05.12.11 15:15 Uhr
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Zustände wie in den USA: Soziale Ungleichheit wird immer größer

Eine neue OECD-Studie hat ergeben, dass die Unterschiede im Einkommen in Deutschland so groß sind, wie in kaum einem anderen Land. Die soziale Kluft erinnere an die in den USA.

So hat die Gruppe von Deutschlands Spitzen-Verdienern ein acht mal höheres Einkommen als jene mit dem niedrigsten Einkommen. Ein jährliches Nettoeinkommen von 57.300 Euro stehen hier einem von 7.400 Euro entgegen.

Die OECD sieht die Gründe für diese Entwicklung unter anderem bei den immer mehr werdenden Teilzeitarbeitern. So arbeiten derzeit 22 Prozent aller Arbeitnehmer in Teilzeit. "Zunehmende Ungleichheit schwächt die Wirtschaftskraft eines Landes", so Angel Gurría, der OECD-Generalsektretär.


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WebReporter: noflowers
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: USA, Deutschland, Studie, OECD, Einkommen, Ungleichheit
Quelle: www.spiegel.de

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23 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.12.2011 15:19 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+41 | -4
 
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Die wesentliche Aussage fehlt leider in der News: Das Verhältnis niedriger zu hohen Einkommensgruppen stieg von 1:6 in den 90er Jahren auf 1:8 in den 2000ern. Laut OECD schwächt zunehmende Ungleichheit die Wirtschaftskraft.

Die bundesdeutschen Löhne des unteren/oberen Bevölkerungszehntels stiegen zwischen 1985 und 2010 um 0,1 bzw.1,6 Prozent. In Frankreich waren es 1,6 bzw. 1,3 Prozent.

Kurzum:
Der letzte, sich auf Frankreich beziehende Satz, ist bemerkenswert. Leider zerstört das neoliberale Deutschland mit seinem aggressiven Agenda-2010-Handelskrieg gegen die Eurozonen-Partner nun die Aufbauleistungen der französischen und anderer nationalen Gewerkschaften. In Deutschland hingegen wurden die Gewerkschaften entweder mit Geld oder Nuttenpartys gekauft.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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05.12.2011 15:21 Uhr von usambara
 
+25 | -6
 
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das alles hat einen Namen: Gerhard Schröder
gibt ja noch andere Gewerkschaften als wie den DGB
http://www.fau.org

[ nachträglich editiert von usambara ]
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05.12.2011 15:38 Uhr von Canay77
 
+34 | -5
 
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Wahnsinn: "So arbeiten derzeit 22 Prozent aller Arbeitnehmer in Teilzeit"

Kanpp ein viertel arbeiten mittlerweile bei den Sklaventreibern. Das schlimme ist, wenn du dann doch einen Job findest wirst du wieder mit nem Apfel und nem Ei abgespeißt weil man sie ja wenig bezahlung gewohnt. Diese Zeitarbeitsverbrecher gehören endlich verboten

@Thomas

Du hast einen an der Waffel. In meiner Zeit bei den Zeitarbeitsfirmen habe ich so einigen schlauen Kopf gesehen der so wie ich mit 1100€ (mit 2 Kindern in M) nach Hause gegangen ist. Das hat nix mit Luschen zu tun...

[ nachträglich editiert von Canay77 ]
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05.12.2011 15:39 Uhr von Meister89
 
+8 | -27
 
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05.12.2011 15:46 Uhr von artefaktum
 
+14 | -3
 
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@Meister89: "Kann ja schließlich nicht sein das ich für mein Job ein teures Studium absolvieren muss oder sonst was und am ende das gleiche verdien wie jemand der nur ein Hilfarbeiterjob hat."

Das verlangt auch niemand also unterstelle das auch nicht. Als Akademiker sollte man so weit differenzieren können.
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05.12.2011 15:48 Uhr von usambara
 
+17 | -4
 
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@Meister89: schau dir mal die Zeitarbeitsfirmen mit ihre "Belegschaft" an:
Facharbeiter, Techniker, Ingenieure- ja und auch Putzfrauen.
Am Besten verdienen die, die ist nicht verdienen: Bankmanager- die sind alle austauschbar.
Zu einem Körper gehören neben dem Kopf auch Rumpf, Arme & Beine.


[ nachträglich editiert von usambara ]
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05.12.2011 15:59 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+14 | -3
 
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Im Spiegel steht mit keinem Wort dass hierzulande die Zustände bereits amerikanisch sind.

Im Spiegel-Titel steht lediglich, sie werden "amerikanischer". Diese Feinheit ist ein erheblicher Unterschied, der leider (mal wieder) nicht aufgefallen zu sein scheint.

Im Text steht es schließlich: Die soziale Ungleichheit ist messbar: Der "Gini-Faktor", der entsprechende Indikator, stieg in Deutschland von 2,5 in 1985 um rund 0,5 auf knapp 0,3 in 2008 (23 Jahre!).

In den USA beträgt er 0,38 !!! - ergo ist uns das "Vorbild" USA doch noch deutlich voraus. Aber kein Zweifel, wir sind auf dem Weg.

Sehr empfehlenswerte Leseprobe, wie schlimm die US-amerikanischen Zustände mittlerweile für große Bevölkerungsteile sind.
http://www.zeit.de/...

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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05.12.2011 16:15 Uhr von thatstheway
 
+6 | -2
 
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Wunschergebnis von Politik und Wirtschaft ? Nicht nur das die Kluft immer größer wird, und eine Steigerung der
unteren Einkommen nicht zu erwarten ist. Nein auch die Lebenshaltungskosten
steigen langsam, aber stetig – und kommt mir keiner mit dem Warenkorb für
den Preisindex, den einen DVD-Player etc. kann man nicht essen.
Nein auch die Armut wird in DE ständig wachsen, immer mehr Personen sind
auf Zuschuss aus Hartz IV angewiesen und immer mehr Arbeitgeber verlassen
sich auf diesen staatl. Zuschuss und drücken die Löhne.
Aber alles ist ja so gewollt, zumindest von oben.
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05.12.2011 16:16 Uhr von tafkad
 
+6 | -1
 
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@ThomasHambrecht: Bildung ist alles???

Ernsthaft, mir sind in meinem Leben mittlerweile so viele extrem dumme "gebildete" Menschen in Führungsetagen begegnet, da frage ich mich teilweise ernsthaft wie die das jemals schaffen konnten. Nein, das wo es am meisten drauf an kommt ist wie man sich selbst verkaufen kann. Kann man das nicht, so wird es schwer erfolgreich zu sein, was soviel heist wie 3-4fache Arbeit zu machen damit man überhaupt wahrgenommen wird.
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05.12.2011 16:20 Uhr von tafkad
 
+9 | -0
 
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@steffi78: >> Das natürlich ein hilfsarbeitert nicht soviel verdienen kann und sollte wie jemand der nen beruf gelernt hat oder aber auch studiert hat ist schon klar.

Und genau das sehe ich anders, wenn der Hilfsarbeiter den selben Job macht und da genauso gut drin ist wie derjenige der den Beruf gelernt oder studiert hat, dann hat der genausoviel zu verdienen. Ich habe schon genug studierte Fachidioten gesehen die in der Theorie wussten was wie geht aber wenn Sie mal mit anpacken mussten gnadenlos versagt haben und der kleine Hilfsarbeiter die Fehler der studierten ausbessern musste.
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05.12.2011 16:29 Uhr von dragoneye
 
+3 | -5
 
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soziale Ungleicheit wächst: Wer war von 1998 bis: Wer war von 1998-2009 an der Regierung?

Die soziale SPD. Hoho, ich lach mich tot.
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05.12.2011 16:40 Uhr von culturebeat
 
+6 | -2
 
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ohne das grosse Heer der Billigarbeiter: wäre es der deutschen Exportwirtschaft heute genau so in Bedrängnis wie die schweizerische.

Zeitarbeit, 1-Euro-Jobs und unbezahlte Praktika haben Deutschland zum Exportweltmeister gemacht.

Anderswo auf der Welt, wo weniger gearbeitet und mehr verdient wird, freut man sich über diese hochwertigen Produkte, die sich die deutschen Arbeiter nicht mehr leisten können.
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05.12.2011 17:34 Uhr von ThomasHambrecht
 
+4 | -9
 
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@tafkad und genau darin besteht auch ein Problem. So mancher Hilfsarbeiter glaubt er sei schlauer und besser als sein Vorgesetzter.
Vielleicht kann der Vorgesetzte nicht anpacken und die Arbeit ausführen - aber er kann sie planen, kaufmänisch kalkulieren, beim Kunden auftreten, den Auftrag einholen.
Deshalb wird dieser Mann, der z.B. die Aufträge von den Kunden einfährt verdammt gut bezahlt, obwohl er nirgendwo anpacken kann und auch sonst eine absolute Flasche ist. Der Mann kann aber durch 100 Hilfsarbeiter nicht ersetzt werden.

Bei Zeitarbeit ist es anders. Die Firma (Kunde) zahlt einen Festpreis von vielleicht 18.- Euro / Stunde. Auch wenn da ein Genie ankommt, ist man nicht bereit mehr zu zahlen, es sind Festpreise. Deshalb bekommt man da auch kein grosses Gehalt, weil der End-Kunde solche Stundensätze nicht zahlen will. Der Preis richtet sich nur nach der Anforderung.

Und es gibt in vielen Bereichen die Möglichkeit sich auch ohne Kapital selbständig zu machen.
Ich habe mich selbständig gemacht, weil ich mich nicht den Löhnen unterordnen wollte. Das Arbeitsamt hat mich damals hervorragend und erfolgreich unterstützt.
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05.12.2011 17:45 Uhr von artefaktum
 
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@ThomasHambrecht: "Deshalb wird dieser Mann, der z.B. die Aufträge von den Kunden einfährt verdammt gut bezahlt, obwohl er nirgendwo anpacken kann und auch sonst eine absolute Flasche ist. Der Mann kann aber durch 100 Hilfsarbeiter nicht ersetzt werden."

Komm mal von deiner "Kluger/Dummer-Arbeitnehmer"-Nummer runter. Die Welt ist nicht schwarz-weiß. Und mit Verlaub: Besonders intellektuell finde ich dein stereotypes Cliché-Denken schon gar nicht.
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05.12.2011 18:35 Uhr von artefaktum
 
+2 | -1
 
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@DerBelgara: "Und was hätten die Armen davon?"

Lies doch bitte erst einmal die News richtig, bevor du hier postest. Dann beantwortet sich deine Frage von selbst.
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05.12.2011 20:16 Uhr von Westwind
 
+1 | -4
 
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Baron-Muenchhausen: "In Deutschland hingegen wurden die Gewerkschaften entweder mit Geld oder Nuttenpartys gekauft."

Da bin ich mal gespannt auf die Belege. Und nein: Irgendwelche Einzelfälle gelten nicht.
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05.12.2011 20:35 Uhr von Westwind
 
+4 | -0
 
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@culturebeat: "Anderswo auf der Welt, wo weniger gearbeitet und mehr verdient wird, freut man sich über diese hochwertigen Produkte, die sich die deutschen Arbeiter nicht mehr leisten können."

Insbesondere in Griechenland, Portugal, Spanien, Italien usw.
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05.12.2011 20:38 Uhr von Westwind
 
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@DerBelgarath: "Dann hätten die nächsten 10 reichsten Prozent vielleicht nur noch fünfmal so viel Geld wie die 10 ärmsten Prozent - die Schere zwischen arm und reich hätte sich also ein Stück weit geschlossen, Deutschland wäre dann, nach Lesart dieser Idioten, wieder ein Stück weit "gerechter".

Und was hätten die Armen davon?"

Es geht in diesem Fall vor allem darum, inwieweit eine Gesellschaft "zusammenhält". Fühlen sich zu viele ausgegrenzt / ungerecht behandelt, kommt es schneller zu Konflikten, die letztendlich zu Unruhen oder gar Revolutionen führen könnten.

[ nachträglich editiert von Westwind ]
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05.12.2011 21:21 Uhr von hujiko-san
 
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@DerBelgarath: Der Umstand, dass das Gros der Weltbevölkerung unter schlechteren Umständen dahinvegetiert stellt kein hinreichendes Argument dar.

Neid ist mir persönlich kein Ratgeber, denn ich bin mit meinem Besitzstand mehr als zufrieden (nein, besitze eigentlich mehr als mir lieb ist) - könnte, so ich denn wollte, noch bedeutend mehr verdienen, wozu ich aber nicht die Lust habe - aber, ich erwarte von einer Gesellschaft insgesamt doch etwas anderes, als die unbedingte Mehrung des jeweiligen Privatbesitzes zum heiligen Gral des Lebens zu erheben.
Dabei geht es mir eher darum, in was für eine Art von Lebensumgebung meine Kinder hineingeboren werden, und unter welchen Dogmen sie aufwachsen müssen. Von einem moralischen Standpunkt her, empfinde ich den Ist-Zustand jedenfalls zu einem großen Teil nicht tragbar.

Aber - und das gebe ich gern zu - ich bin auch ein idealistischer Träumer, und probiere mir diese Daseinsform so gut wie möglich zu bewahren.
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05.12.2011 22:05 Uhr von d.greenleaf
 
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Besten Dank an Rot/Grün! Gerhard Schröder war der schlechteste Kanzler seit Hitler.

Also special thanks to:
Wappen Jockel (Ökosteuer), Clement (Leiharbeit), Münte und natürlich F.W. Steinmeier.
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06.12.2011 03:15 Uhr von fakusaman
 
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Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa Da fehlT: Doch nur noch ein neues waffengesetz das jeden eine waffe erlaubt wie in den staaten ooooo wäre det geil men.....freue mich schon drauf.....werde solange warten ....
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06.12.2011 06:57 Uhr von tafkad
 
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@ThomasHambrecht: Ernsthaft, ich habe wie gesagt schon so manschen Hilfsarbeiter kennen gelernt der weit aus mehr drauf hat als die von Dir so bevorzugten Facharbeiter/Studierte. Die sind nämlich nicht alle dumm sondern können auch planen, Kalkulationen durchführen oder mit dem Kunden reden. Dafür habe ich aber auch genug Fachkräfte vorallem Studierte erlebt die all das nicht können.
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06.12.2011 07:22 Uhr von Bettine
 
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@ThomasHambrecht: " - oder kein sauberes Deutsch lernen wollten."

Bezieht sich auch auf Dich - lies Deinen schwachsinnigen Kommentar bitte aufmerksam durch. Vielleicht findest Du Dein unsauberes Deutsch.

Bildung ist nicht bezahlbar bei einem Jahresgehalt von 7.400 Euro.
Folglich wäre es doch sehr anständig den Mund zu halten, nachzudenken und dankbar zu sein, dass Dich ein Besserverdiener sponsern konnte.

In der Regel verrichten Frauen oder ältere Mitbürger eine "geringgeschätzte" Arbeit, austauschbar sind diese sicher nicht.

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