28.11.11 14:34 Uhr
 257
 

Deutsche Solarunternehmen fürchten chinesische Billigkonkurrenz

Für den deutschen Solarmarkt sieht es zurzeit schlecht aus: Nicht nur, dass der Markt erstmals wieder schwächelt, momentan überfluten auch noch chinesische Unternehmen den Weltmarkt mit Billigprodukten.

Vertreter fürchten eine Massenpleite in ihrer Branche. Als Alternative bleibt das Ausland.

Trotz der von Wirtschaftsminister Philipp Rösler initiierten Beschneidung der staatlichen Förderung (ShortNews berichtete), sieht Photovoltaik-Fachmann Andreas Hänel eine Chance für die Zukunft, sofern sich die Firmen ins Ausland verlegen oder aber rasch Innovationen zeigen würden.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: itsuki
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Wirtschaft, China, Konkurrenz, Solarbranche
Quelle: www.spiegel.de
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
28.11.2011 15:17 Uhr von Sir_Waynealot
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
Zitat: "In der Tat. Das ist die entscheidende Frage. Wie fast überall in der Industrie machen die Lohnkosten überhaupt nur einen kleinen Bruchteil der Endkosten aus. Das Geheimnis der Chinesen besteht einfach darin, dass deren Solarindustrie weitaus stärker gefördert wird als die deutsche. Einerseits ist das in China gewollt, da die chinesische Führung erkannt hat, dass China nichts anderes übrigbleibt als sehr rasch Kapazitäten für erneuerbare Energien aufzubauen, einerseits weil Gas und Öl immer teurer werden und andererseits weil China einen so gewaltigen Energiehunger hat, dass es jede nur denkbare Möglichkeit nutzen muss, Energie zu erzeugen. Und andererseits hat China ein großes Interesse daran, weltweite Konkurrenten (vor allem aus Deutschland) mit niedrigen Preisen vom Markt wegzukonkurrieren, um dann deren Marktanteile komplett mit zu übernehmen und sogar deren KnowHow dann im Insolvenzverfahren billig mit einzukaufen. Und das machen sie, indem sie Module erstmal dauerhaft unterhalb der eigentlichen Produktionskosten verkaufen. Die meisten chinesischen Solarunternehmen schreiben deshalb auch rote Zahlen. Bei einer solchen Strategie sind chinesische Unternehmen aber immer im Vorteil. Sie können es sich leisten, über längere Zeit zu Preisen zu verkaufen, die unterhalb der Produktionskosten liegen und damit rote Zahlen zu schreiben, da der chinesische Staat eine riesige Menge Kapital hat, mit denen er diese Unternehmen am Leben erhalten kann, bis die Konkurrenz weg ist. Westliche Unternehmen können da oft nicht mithalten, da diese natürlich nur ihr eigenes privates Kapital haben und zwingend darauf angewiesen sind, wirtschaftlich zu arbeiten, da sie derartige Preiskämpfe nicht lange durchhalten können. Wenn deren begrenztes Kapital aufgebraucht ist, ist Schluss. Wenn dann alle bedeutenden Konkurrenten weg sind, können die chinesischen Unternehmen auch wieder die Preise erhöhen, um dann selbst wieder wirtschaftlich arbeiten zu können.
Auf diese Art und Weise erreichen die Chinesen gleich mehrere Ziele: Sie tilgen die Konkurrenten aus dem Markt, können dann im Insolvenzverfahren sogar noch deren KnowHow billig erwerben und können dann, wenn alle großen Konkurrenten weg sind, die Weltmarktpreise diktieren und haben mal wieder eine komplette Produktionsbranche von irgendwo auf der Welt ins eigene Land geholt.
Mit den seltenen Erden ist es übrigens exakt genauso gelaufen. Da hat China mit Hilfe seines riesigen Kapitalberges erst durch enorme Subventionen und künstliche Preissenkungen die Weltmarktkonkurrenz unrentabel gemacht und kann jetzt, wo es quasi als einziger Produzent übriggeblieben ist, die Preise diktieren und sogar von sich aus festlegen, wer überhaupt noch was von den seltenen Erden bekommt und wer komplett leer ausgeht.

MfG
"

Quelle:

http://forum.spiegel.de/...

dem stimme ich 100% zu
Kommentar ansehen
28.11.2011 16:14 Uhr von sicness66
 
+1 | -2
 
ANZEIGEN
Neben China: würde ich am ehesten den deutschen Staat und seine konservativen Energielobbyisten fürchten...

Refresh |<-- <-   1-2/2   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2016 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Merkel warnt vor erhöhter Anschlagsgefahr in Deutschland
Gasexplosion nach Zugunglück in Bulgarien
Aiman Mazyek fordert mehr muslimische Vertreter im Rundfunkräten


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?