer spielt den Geldboten?"

Sehr gute Frage.

"Wie lange der Bürgermeister von Kabul nach dem Abzug der Besatzer überlebt, hat man bei Nadschibullah gesehen."

Ungefähr genausolange wie Rabbani es geschafft hat. Eher weniger.

Ich habe es in nem anderen Thema heut schon gesagt, Karzai hört schon die Säge an seinem Thron und wird nervös.

[ nachträglich editiert von ElChefo ]
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05.12.2011 22:40 Uhr von usambara
ist es ein Fehler noch mehr Waffen ins Land zu pumpen, deswegen hat die ANA bisher kaum schwere Waffen von der Nato bekommen.
Kommentar ansehen usambara   
 
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05.12.2011 22:44 Uhr von ElChefo
Ich weiss jetzt ehrlich nicht, was du als "schwere Waffen" ansiehst, aber das stimmt so nicht. Nach der regulären Nomenklatur erhält die ANA durchaus auch schwere Waffen.
Panzerfäuste, Maschinengewehre (mittel und schwer), Granatwerfer, Mörser, alles dabei. Es werden "sogar" vereinzelte JFST in der Artillerieschule Idar-Oberstein ausgebildet.
Kommentar ansehen @ElChefo   
 
+2 | -3
 
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05.12.2011 22:50 Uhr von usambara
moderne Panzer, Kanonen, Hubschrauber, Kampfflugzeug etc.
und zwar nicht den Sowjet-Schrott, der die 50zig schon überschritten hat.
Kommentar ansehen usambara   
 
+0 | -2
 
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05.12.2011 23:11 Uhr von ElChefo
Ah, okay, verstehe.

Natürlich wäre es sinnvoll, gewisse Bestände dorthin abzugeben. Ich könnte mir gut vorstellen, das aus deutschen Depots einige Leopard 1, einige Marder, einige Jagdpanzer abzugeben wären als Rüstungs-Aufbauhilfe.

Das Problem, warum es momentan eben nicht zu Sprache kommt, ist allerdings das Land selbst. In den meisten Gebieten ist Kriegsführung mit diesen Waffensystemen nahezu an unmöglich, die kanadischen Leasing-Leoparden können da nicht beispielhaft wirken. In Feyzabad, Herat, Kunduz, Khowst etc wären sie nicht sinnvoll nutzbar.

Abgesehen davon, klar, eine Armee braucht auch schwere Wirkmittel. Artillerie wäre da sehr gut. Egal ob Self Propelled oder Towed.

...aber: Dazu braucht es erstmal eine Organisation und auch ausgebildete Menschen, Truppenführer und so weiter.
Solange die ANA weit davon entfernt ist, eigene Operationen oberhalb Kompanieebene zu führen und zu koordinieren, ist die Austattung total nebensächlich. Wenn man mal Brigade-Level erreicht hat, gut, okay, dann wird es unweigerlich so kommen, das man auch in die Richtung denken muss. Aber vorher ist es eher eine Gefahr als eine Segnung.
Kommentar ansehen Menschenrechte?   
 
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06.12.2011 00:40 Uhr von jayjay2222
"Beobachter der Isaf kamen zum Schluss, dass die Kämpfer wahrscheinlich mehr Menschenrechtsverletzungen begehen als reguläre Polizeieinheiten"

Und wie oft hat die NATO, besonders die USA, die Menschenrechtsverletzungen mit den Füßen getreten??

Man darf sich über solche Umstände nicht wundern. Man erntet das was man sät..
Kommentar ansehen Wer will den jetzt den prozess machen na...   
 
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06.12.2011 03:09 Uhr von fakusaman
Niemand also bingo und weitermachen ...alles wie gehabt....

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