30.11.11 11:39 Uhr
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Setzt EZB-Chef Mario Draghi absichtlich die Notenbankpresse in Gang? (Update)

Erstmals ist es der EZB nicht gelungen, die durch Stützungskäufe der GIPSI-Staaten anschwellende Geldmenge durch Platzieren eigener Anleihen vollständig wieder vom Markt einzusammeln. Bildlich bedeutet dies, dass die EZB erstmals Staatsschulden - konkret neun Milliarden Euro - direkt finanziert hat

Carl Weinberg, Wirtschaftsexperte bei High Frequency Economics, vermutet als Hintergrund einen möglichen Kurswechsel bei der EZB. Offenbar bot die EZB lediglich 0,62 Prozent Zinsen für Zentralbank-Papiere - deutlich zu wenig, um überschießende Liquidität aus dem Markt abzusaugen.

Hinter dieser Strategie, so Weinberg, könnte gezieltes Kalkül von EZB-Chef Mario Draghi stecken. Der Italiener habe möglicherweise begonnen, sich über deutsche Bedenken und Einwände hinwegzusetzen, um so den enormen Refinanzierungsbedarf Italiens und Spaniens über die "Notenbankpresse" decken zu können.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Update, Geld, Druck, EZB, Eurokrise, Mario Draghi
Quelle: www.welt.de
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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.11.2011 11:39 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+8 | -1
 
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Holger Schmieding, Chefvolkswirt bei der Berenberg Bank erklärte laut Artikel Altbekanntes: "Europa brennt". Nur die EZB kann den Großbrand wirklich löschen". Deutschland müsse seine Bedenken gegen die "Notenbankpresse" aufgeben.

Und dann der entscheidende - schon immer sich abzeichnende Satz:
"Um eine öffentliche Empörung in Deutschland zu vermeiden, schwebt Schmieding eine Rede von Bundesbank-Chef Jens Weidmann an die deutschen Bürger vor". (Zitat Welt-Online).

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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30.11.2011 11:45 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+16 | -1
 
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Holger Schmieding Meines Erachtens ist das ein bitteres Spiel mit den Ersparnissen der Bundesbürger. Das südländisch dominierte EZB-Direktorium nimmt die Dinge nun selbstständig in die Hand- offenbar sollen Schulden und weitere Defizite nun klassisch italienisch-griechisch über die Inflation.

Das ist natürlich bitter für die traditionell stark in Lebensversicherung und Altersversorgung investierten Menschen in Kerneuropa. Südeuropa baut Häusle - und hier werden die Renten entwertet ;-)



[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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30.11.2011 19:21 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+4 | -0
 
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@ouster: Du musst meinen Kommentar nicht kopieren - und auch nicht meine News. Dafür lese ich nicht US-Finanzblogs und übersetze.

Im Übrigen bin ich mir sicher, dass auch Welt-Online die SN News "zuerst" gelesen hat - die erste Hälfte ist im Grunde genommen 1:1 inhaltlich übernommen worden - inklusive der Daten (es gab noch viel mehr in der Quelle) und es befindet sich ein Zitat darin, welches ganz klar auf die selbe Quelle hinweist. Dort war der Bericht allerdings schon in den Keller gesunken (geht da innerhalb von 12 Stunden) und in der deutschen Presse wurde das Thema schlicht "verschlafen". Meine News war schon gestern spät abends fertig (habe sie dennoch erst um 8:00 Uhr früh abgeschickt, der Welt-Online-Bericht kam deutlich später).

Welt-Online hat die zweite Hälfte des Artikels (auf die ich mich hier beziehe) dann lediglich dazu recherchiert bzw. aus alten Welt-Online-Artikeln ergänzt.

Denn deswegen ist Deine gesperrt worden, da Du außer zwei Wörter und eine Quelle austauschen NICHTS in Deiner News verändert hast - die Checker haben vollkommen zurecht Deine News gesperrt.

Diese News hingegen betont ganz andere Details in Kernaussage 2 + 3, das ist eine völlig andere Kiste.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]

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