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Ratingagentur liefert negative Prognose für Deutschland und Frankreich

Standard & Poor´s (S&P) beurteilt die weitere konjunkturelle Entwicklung innerhalb der Eurozone schlecht. Der S&P Chef-Volkswirt für Europa Jean-Michel Six denkt, dass die Rezension in den GIPSI-Staaten nun auf die Euro-Kernländer übergreifen wird.

Laut dem Bericht soll das Wachstum in Deutschland 2012 nicht 0,8 Prozent sondern nur 0,1 Prozent betragen. Für Frankreich wurde es von ebenfalls 0,8 Prozent auf 0,5 Prozent abgesenkt.

Die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) sieht die Lage ähnlich. "Eine milde Rezension" wird erwartet und die Wirtschaftsleistung werde voraussichtlich schrumpfen. Für die komplette Eurozone wird eine Entwicklung von etwa -1,0 Prozent respektive -0,4 Prozent erwartet.


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WebReporter: ouster
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Frankreich, Ausblick, Ratingagentur, Standard & Poor´s
Quelle: www.welt.de

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01.12.2011 16:34 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+5 | -2
 
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Titel der Meldung völlig falsch: Wenn eine Ratingagentur den "Ausblick" senkt, droht sie mit Herabstufung der Bonitätsnote.

Doch - wie die Welt-Online berichtet - gibt hier Standard & Poor´s - so wie auch die OECD - lediglich eine "Prognose" zum Wachstum ab - und zwar ohne jede Drohung für die Einstufung der Kreditwürdigkeit. Siehe Welt-Online Text.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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01.12.2011 17:22 Uhr von fallobst
 
+2 | -0
 
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@ sirtomdejank: nein, die krise kommt, weil die staaten alle seit jahrzehnten sich nur über schulden und mehr schulden und noch mehr schulden finanzieren können. deshalb steigen bei denen langsam die zinsen für die nächsten schulden, die diese staaten aufnehmen wollen. wenn die von heute auf morgen einen ausgeglichenen haushalt hätten und auf keine weiteren schulden angewiesen wären, wäre alles in butter. dann bräuchten die staaten die märkte und investoren nicht mehr, die sie finanzieren, indem sie eben staatsanleihen (also schuldscheine) für bestimmte zinssätze kaufen.
was genau ist so ungewöhnlich dran, dass die leute nicht mehr in staatsanleihen investieren wollen, weil sie angst haben, dass dieses schneeballsystem (mehr auszugeben als man einnimmt) bald zusammen bricht.

und die eu versucht seit 3 jahren die märkte hereinzulegen, indem große worte gesprochen werden, aber fast keine taten, wie etwa bitter nötige strukturreformen, abbau der bürokratie, bekämpfung der korruption, effektive steuereintreibung etc. folgen. bestes beispiel dafür ist doch griechenland. außer gerede ist da bisher kaum was passiert. die investoren (banken, versicherungen, private sparer etc.) fallen eben nicht auf das dumme gerede und die leeren versprechen der politiker rein, da es hier um ihr geld geht, im gegensatz zu so manch naivem wähler.

und die ezb schreibt vor, dass sie selbst (im normalfall) nur papiere kauft, die ein vernünftiges rating der 3 großen besitzen. es ist eben sehr schwer und aufwendig ein vernünftiges rating abzugeben. wir sind hier nicht bei wünsch dir was. nur weil einem das rating nicht gefällt, sollte man nicht denken es wäre falsch.

und natürlich haben selbst die usa schon von den rating-agenturen eins auf den deckel bekommen. erst letzte woche wurden die wieder gewarnt.

geld wächst nunmal nicht auf bäumen. man kann nicht dauerhaft von schulden und damit über die eigenen verhältnisse leben.

das was die wähler nie geschafft haben, schaffen jetzt (traurigerweise) die märkte, nämlich die politik des endlos-sinnlos-geld-ausgebens auf kosten unserer kinder und enkelkinder (inform von schuldenbergen) zu stoppen...
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01.12.2011 17:32 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+2 | -1
 
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Wenn die wirklich den "Ausblick gesenkt" hätten wäre das jetzt schon auf sämtlichen Zeitungen in Europa und den USA das absolute Top-Thema.

Doch darum geht es im Bericht gar nicht - lediglich eine "Wachstumprognose" wurde gesenkt, eine von vielen "Prognosen" eben. .

Der Titel ist völlig Banane und keine sicher Werbung für diese Rubrik - sorry, das muss man leider so deutlich sagen.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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01.12.2011 19:34 Uhr von AnotherHater
 
+2 | -0
 
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Und ich wette nur ein Bruchteil der Leser weiß, warum Deutschland wachsen muss. =)
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01.12.2011 20:26 Uhr von Sarein
 
+0 | -1
 
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wann wird eigentlich die usa: mal herabgestuft oder habe ich etwas verpassst?
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01.12.2011 22:37 Uhr von fallobst
 
+1 | -1
 
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@ jimboooo: erkundige dich mal bevor du hier immer wieder den selben mist schreibst. s&p hat die usa dieses jahr bereits abgestuft. war nicht viel aber immerhin ein mutiger schritt, denn die usa haben natürlich groß druck auf die ausgeübt. und es wird nicht besser werden für die usa, wenn sie ihren laden nicht langsam in den griff bekommen. die anderen beiden großen rating agenturen haben zudem wiederholt den usa angedroht die top-note zu entziehen.

gib einfach "usa rating" in google ein. dort findest du mehr als genug artikel dazu. dann brauchst du auch den leuten nicht deine ahnungslosigkeit zu zeigen. ist ja peinlich, immerhin lesen wirst du jawohl noch können, oder?
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02.12.2011 02:32 Uhr von fallobst
 
+3 | -1
 
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@ jimbooo: die staatsverschuldung im vergleich zum bip beträgt für die jahre 2008 und 2009....

für die usa: 71% und 83%

für deutschland: 66% und 73%

für frankreich: 68% und 78%

für italien: 106% und 116%

für japan: 173% und 190%

http://de.wikipedia.org/...

das ist natürlich nur ein einzelner gradmesser. die usa haben genauso wie deutschland eine sehr starke und leistungsfähige wirtschaft. gleiches trifft vor allem auch auf japan zu, deswegen können die auch mit einer hohen schuldenquote noch als sicher betrachtet werden, da sie die wirtschaftliche kraft haben sich selbst aus dem loch zu ziehen (wenn sie es müssten/wollten). die starke wirtschaftsleistung ist eben der garant für die sicherheit.

niemand muss auf die rating-agenturen hören. die leute können sich ihre eigenen gedanken über die sicherheit der usa machen und natürlich selbst entscheiden, ob sie us-staatsanleihen kaufen oder nicht.
dich zwingt doch auch kein mensch die sachen zu kaufen, die dir verbraucherschutz-gruppen empfehlen. die sammeln ihre infos, werten die aus etc. und geben das ergebnis bekannt. aber es ist dein geld und auch allein deine entscheidung, was du kaufst.
da reden dir weder die verbraucherschutz-gruppen rein noch rating-agenturen.

btw: fitch und moodys geben den usa das tripple a, s&p das aa+ und die chinesische rating-agentur dagong ein a.
fitch und moodys haben die usa schon gewarnt, dass es zu herabstufungen kommen könnte.

also wie genau kommst du auf die idee, das das nichts passieren wird, wenn die sich nicht zusammen reißen.

japan kommt übrigens auf ein rating von aa-, aa, aa3 und aa-

und das bei einer doppelt so großen schuldenbelastung/bip als die usa. wie japan das wohl schafft? hast du dazu eine lustige theorie?

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