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Kartendiebstahl: Banken müssen beweisen, dass PIN mit Originalkarte benutzt wurde

Der Bundesgerichtshof traf eine Entscheidung, in der es um den Diebstahl einer Bankkarte geht, die vom Dieb zwecks Kontoabhebung mit richtiger PIN benutzt wurde. Dementsprechend müssen Banken künftig ihren Kunden nachweisen, dass in einem solchen Fall die Originalbankkarte benutzt wurde.

Banken dürfen daher nicht pauschal davon ausgehen, dass Karte und PIN zusammen aufbewahrt wurden, da Kartenbetrüger immer cleverer werden. Im Zuges dieses Urteils müssen Banken ihre Haftungsrichtlinien entsprechend abändern.

Im vorliegen Fall wurde einem Bankkunden eine Bankkarte gestohlen und mehrmals Geld abgehoben. Die Bank verklagte den Kunden auf Schadenersatz, da er seine Geheimhaltungspflicht missachtet habe.


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WebReporter: fuxxy
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Urteil, Bank, Betrug, Bundesgerichtshof, EC-Karte, PIN
Quelle: www.n-tv.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.11.2011 19:22 Uhr von MBGucky
 
+4 | -3
 
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Schon mal ein Anfang: Jetzt fehlt nur noch was gegen die Weitergabe der PIN aus gutem Glauben.

Die gängige Methode der Kartendiebe ist nämlich aktuell die, dass erst die Karte geklaut wird und dann zufällig jemand in der Nähe ist, der in seinem Handy die Nummer vom (angeblichen) Kartensperrdienst hat. Dort wird man dann aufgefordert, die PIN keinesfalls dem Mitarbeiter zu nennen, sondern sie stattdessen ins Telefon einzugeben. Und schon hat der Dieb die Karte in der Tasche und die PIN auf dem Handy.
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30.11.2011 19:58 Uhr von thugballer
 
+10 | -1
 
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MBGucky: Wenn ich ne Karte verliere und jemand sagt, er hat die Sperrnr.,
dann ruf ich doch die Sperrnr von meinem Handy an und nicht von seinem nur weil er die nr hat???
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30.11.2011 21:55 Uhr von thabowl
 
+1 | -0
 
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@MBGucky: und wenn er bei einer nr rauskommt die gar nicht wirklich eine sperrnr ist :P
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30.11.2011 22:26 Uhr von MBGucky
 
+1 | -0
 
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@thugballer, @thabowl: @thugballer:

Im günstigsten Fall wurde eine Tasche samt Karte und Handy geklaut. Und sonst bleibt immer noch, die PIN-Eingabe auf Band aufzunehmen und zu entschlüsseln. Sollte kein Problem sein.

@thabowl:

Ich versteh leider nicht ganz, was Du sagen willst. Aber vielleicht hilft Dir eine dieser beiden Antworten weiter:

1. Die Nummer, die angerufen wird, ist natürlich auf jemand befreundeten eingestellt (Siehe meine Antwort an thugballer)

2. Entweder man kennt die Masche, dann braucht man keine falsche PIN einzugeben sondern kassiert direkt den Dieb ein, oder man kennt die Masche nicht und fällt drauf rein.
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30.11.2011 22:35 Uhr von Staplerfahrer-Klaus
 
+2 | -0
 
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das ist absolut sinnvoll: Die derzeitigen Betrügereien sind nur auf diese Art möglich weil das System veraltet und unsicher ist.
Da müssen die Banken eben investieren oder für den Schaden aufkommen.
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30.11.2011 22:37 Uhr von Kappii
 
+0 | -0
 
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@MBGucky: Man kann dem Kunden aber nicht jede Verwantwortung abnehmen. Die Regel, dass man niemals nie nie nie seine PIN in irgendeiner Form weitergeben sollte, gehört zu dieser Verantwortung.

Soll die Bank jetzt dafür haften, wenn ein Kunde aus welchem Grund auch immer seine PIN weitergibt?
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30.11.2011 23:03 Uhr von MBGucky
 
+2 | -0
 
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@Kappii: naja pauschal dafür haften wäre vielleicht etwas hoch gegriffen. Aber die Banken kennen diese Vorgehensweise und die Betrüger suchen sich Opfer, die leicht auf so was reinfallen. Also ist die Bank derjenige, der am ehesten was dagegen machen kann.
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30.11.2011 23:13 Uhr von Schwertträger
 
+2 | -0
 
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@Kappii: Die Banken sind doch interessiert daran, dass wir mit den Karten hantieren und bezahlen!
Eine Rückkehr zu mehr Bargeldverkehr wäre für die Banken eine teure Katastrophe.

Wenn aber die Haftungsrisiken für Kunden höher werden und gleichzeitig die Betrugsrisiken ebenfalls steigen, dann benutzen die Unsichereren unter den Kunden keine Karte mehr.

Logischer Schluss: Man zwingt die Banken zu für sie ungünstigen Haftungsbedingungen und die sorgen in Reaktion notgedrungen für mehr Sicherheit, wenn sie ihr geliebtes und ordentlich Geld einbringendes Kartensystem behalten möchten.

Du darfst nicht vergessen, dass ein gutes Drittel der Bevölkerung nun mal dumm wie Stroh ist. Das ist eine zu beachtende Tatsache. Wenn Du dieses Drittel jetzt zur Haftung ranziehen willst, dann bricht dieses Drittel (und im Gefolge auch mehr) auf Dauer als Karten nutzendes Kundenklientel weg, wenn sich erstmal Unsicherheit breit macht.

Was glaubst Du, warum an der Internet-Banking-Sicherhiet so viel geschraubt wurde? Das spart massig Schalter-Arbeitskräfte, also war´s klar, dass man das Vertrauen darin stärken musste. Genauso wird´s bei den Karten laufen.

[ nachträglich editiert von Schwertträger ]
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30.11.2011 23:30 Uhr von SaxenPaule
 
+1 | -2
 
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Was ich dabei nicht verstehe Die PIN ist auf der Karte gespeichert. Zumindest ein Hashwert oder ähnliches.

Wie kann die Bank denn behaupten, dass die Diebe unter keinen Umständen eine Möglichkeit gefunden haben mit Hilfe eines Lesegerätes die PIN von der Karte auszulesen. Ein Verfahren, welches einfach alle 10.000 Varianten durchtestet und irgendwie feststellen kann welche passt wird ja möglich sein. Es gibt 100-tausende Geräte auf der Welt, die die PIN überprüfen können. Da kann es ja nicht so schwer sein das rauszufinden.
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30.11.2011 23:53 Uhr von Petaa
 
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@SaxenPaule: Das ist Vergangenheit und wurde bei Offline Automaten eingesetzt. Seit einiger Zeit ist kein eindeutiger Hashwert mehr auf der Karte. Es wird bei jedem Einsatz der Karte ein neuer Schlüssel online asymmetrisch generiert und darüber erfolgt dann auch die symmetrische Verschlüsselung und Verifizierung der PIN.

Deswegen haben ja auch die Manipulationen der Geldautomaten so sehr zugenommen...

[ nachträglich editiert von Petaa ]
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01.12.2011 10:31 Uhr von atrocity
 
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PIN aufschreiben? Gut so. In den seltensten Fällen wird jemand seine PIN irgendwo notiert haben. D.h. die Pin wird durch manipulierte Geräte entwendet worden sein.

Die PIN liest man sich durch und vernichtet den Zettel. Wer sich keine 4 Ziffern merken kann für den ist ne Bankkarte eventuell nicht ganz das richte...
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02.12.2011 02:47 Uhr von xGwydionx
 
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Urteil für die Katz: Viele Originalkarten haben ne Pin,die fast jeder Hacker knacken kann.In Russland und Bulgarien sitzen da gut honorierte Spezialisten,die das dauernd machen.Der Knackpunkt ist doch,das die Banken behaupten,die Pin könnte nicht geknackt werden.Was definitiv nicht stimmt. Das ganze ist ein Algorithmus,wo 2 Zahlen(Kto. und BLZ) bekannt sind.Im Internet zur betreffenden Bank HP surfen und die Restlichen Zahlen finden sich im Impressum etc.Damit kann jeder PC mit Quadcore Technik die Pin in vertretbarer Zeit errechnen.Und Arbeitslose Mathematiker gibts im Osten gerade genug als Nachschub..:-((

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