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Eurokrise: Schäuble präsentiert Lösungsansatz

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble präsentierte einen Lösungsansatz für die Eurokrise. Die Eurostaaten sollen den Teil der nationalen Schulden, der über dem Stabilitätskriterium liegt (60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts), nach festen Plänen tilgen und innerhalb von 20 Jahren abbauen.

Nach dem Vorbild des deutschen Erblastentilgungsfonds aus der Wiedervereinigung sollen nationale Sonderfonds geschaffen werden, über welche die Tilgung ablaufen kann. Die übermäßige Verschuldung ist laut seiner Meinung ein wesentlicher Grund für die Vertrauenskrise im Euroraum.

Schäubles Idee erinnert stark an den Vorschlag des Sachverständigenrats, der vor kurzem vorgestellt wurde (ShortNews berichtete). Allerdings gibt es einen wichtigen Unterschied: Der Finanzminister lässt die Haftung bei den Nationalstaaten, die Wirtschaftsweisen sahen eine gemeinsame Haftung vor.


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WebReporter: ouster
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Krise, Finanzen, Wolfgang Schäuble, Eurokrise
Quelle: www.faz.net

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.12.2011 00:35 Uhr von c3rlsts
 
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Gut geschriebene News: Aber echt schlimm, dass die Menschen es noch immer nicht begriffen haben, dass mehr Geld mehr Schulden entspricht, oder eben weniger Schulden weniger Geld.

Ich hoffe, dass wir möglichst bald von unserem jetzigen monetären System wegkommen... obwohl das vermutlich Wunschdenken bleibt, solange es die Mehrheit "nicht interessiert" :(
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02.12.2011 00:43 Uhr von Pommbaer84
 
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Tja: Aus dem Sessel lässt es sich einfach herumphilosophieren und mit Geld rumspielen.

Seht es mal aus Schäubles Sicht:
Egal was er jetzt anfängt, es dauert definitig länger als der Rest dieser Legislaturperiode.
Dann übernimmt er einfach ein anderes Amt was er noch nicht hatte ( geht da ja zu wie beim Quartett-Spielen ) oder verzieht ( bzw rollt ) sich von der politischen Bühne.

Das Problem haben dann Andere.

Das ist mit das Hauptproblem bei langfristigen Ideen unserer Volksvertreter - wirklich durchdacht sind die nie. Und wenn überhaupt maximal auf 4 Jahre ausgelegt.
( Die Wirtschaft macht es ja nicht anders - da sind es aber nur die drei Monate bis zu den nächsten Quartalszahlen)

Beispiel: Dosenpfand
Wurde von Schwarz/Gelb in den 90ern angekurbelt und ne Frist festgelegt für 2002 ? oder 2003 ? Da wo es halt eingeführt wurde.
Zu dem Zeitpunkt war Rot/Grün dran. Da die Frist abgelaufen war und der Handel kein eigenes System auf die Beine gestellt hat musste die Regierung einspringen und es gesetzlich durchgeboxen.
Wer war der Buhmann ? Rot/Grün natürlich.
Wer am meisten ? Die "dummen" Grünen mit ihrem Dosenpfand und ihrem Umweltschutz..

[ nachträglich editiert von Pommbaer84 ]
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02.12.2011 02:02 Uhr von Götterspötter
 
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Wie jetzt ?? Nur einen Satz ??? Ich denke in der jetzigen Situation sollte es zumindestens ein "Absatz" sein :)
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02.12.2011 02:16 Uhr von jackblackstone