Forscher weisen Frostschutzmittel in Nordsee nach
Forscher des Instituts für Küstenforschung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht bei Hamburg haben in der Nordsee das Vorkommen von Frostschutzmittel nachgewiesen. Genauer gesagt die Chemikalie Benzotriazol.
Diese ist unter anderem auch in Bremsflüssigkeiten oder Geschirrspülmitteln vorhanden. Die Konzentration in Flüssen ist bisher um ein Vielfaches höher als im Meer. So trug zum Beispiel der Rhein nach Messungen im Jahre 2010 etwa 75 Prozent der nachgewiesenen 80 Tonnen Benzotriazol in die Nordsee.
Die Elbe führte vor allem im März eine hohe Konzentration der Chemikalie mit sich. Dies lässt auf den Einsatz in den Wintermonaten schließen. Benzotriazol ist giftig für Meereslebewesen und biologisch nur schwer abbaubar. Genaue Auswirkungen auf die Umwelt können bis jetzt noch nicht genau benannt werden.