28.11.11 23:16 Uhr
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Eurokrise: Frankreich wackelt

Etwa zwei Wochen ist es her, dass Standard & Poors gemeldet hat, dass Frankreich herabgestuft wird. Dies wurde jedoch nach kürzester Zeit wieder zurückgezogen und dementiert. Letzte Woche haben dann Moody´s und Fitch eine Belastung Frankreichs festgestellt und von einem negativen Ausblick gesprochen.

Nun ist das AAA-Rating Frankreichs gefährdet. Daraus kann ein Teufelskreis entstehen, denn wenn Frankreich ein schlechteres Rating bekommt, dann muss es höhere Zinsen zahlen.

In der Grande Nation seien die Löhne stärker gestiegen als die Produktivität und hohe Haushaltsdefizite wurden zugelassen. Aufgrund der Präsidentschaftswahlen im kommenden Frühjahr ist es schwierig, erheblich zu sparen oder Steuern zu erhöhen.


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WebReporter: ouster
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Frankreich, Rating, Eurokrise, Moody´s, Standard & Poor´s
Quelle: www.faz.net

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28.11.2011 23:47 Uhr von culturebeat
 
+2 | -2
 
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Mutti wirds verhindern (leider): Falls die Euro-Zone zerbricht, zahlen reiche Staaten wie Deutschland und Österreich bald nicht mehr für Griechenland und andere Staaten, die nicht mit Geld umgehen können.

Das kann zu Bürgerkriegen in diesen Entwicklungsländern führen und zu Reichtum in den Ländern, die ihr Geld dann nicht mehr abgeben müssen.
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29.11.2011 00:43 Uhr von Rechthaberei
 
+0 | -0
 
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Dann kann Frankreich ja nicht so bedrängt werden: http://www.youtube.com/...

[ nachträglich editiert von Rechthaberei ]
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29.11.2011 00:55 Uhr von ZiemlichBelanglos
 
+4 | -0
 
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Warum müssen eigentlich Jene, die ein schlechtes Rating haben mehr Zinsen zahlen? Damit sie sich nicht mehr daraus befreien können? Nach der Argumentation: "Wow. Ihr seid so mies. Und weil das so ist, wollen wir mehr Geld von euch. Geht nicht, weil ihr so mies seid? Tja, euer Problem."
Ich verstehs nicht so ganz, aber vllt. kann mich ein fähiger VWLer aufklären...
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29.11.2011 01:23 Uhr von Gebirgskraeuter
 
+4 | -1
 
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"nix mehr mit gewaltmarsch durch die ardennen!"

nix da, jeder Stoß ein Franzos bleibt das Motto und es geht nur auf Ketten nach Frankreich! :D
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29.11.2011 01:49 Uhr von Leeson
 
+3 | -1
 
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das wohl der partei steht also über der finanzlage des landes und über dem volk?

wie interessant!!!
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29.11.2011 01:56 Uhr von phal0r
 
+2 | -0
 
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@ZiemlichBelanglos: Es ist in der Tat ziemlich paradox, aber wenn der Staat schlecht wirtschaftet, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass er seine Schulden + Zinsen zurückbezahlen kann, das Risiko eines Zahlungsausfalls steigt also. Je höher das Risiko ist, desto weniger Geldgeber sind bereit, dem Staat Geld zu leihen. Dadurch können die Geldgeber, die das Risiko nicht scheuen, mehr Zinsen verlangen, da der Staat weniger Alternativen hat und auf das Geld angewiesen ist.

Die Rolle der Ratingagenturen ist natürlich dafür sehr entscheidend und interessant. Schließlich können sie mit ihren Ratings eine solche Abwärtsspirale in Gang setzen, wie von dir beschrieben und das obwohl sie bereits 2006 gezeigt haben, dass sie komplett falsch liegen :)

@Leeson
Die Schuld ist mMn nicht nur bei den Parteien zu suchen. Gibt es strikte Sparmaßnahmen, werden viele wohl eher auf einer andere Partei ausweichen, besonders wenn sie solche Maßnahmen kurz vor der Wahl wahrnehmen. Im schlimmsten Fall übernimmt dann eine populistische Partei die Führung, die die Maßnahmen zurücknimmt und den Karren noch tiefer in den Dreck reitet. Das Problem ist doch, dass sich der Sinn vieler Entscheidungen erst Jahre nach Ende der Legislaturperiode zeigt und es somit für Parteien schwer ist, diesen den Wählern schmackhaft zu machen.

[ nachträglich editiert von phal0r ]
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29.11.2011 05:56 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+1 | -2
 
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"In der Grande Nation seien die Löhne stärker gestiegen als die Produktivität...."

Tja, davon ist Deutschland leider weit entfernt. Traurig, dass der Geist von Agenda 2010 die Welt so im Griff hat...

Die Lücke wird Merkel durch den deutschen Heinrich bald schließen lassen. Die Frage ist: Wie passt das ungleiche Duo nun unter einem gemeinschaftlichen Schuldzins?

Auf der einen Seite das sozialistische, zurecht "reformunwillige" Frankreich mit seinen jungen und wohlhabenden Rentnern und Arbeitnehmern - auf der anderen Seite das Agenda-2010- , Niedriglohn-, Outscourcing- Hartz- und Altersarmut-Paradies Deutschland?

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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29.11.2011 09:28 Uhr von m.a.i.s.
 
+2 | -0
 
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Interessant: ist dabei, dass fast alle Rating-Agenturen aus den USA kommen. Jetzt in der Phase, wo weltweit der Euro den Dollar als Geschäftswährung abzulösen droht und die Amis echte Probleme mit ihrem Dollar haben, fangen diese Ratingagenturen an, die Eurostaaten und damit den Euro schlechtzureden. Sorry, aber selbst ein schlechter Euro ist noch eine stabilere Währung als ein guter Dollar.
Wenn da mal keine wirtschaftspolitische Taktik der USA dahintersteckt!

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